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Eigenschaften

  • sommergrüne Obstbäume
  • halbimmergrüne Strauchformen
  • köstliche Früchte im Spätsommer
  • weiße oder rötlich weiße Blüten im Frühjahr
  • wichtige Pflanzen im Obstanbau

Birnen

Gattung Pyrus ab €3.70 kaufen
     
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Die Pflanzengattung der Birnen (bot. Pyrus) gehören zum Subtribus der Kernobstgewächse (Pyrinae) und damit zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Birne ist ein Lehnwort, das sich vom lateinischen Begriff pirum ableitet. Die erste wissenschaftliche Beschreibung der Gattung sowie der Name Pyrus stammen von dem schwedischen Botaniker Carl von Linné aus dem Jahr 1753.

Birnen kommen in Europa außer Nordeuropa, in Nordafrika, Westasien über den Iran bis in den Himalaya und Ostasien vor. Es gibt knapp 30 Birnen-Arten. Allein acht Arten sind in China endemisch. Birnen sind bereits seit dem Altertum bekannt und waren schon damals roh oder als Nachspeisen beliebt. Vermutlich stammen die Urbirnen aus dem Kaukasus oder Kleinasien und verbreiteten sich nach Mittel- und Südeuropa. Birnen sind wegen ihres süßen Geschmacks und wegen des saftigen Fruchtfleisches beliebt. Seit dem 18. Jahrhundert stehen Birnen in Kultur. Heute gibt es rund 2.500 Birnensorten weltweit.

Blatt

Birnen besitzen wechselständig angeordnete Laubblätter. Die Blätter sind meist breit-oval, es gibt auch lanzettliche oder elliptische Formen. Sie sind vorn zugespitzt und von einer festen, fast ledrigen Struktur. Oberseits glänzen die Blätter. Die Blätter gliedern sich in Blattstiel und Blattspreite. Sie werden bis zu zwölf Zentimeter lang, sind gezähnt, ganzrandig oder gekerbt. Gelappte Blätter kommen selten vor. Im Herbst nehmen die Blätter eine rote oder scharlachrote Herbstfärbung an.

Blüte

Die Birnbäume blühen je nach Art oder Sorte von April bis in den Mai. Die Blüten bilden sich oftmals vor dem Laubaustrieb oder zeitgleich. Die Blüten besitzen Stiele und stehen in traubigen oder doldentraubigen Blütenständen zusammen. Sie sind zwittrig, fünfzählig und becherförmig. Die fünf Kronblätter sind weiß oder leicht rötlich gefärbt. Im Blütenzentrum stehen bis zu 30 Staubbeutel, die durch ihre rote oder purpurne Farbe markant ins Auge fallen.

Frucht

Aus den Blüten entwickeln sich eiförmige Früchte, die Botaniker als Scheinfrüchte bezeichnen. Ihre Form ist birnenförmig bis rund. Sie sind glattschalig und werden bei Wildformen bis zu sechs Zentimeter lang. Kulturbirnen sind größer. Typisch für Birnen sind die grießförmigen kleinen Steinzellen im Fruchtfleisch. Es ist zartschmelzend oder fest und saftig. Der Geschmack der Kulturformen ist süß-aromatisch. Die Früchte bilden schwarze Samen aus. Die Pflückreife der Birnen beginnt im September und kann abhängig von der Art bis in den Oktober dauern.

Wuchs

Birnen sind in der Regel sommergrüne Bäume, die mittelgroß sind und zwischen 15 und 20 Meter hoch wachsen. Birnbäume sind teilweise starkwüchsig und bilden schmale Kronen aus. Es gibt auch halbimmergrüne Arten oder Birnen in Strauchform. Diese werden nicht höher als fünf oder sechs Meter. Bei einigen Birnen-Arten sind die Zweige mit Dornen besetzt.

Standort

Birnen sind winterhart. Optimal entwickeln sich die Bäume an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Dieser ist idealerweise warm und geschützt. Sehr gut entwickeln sich Birnbäume vor einer warmen Hauswand. Birnen bevorzugen Lehmböden, die stets eine genügende Feuchtigkeit besitzen und sandig sein können. Die köstlichen Früchte sind für den Frischverzehr, als Tafelobst, zum Einkochen, für die Herstellung von Kompott, Saft oder Obstbrand und für den Kuchenbelag geeignet.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Birnen umfasst Nordafrika, viele Regionen in Europa, Westasien, Himalaya bis nach Ostasien. Beinahe weltweit gibt es Kulturformen.

Nutzung

Birnen zählen neben Äpfeln, Pflaumen und Kirschen zu den beliebtesten Obstsorten hierzulande. Die Früchte eignen sich für den sofortigen Verzehr oder zur Weiterverarbeitung etwa zu Kompott, zu Nachspeisen, Saft, für den Kuchenbelag oder zu Obstbränden. Das Birnenholz ist sehr edel und als Furnier im Möbelbau begehrt.

Pflege/Schnitt

Vor allem junge Birnenbäume benötigen in trockenen Sommerzeiten zusätzliches Gießwasser. Bei Kultursorten empfiehlt sich im Herbst das Weißen der Rinde.
Ein Erziehungsschnitt ist abhängig von der Unterlage und der Sorte erforderlich. Ein Auslichtungsschnitt ist sinnvoll, damit die Früchte ausreichend Sonne erhalten.

Krankheiten/Schädlinge

Zu den häufigen Krankheiten bei Birnen zählt der Birnengitterrost, eine Pilzkrankheit. Auch der Feuerbrand, erkennbar an schwarzen Triebspitzen, kann bei einigen Arten vorkommen. Wühlmäuse können die Wurzeln schädigen.

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