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Eigenschaften

  • sukkulenter Wuchs als Staude oder Pflanzenteppich
  • Blüten in Weiß, Gelb oder Rottönen
  • trockene und sonnige Standorte sind beliebt
  • sehr pflegeleicht und leicht zu vermehren
  • winterhart

Fetthennen

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Die Gattung Sedum umfasst 420 Arten und ist damit die größte Familie innerhalb der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Die Gattung ist im Jahr 2011 Staude des Jahres gewesen. Hochwüchsige Arten tragen im Deutschen den Namen Fetthenne oder Fettblatt, teppichartig wachsende Arten tragen die Bezeichnung Mauerpfeffer.

Die niedrig wachsenden Arten kommen in Stein- und Kiesgärten am besten zur Geltung. Diese robusten Pflanzen sind ideal zur pflegeleichten Begrünung von Mauern und Dächern. Hochwachsende Arten spielen ihre Stärken in Staudenbeeten aus. Auch in Trögen und Kübeln machen die Fetthennen eine gute Figur. Die Sedum-Arten weisen mit ihrem dekorativen Wuchs, selbst ohne Blüten, einen zierenden Aspekt auf. Dadurch tragen winterharte Arten im Winter zur Verschönerung von Gärten und Parkanlagen bei. Blüht Sedum auf, kann kein Schmetterling widerstehen. Die nektarreichen Blüten sind wahre Insektenmagneten und bieten eine reichhaltige Nahrungsquelle.

Blatt

Die ganzrandigen oder gezähnten Laubblätter sind dick und fleischig ausgebildet und fungieren als Wasserspeicherorgane. Sie sind rund oder spatelförmig und stehen gegenständig, wechselständig oder spiralig am Spross.
Im Sommer präsentiert sich das Laub hell- bis dunkelgrün, bei manchen Arten rot geädert oder im leuchtenden Purpur. Einige Sorten tragen panaschiertes Laub mit hübschen Farbkontrasten in Weiß und Grün. Bei winterharten Arten findet häufig eine sehenswerte Umfärbung der Laubblätter von einem sommerlichen Grün in verschiedene Rot- und Brauntöne im Winter statt. Nebenblätter existieren nicht.

Blüte

Die Vielfalt der Arten innerhalb der Gattung bildet verschiedene Blütenstände aus, bei denen die Blüten einzeln oder zusammen stehen. Horstig wachsende Arten bilden häufig auffällig schirmartige Scheindolden aus, die besonders sehenswert sind. Die meist zwittrigen Einzelblüten sind drei- bis neunzählig. Meist bestehen die Blüten aus fünf nicht miteinander verwachsenen Kronblättern. Die Blüten sind gelb oder weiß und blühen je nach Art von Juli bis in den Herbst hinein. Einige Arten haben rosa oder rötliche Blüten.

Frucht

Die Frucht ist eine unscheinbare Balgfrucht mit extrem kleinen Samen. Bei staudenartig wachsenden Sedum-Arten stehen die Früchte in auffälligen Samenständen zusammen. Im Herbst entfalten sie eine dekorative Wirkung und zieren bis zum Frühjahr den Garten.

Wuchs

Die meisten Arten zeichnen sich durch einen sukkulenten Wuchs mit dickfleischigen und meist kahlen Blättern und Stängeln aus. Der Stängel ist aufrecht oder niederliegend. Die Wurzeln sind faserig und bilden in der Regel keinen Wurzelstock aus. Die zahlreichen Arten sind vielgestaltig und wachsen als niederwüchsige krautige Pflanzen, als Stauden, Halbsträucher und Sträucher. Es gibt sowohl immergrüne als auch sommergrüne Arten.

Standort

Warme Standorte mit durchlässigem Boden und viel Sonne sind der Lieblingsplatz der Fetthennen und Mauerpfeffer. Durch ihre Fähigkeit Wasser einzulagern, überstehen sie längere Trockenzeiten gut. Entsprechend besiedeln erfolgreich trockene Standorte.

Verbreitung

Die Gattung Sedum hat ihren Verbreitungsschwerpunkt auf der Nordhalbkugel. Hier ist sie auf allen Kontinenten in subtropischen und gemäßigten Gebieten beheimatet. Ihren Schwerpunkt haben sie in Nordamerika und Asien. Zudem gibt es natürliche Vorkommen in Mexiko und Afrika. Ihre natürlichen Lebensräume sind in vielen Fällen ausgesprochen trocken. Sie besiedeln Gebirge, Magerrasen Steppen oder Dünen. Auch finden sie sich in trockenen Ruderalstandorten, wie Bahngleisen und Industriebrachen, gut zurecht.

Nutzung

Heimische Sedum-Arten erfuhren als Heilpflanzen eine große Bedeutung. Insbesondere bei Hautproblemen aller Art kamen und kommen sie zum Einsatz. Sie versprechen Linderung bei Warzen und Hühneraugen ebenso wie bei Brand- und Quetschwunden. Die Tripmadam (Sedum rupestre) ist mit ihrem säuerlichen Geschmack als Gemüsepflanze und Würzkraut bekannt. Inzwischen haben sich verschiedene Sedum-Arten zu beliebten Zierpflanzen gemausert. Die genügsamen Mauerpfeffer und Fetthennen finden auf Trockenmauern und Dächern einen probaten Standort und tragen zu deren gezielter Begrünung bei. Als pflegeleichte und dekorative Pflanzen finden sie ihren Einsatz in der Grabbegrünung.

Pflege/Schnitt

Die Sedum-Arten sind extrem pflegeleicht. Sie benötigen im Sommer nur wenig Wasser und kommen ohne Gießen über den Winter. Auch das Düngen erfolgt zurückhaltend. So bleiben die Pflanzen kurz und dicht und entfalten die schönste Wirkung. Der Rückschnitt der Sedum-Stauden erfolgt im Frühjahr. Auf diese Weise bleiben die hübschen Samenstände im Winter als Blickfang erhalten. Niederwüchsige Arten benötigen keinen Schnitt. Eine gezielte Vermehrung erfolgt über Trieb- oder Blattstecklinge im Frühjahr.

Krankheiten/Schädlinge

Staunässe vertragen Sedum-Pflanzen schlecht. Unter derartigen Bedingungen entwickelt sich Fäulnis im Wurzelbereich, der sogenannten Grauschimmel (Botrytis). Eine gezielte Austrocknung des Bodensubstrates schafft Abhilfe. Niederwüchsige Arten sind von der Welkekrankheit (Verticillium) betroffen. Ein Entfernen der befallenen Exemplare und des betroffenen Teils des Bodengrundes ist unumgänglich, wenn an gleicher Stelle erneut Sedum wachsen soll. Buchtenartige Fraßstellen an den Blättern weisen auf den Dickmaulrüssler hin, einen der häufigsten Schädlinge, der sich an Sedum gütlich tut. Die Bekämpfung erfolgt durch gezieltes Absammeln oder den Einsatz von Nematoden. Gelegentlich tritt Mehltau auf, welcher die Blätter typisch weiß verfärbt.

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