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Eigenschaften

  • Kletterpflanzen, Stauden oder Bodendecker
  • Arten mit großen und kleinen Blüten
  • Kelchblätter übernehmen Schaufunktion
  • einfarbige oder mehrfarbig gezeichnete Blüten
  • 300 Arten, weltweit verbreitet

Waldreben

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Waldreben (bot. Clematis) stellen eine Pflanzengattung innerhalb der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) dar. In der Pflanzengattung sind rund 300 Arten beschrieben. Ein häufiger Vertreter in Gehölzen ist die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba).

Clematis gehören zu den schönsten Kletterpflanzen. Waldreben tragen auffallende Blüten, die in aufregenden Farben erstrahlen. Die Wildformen tragen blaue, weiße oder gelbe Blüten. Zuchtformen versprühen eine märchenhafte Atmosphäre mit Blüten in rosa, purpur oder lila. Hybriden mit mehrfarbigen Kronblättern sind eine atemberaubende Augenweide. Die Kletterpflanzen winden sich mit ihren zierlichen Blättern um Äste und Rankhilfen. Sie bilden ein dichtes Geflecht, aus dem die zahlreichen Blüten wie große Farbtupfer heraus kommen. Der zarte Duft der Blüten ist ein wahrer Genuss für den Geruchssinn. Bienen und Schmetterlinge wissen den kostbaren Nektar der Pflanzen zu schätzen. Sie zeigen sich als häufige Besucher im Garten.

Blatt

Waldreben tragen Blätter, die in Blattspreite und Blattstiel gegliedert sind. Es gibt kurz- und langgestielte Blätter. Der Großteil der Arten entwickelt gegenständig angeordnete Blätter. Bei anderen Arten stehen sie in Bündeln zusammen, oder folgen einer wechselständigen Anordnung. Der Blattstiel übernimmt bei den Lianen die Funktion der Rankhilfe. Waldreben umschlingen mit ihren Trieben die Äste von Sträuchern und erzeugen ein blühendes Geflecht. Die Blattspreite ist einfach oder gefiedert. Der Formenreichtum der Blätter ist vielfältig wie die Artendiversität innerhalb der Gattung Clematis.

Blüte

Die großen Blüten stehen zu mehreren gruppiert auf einem langen Blütenstandschaft. An der Basis der Blütenstände sitzen zwei blatt- oder schuppenförmige Hochblätter. Die Blüten zeigen eine radiäre Symmetrie. Sie sind zwittrig oder rein männlich. Auffallend sind die kronblattartigen Kelchblätter. Sie erreichen Wuchslängen zwischen sechs Millimetern und sechs Zentimetern. Die vier bis fünf ausgebreiteten Kelchblätter stehen frei.
Sie sind in den unterschiedlichsten Farben von blau über purpur bis hin zu weiß, gelb oder grün gefärbt. Einige Sorten tragen zweifarbige Zeichnungen auf der Blüte. Die Kelchblätter sind linealisch bis eiförmig ausgebildet. Da die Kelchblätter die Schaufunktion übernehmen, entwickeln Waldreben keine Kronblätter. Im Zentrum der Blüte sitzen zahlreiche Staubblätter. Bei einigen Arten sind die äußeren Staubblätter zu kronblattartigen Nektarblättern umgebildet. Sie produzieren einen süßen Saft und locken Bestäuber an. Waldreben entwickeln bis zu 150 freie, flaumig behaarte Fruchtblätter.

Frucht

Zur Fruchtreife verlängern sich die behaarten Griffel um ein Vielfaches. Der Griffel verändert sich artabhängig zu einer geraden oder gekrümmten, kahlen oder federartigen bis schnabelartigen Struktur. Diese Strukturen dienen der Verbreitung der Früchte. Sie kletten sich im Fell von Tieren fest und verbreiten sich auf diese Weise über weite Strecken. Waldreben bilden zusammengedrückt wirkende Nussfrüchte mit einem Samen.

Wuchs

Waldreben wachsen als verholzende Pflanzen. Einige Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen, die an anderen Gehölzen nach oben klettern. Es gibt innerhalb der Gattung selbstständig aufrecht wachsende Halbsträucher oder nicht kletternde krautige Pflanzen. Die Lianen wachsen bis zu sechs Meter in die Höhe, wenn sie eine geeignete Rankhilfe finden. Waldreben sind sommergrün oder immergrün. Einige Arten entwickeln in der Erde lange Rhizome.

