Klassifikation

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  • Ordnung: Steinbrechartige
  • Familie: Stachelbeergewächse
  • Gattung: 1 Eintrag
  • Art: 8 Einträge
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Eigenschaften

  • vorrangiger Nutzen als Obstpflanzen
  • geschmacklich sehr unterschiedliche Beerenfrüchte
  • häufig aufrecht wachsende Sträucher
  • starke Verbreitung in Europa
  • unterschiedlichste Ansprüche an den Standort

Stachelbeergewächse

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Die Familie der Stachelbeergewächse (bot. Grossulariaceae) umfasst einzig die Gattung Johannisbeeren (bot. Ribes). Diese beinhaltet wiederum zwischen 140 und 160 Arten der Johannis- und Stachelbeeren. Die Grossulariaceae stehen innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen (bot. Saxifragales).

Die laubabwerfenden oder immergrünen Sträucher und seltener kleinen Bäume, stammen ursprünglich aus Westasien und Europa. Heute sind weltweit verbreitet, dazu haben sicherlich ihre teilweise köstlichen Beerenfrüchte beigetragen. Selten sind sie als reine Zierpflanzen anzufinden. Wesentlich häufiger dienen sie als Kulturpflanzen dem Anbau von Beerenobst in verschiedenen Variation von Geschmack und Optik. Die Vielfalt der Pflanzenfamilie spiegelt sich auch in ihren unterschiedlichen Ansprüchen an den Standort und gewährt dem heimischen Gärtner großen Spielraum.

Blatt

Die Blattspreite kommt innerhalb der Stachelbeergewächse häufiger dreifach gelappt oder fünffach vor. Selten ist die Lamina einfach und immer steht sie an einem Blattstiel. Die Blätter stehen in den meisten Fällen wechselständig entlang einer Spirallinie an den Zweigen der Pflanzen. Innerhalb der Pflanzenfamilie kommen keine Nebenblätter vor. Mache Vertreter der Grossulariaceae entwickeln Blätter, die stark riechen. Sensible Personen nehmen diesen Geruch als unangenehm war.

Blüte

Die entweder eingeschlechtigen oder zwittrigen Blüten sitzen jeweils auf zwei Tragblättern. Sie sind radiärsymmetrisch aufgebaut, das heißt ihre identischen Blütenteile sind kreisförmig um einen Mittelpunkt aufgebaut. Die Farbtöne der Blüten reichen über Weiß und Gelb über Rosa und anderen rötlichen Farben hin zu einem tiefen Purpur. Die einzelnen Blüten sitzen in Blütenständen, deren Formen traubig oder doldig sind. Insekten bestäuben die Blüten der Stachelbeergewächse. In hiesigen Breiten übernehmen dies häufiger Bienen und Hummeln, seltener Schmetterlinge.

Frucht

Die Grossulariaceae entwickeln als Früchte Beeren in verschiedenen Formen und Farben. Auch hinsichtlich ihrer Größe variieren sie innerhalb der Familie. Alle Beeren sind saftig und enthalten Samen, deren Anzahl zwischen drei und rund 100 schwankt. Die Samen sind ölhaltig und schwarz oder bräunlich gefärbt.

Wuchs

Die Pflanzenfamilie Grossulariaceae umfasst verschieden Wuchsformen, in den meisten Fällen handelt es sich um Sträucher. Diese wachsen bis auf rund anderthalb bis zwei Meter. In wenigen Fällen wachsen die Pflanzen als kleine Bäume, die größere Wuchshöhen erreichen. Eine Seltenheit stellen Familienvertreter dar, die als Aufsitzerpflanzen wachsen. Diese Epiphyten kommen extrem selten außerhalb der Tropen und Subtropen vor.

Anders als der Familienname suggeriert, weisen nicht alle Stachelbeergewächse Stacheln oder Dornen auf. Bei vielen Arten fehlen diese auf den Trieben. Je nach Art sind die Pflanzen laubabwerfend oder immergrün.

Standort

Die Standorte der Stachelbeergewächse sind divergent. Wild wachsen sie an schattigen Plätzen in Wäldern und Schluchten oder in Gebüschen. Sie stehen auf feuchten Untergründen in Auen aber auch auf trockenen, kalkhaltigen Böden. Die Pflanzen der Familie finden sich sowohl im Flachland als auch in den Bergen.

Verbreitung

Die Grossulariaceae entstammt ursprünglich verschiedenen Regionen in Westasien und Europa. Mittlerweile sind die Gewächse beinahe im gesamten eurasischen Raum und auch in der neuen Welt und Ostasien in gemäßigten Zonen verbreitet. Dazu hat sicherlich beigetragen, dass sie seit dem Mittelalter für den Obstanbau kultiviert wurden. Einige Arten finden sich heute ebenfalls im nördlichen Afrika.

Nutzung

Stachelbeergewächse stehen in seltenen Fällen als reine Zierpflanzen in Kultur. Deutlich öfter dienen sie dem Obstanbau in Form von Beerensträuchern. Beliebt und bei uns stark verbreitet sind die Roten und Schwarzen Johannisbeeren. Genauso begehrt sind die Stachelbeeren. Neuerdings zieht mit der Jostabeere eine Kreuzung von Ribes-Arten in die Naschgärten ein.

Pflege/Schnitt

Als Pflegemaßnahmen der Stachelbeergewächse in heimischen Gärten empfehlen sich ein regelmäßiges Gießen und Düngen. Ein Rückschnitt alter Triebe ist unter Umständen für den Wuchs der Pflanzen förderlich.

Krankheiten/Schädlinge

Die Grossulariaceae kämpfen häufiger mit dem Rostpilz Cornartium ribicola, auch Säulenrost genannt. Außerdem verbreitet ist der Echte Mehltau und Grauschimmel.
Tierische Schädlinge sind unter anderen Läuse und Milben, insbesondere die Johannisbeer-Gallmilbe. Als Folge von späten Frösten oder trockenen Perioden in der Blütezeit tritt das sogenannte Verrieseln auf, bei dem die Früchte ganz oder teilweise abfallen.

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Johannisbeeren (Ribes)
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