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Eigenschaften

  • meist sommergrüne Sträucher
  • Beerenfrüchte
  • dekorative Blüten
  • duftende Blätter oder Blüten
  • wichtige Pflanzen im Obstanbau

Johannisbeeren

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Johannisbeeren (botanisch Ribes) sind in Bayern, in Österreich sowie in Südtirol als Ribisel(n) bekannt, in Norddeutschland als Ahl- oder Gichtbeere. Die Schweizer nennen sie Trübeli, Meertrübeli oder Ribiseli. Es handelt sich um die einzige Gattung innerhalb der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae).

Johannisbeeren dienen als Beerenobst, einige Arten als Zierpflanzen. Der deutsche Name Johannisbeere kommt vom Johannistag, dem 24. Juni. Um diese Zeit reifen die Johannisbeeren. Der Gattungsname Ribes stammt aus dem Jahre 1753 von dem schwedischen Botaniker Carl von Linné. Er geht auf die arabische Bezeichnung für Rhabarber zurück, die vermutlich die Ähnlichkeit der Blattformen ausgedrückt. Die Gattung umfasst heute weltweit rund 140 bis 160 Arten. Garten-Johannisbeeren sind seit Jahrhunderten in Kultur.

Blatt

An den stachellosen Zweigen sind wechselständige, selten spiralig stehende Blätter. Die Laubblätter gliedern sich in Blattstiel und Blattspreite. Die einfachen Blätter sind meist drei- bis fünffach gelappt und an der Basis herzförmig. Die Laubblätter verströmen bei einigen Arten einen markanten Duft. Nebenblätter kommen wenig vor.

Blüte

Johannisbeer-Sträucher bilden im April bis Mai traubige oder doldige bis schirmtraubige Blütenstände. Typisch sind je zwei Tragblätter unter jeder Blüte. Sie sind meist unscheinbar und hängen an den Zweigen. Die Einzelblüten sind radiärsymmetrisch und besitzen vier oder fünf Kelchblätter. Diese sind grünlich-weiß, gelb, rosa oder rot. Die Kronblätter sind weiß, rosa, gelb oder rot bis purpur. Bei einigen Arten fehlten diese ganz. Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Insekten.

Frucht

Nach der Blüte bilden sich Beerenfrüchte. Diese sind seit Jahrtausenden beliebte Nasch- und Sammelfrüchte. Typisch für Johannisbeeren ist, dass der Kelch kranzartig auf der oberen Schalen-Oberfläche sitzt. Die Beeren sind saftig und schmecken säuerlich oder süß. Es gibt rote, schwarze oder weiße Johannisbeeren. Sie enthalten bei einigen Arten wenige, bei anderen Arten bis zu hundert Samen.

Wuchs

Johannisbeeren sind meist laubabwerfende Sträucher. Nur wenige sind immergrüne Arten. Die Wuchshöhen variieren von 100 bis zu 150 Zentimetern. Auch gibt es baumartig wachsende Johannisbeeren oder Epiphyten. Einige Arten besitzen Dornen.

Standort

Johannisbeeren sind anspruchslos und gedeihen an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Dieser ist am besten windgeschützt und bietet einen durchlässigen, leicht sauren Boden. Staunässe oder Trockenheit bekommen den Pflanzen nicht gut. Je sonniger der Platz, desto süßer sind deren Früchte.

Nutzung

Johannisbeeren kommen seit Jahrtausenden wild in Europa, Asien und Amerika vor. Die meisten endemischen Arten wachsen in China. Die heutigen Kultur-Johannisbeeren sind das Ergebnis von Kreuzungen unter weit verbreiteten Wildarten. In einigen Regionen stehen Rote und Schwarze Johannisbeeren bereits seit dem 14. Jahrhundert in Kultur.

Johannisbeeren und ihre neueren Varianten gehören zu den beliebtesten Beerenfrüchten in Mitteleuropa. Sie eignen sich für den Garten und den professionellen landwirtschaftlichen Anbau. Die aromatischen Beeren enthalten viel Vitamin C und eignen sich für Gelees, Marmeladen, Desserts oder Chutneys, Likör, Wein oder Süßspeisen. Es sind köstliche Früchte für den Garten, die in jeden Naschgarten gehören.

Auch die Zierformen sind beliebte Sträucher für die Gartengestaltung. Sie finden als Solitäre oder Hecken in Gärten oder Parkanlagen Verwendung. Die Blüten der Schwarzen Johannisbeere sind in der Parfum-Industrie ein begehrter Rohstoff.

Pflege/Schnitt

Johannisbeeren benötigen einen feuchten Untergrund. Damit die Bodenfeuchte erhalten bleibt, ist Rindenmulch über den Wurzeln nützlich. Diese Schicht schützt das leicht frostempfindliche Wurzelwerk der Pflanzen im Winter. Damit die Beerensträucher regelmäßige Erträge liefern, ist ein Auslichtungsschnitt wichtig. Dadurch verjüngt sich die Pflanze und erhält Platz für die neuen, jungen Triebe. Der regelmäßige Rückschnitt verhindert das Vergreisen der Pflanze. Der Zeitraum der Auslichtungsschnitte ist artabhängig unterschiedlich.

Krankheiten/Schädlinge

Bei Trockenheit reagieren die Johannisbeeren zum Teil mit dem Abwurf von Blättern oder Blüten. Im Sommer ist ein Befall von Raupen der Stachelbeerblattwespe möglich, die die Blätter vertilgen. Rollen sich die Blätter ein, kann die Johannisbeertrieblaus verantwortlich sein. Johannisbeerblasenläuse befallen meist rote Johannisbeersorten. Weitere mögliche Schädlinge sind der Johannisbeeglasflügler, dessen Larven die Triebe aushöhlen, oder die Johannisbeergallmilben.
Zu häufigen Pilzerkankungen, meist bei feuchter Witterung, zählen Säulenrost, Grauschimmel, die Blattfall-, Blattflecken- oder die Rotpustelkrankheit.

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