Standort

Waldreben bevorzugen einen absonnigen bis halbschattigen Standort. Die Kletterpflanzen bevorzugen die Abend- und Morgensonne. Eine nach Osten oder Westen ausgerichtete Mauer erweist sich als perfekter Standort. Der Wurzelbereich liegt an einem kühlen und schattigen Platz. Die Erde ist idealerweise reich an Nährstoffen und durchlässig, damit sich keine Staunässe bildet.

Verbreitung

Die Arten der Gattung Clematis sind weltweit verbreitet. Ihr Hauptverbreitungsschwerpunkt erstreckt sich über die gemäßigten Breiten. Wenige Arten wachsen in den subarktischen Gebieten. Die Gewächse dringen bis in subalpine Höhenlagen vor. Einige Arten wachsen in den Tropen. In China sind rund 150 Arten heimisch. Im Norden Amerikas gelten rund 30 Arten als heimisch. In Mitteleuropa wachsen zwei Arten wild. Waldreben sind an sonnigen Waldrändern und auf hellen Lichtungen zu finden.

Nutzung

Clematis-Arten sind die perfekten Pflanzpartner für Kletterrosen. Das Duo liefert sich ein aufregendes Duell aus Farben und Formen. Sie sorgen für gute Laune und erzeugen eine Oase der Entspannung. Waldreben genießen die Gesellschaft von Farnpflanzen oder Waldstauden mit großen Blättern. Funkien (Hosta) und Schaublätter (Rodgersia) sorgen dafür, dass der Wurzelbereich der Waldreben schattig und kühl bleibt.

Starkwüchsige Arten sorgen für eine ästhetische Begrünung von Zäunen. Sie umschlingen Pergolen und sorgen für eine märchenhafte Atmosphäre. Die starkwüchsige Mongolische Waldrebe (Clematis tangutica) umschlingt mit ihren bis zu sechs Meter langen Trieben alles, was sie zu Greifen bekommt. Großblumige Hybrigen finden Verwendung zur Begrünung von Spalieren. Sie erwecken Rosenbögen zum Leben und verschönern Obelisken. Die Großblütige Alpen-Waldrebe (Clematis macropetala) ist mit ihren bis zu zehn Zentimeter großen Blüten ein echter Hingucker. Die kompakten Sorten charakterisieren sich durch ihre lang anhaltende Blütezeit. Sie eignen sich für die Kübelpflanzung und verschönern Terrassen und Balkone. Waldreben, die als Stauden wachsen, fügen sich in Beetanpflanzungen neben Blütenstauden und Gräsern. Einige niedrigwüchsigen Arten erweisen sich als optimale Bodendecker.

Pflege/Schnitt

Waldreben untergliedern sich aufgrund ihrer verschiedenen Blütezeiten in drei Schnittgruppen. Die erste Schnittgruppe umfasst alle Arten, die von April bis Juni blühen. Diese Arten benötigen keinen regelmäßigen Schnitt. Ein Verjüngungsschnitt ist nach einigen Jahren erforderlich, wenn die Pflanzen vergreisen.
In der zweiten Schnittgruppe befinden sich die großblumigen Hybriden, die zwei Mal im Jahr zur Blüte kommen. Nach der ersten Blüte fördert ein Rückschnitt der Blütenstände die Entwicklung einer zweiten Blüte. Ein Rückschnitt der Triebe bis auf einen Meter erfolgt im November oder Dezember. Dieser Schnittzeitpunkt gilt auch für die Arten und Sorten der dritten Schnittgruppe. Bei dieser Gruppe erfolgt der Rückschnitt der Triebe bis auf 20 bis 50 Zentimeter.

Krankheiten/Schädlinge

Unter den Waldreben gilt die Clematiswelke als gefürchtete Erkrankung. Die Ursache sind Pilzsporen, die zu einem plötzlichen Verwelken der Triebe führen. Unbehandelt sterben die Pflanzen ab. Die großblumigen Hybriden gelten als anfälliger für die Krankheit. Ein zu warmer Standort begünstigt die Vermehrung der schädlichen Pilzerreger. Ein vollständiges Entfernen von befallenen Pflanzen stoppt die Ausbreitung der Krankheit. Die Pflanzen treiben nach dem bodennahen Rückschnitt erneut aus, wenn ihre Wurzeln tief genug in der Erde liegen.

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