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  • Ordnung: Steinbrechartige
  • Familie: Dickblattgewächse
  • Gattung: 8 Einträge
  • Art: 25 Einträge
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Eigenschaften

  • sukkulente Blätter
  • können ohne viel Wasser überleben
  • dickfleischig
  • bilden Balgfrüchte
  • gehören zu den CAM-Pflanzen

Dickblattgewächse

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Die Familie der Dickblattgewächse (bot. Crassulaceae) gehört zur Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales) in der Klasse der Bedecktsamer (Magnoliopsida). Die Pflanzenfamilie umfasst 33 Gattungen mit insgesamt 1500 Arten und beinhaltet vorherrschend sukkulente Arten. Sukkulente Arten sind an das Überleben mit wenig Wasser angepasst. Crassulaceae speichern Wasser in ihren dicken Blättern und überleben dadurch ohne Konkurrenz auf trockenen Böden. Dickblattgewächse gehören aufgrund dieser Eigenschaft zu den Blattsukkulenten.

Eine Ausnahme in dieser Pflanzenfamilie ist das Nadelkraut (Crassula helmsii). Diese Art der Dickblattgewächse stammt ursprünglich aus Neuseeland und ist in der Lage über oder unter Wasser zu wachsen. Crassulaceae zählen zu den CAM-Pflanzen. CAM ist die Abkürzung für den Crassulaceen-Säurestoffwechsel (Crassulacean Acid Metabolism). Dies ist ein besonderer Stoffwechsel, da die meisten Pflanzen Kohlenstoffdioxid am Tage aufnehmen und fixieren. CAM-Pflanzen führen diese Stoffwechselvorgänge zeitlich voneinander getrennt durch. Sie haben durch die separierten Vorgänge den Vorteil, dass sie in den heißen Tagesstunden ihre Spaltöffnungen nicht öffnen müssen und entsprechend weniger transpirieren. Die bekanntesten und beliebtesten Vertreter der Dickblattgewächse sind Garten- oder Zimmerpflanzen: Fetthennen (Sedum), Hauswurze (Sempervivum), Geldbaum (Crassula ovata) oder Flammendes Käthchen (Kalanchoe blossfeldiana).

Blatt

Die Blätter der Dickblattgewächse stehen wechselständig, gegenständig oder in Wirteln. Sie sind an der fleischigen Sprossachse oder in Rosetten angeordnet und weisen wenige, eingesenkte Spaltöffnungen (Stomata) auf. Härchen oder eine verdickte lipohile Schicht (Cuticula), die auf der Blatthülle liegt, schützen die Blätter vor Feuchtigkeitsverlust. Die Blätter und Stängel sind dickfleischig. Die Form der Blätter ist einfach, die Blattränder sind glatt, gesägt oder gelappt. Crassulaceae bilden keine Nebenblätter aus.

Blüte

Die Blüten der Dickblattgewächse stehen einzeln oder in end- oder seitenständigen Blütenständen. Diese sind zymös, rispig, ährig oder traubig angeordnet. Die Blüten sind zwittrig, seltener eingeschlechtig. Einige Rhodiola-Arten weisen eingeschlechtige Blüten auf; diese Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch).

Crassulaceae bilden einen Blütenbecher (Hypanthium) aus. Die Blüten sind radiärsymmetrisch und vier- bis sechszählig (seltener drei- bis 30-zählig). Die Kelchblätter verwachsen an ihrer Basis; die Kronblätter stehen frei oder verwachsen zu einer Röhre. Die Fruchtblätter sind ober- oder halbunterständig und leicht oder gar nicht an der Basis verwachsen. Auf den Fruchtblättern oder in deren Nähe bilden Dickblattgewächse eine Nektarschuppe. Die Griffel stehen frei und verfügen über eine kopfige Narbe. Insekten bestäuben die Blüten (Entomophilie).

Frucht

Crassulaceae bilden häutige oder ledrige Balgfrüchte, die frei stehen oder an ihrer Basis verwachsen. Die Früchte stehen aufrecht oder breiten sich aus; sie beinhalten jeweils einen bis mehrere Samen. Manche Arten bilden Sammelfrüchte, die aus einzelnen Balgfrüchten bestehen oder kapselfruchtförmig verwachsen (in der Gattung Diaphorma). Die Samen sind klein, fadenförmig und braun.

Wuchs

Crassulaceae sind kräftige, krautige, ausdauernde Kräuter oder Stauden. Sie sind flächig oder rasenbildend, mit vielen kriechenden Blühtrieben und sterilen Trieben.

Verbreitung

Crassulaceae sind Kosmopoliten mit Ausnahme der Antarktis. Die meisten Arten besiedeln aride Klimazonen. Bei uns heimisch sind unterschiedliche Arten der Fetthenne oder des Mauerpfeffers. Sie besiedeln Steine, Felsen und Mauern. Der Hauswurz stammt ursprünglich aus den mittel- und südeuropäischen Gebirgen und wächst inzwischen in kultivierter Form in heimischen Gärten.

Nutzung

Dickblattgewächse dienen als Zierpflanzen in Zimmern, Gärten und Parkanlagen. Teilweise sind sie Lieferanten für medizinische Wirkstoffe. Manche Arten sind roh oder gegart essbar (Felsen-Nabelkraut, bot. Umbilicus rupestris). Sedum-Arten bieten einen Nutzen als Gewürz- und Zierpflanze.

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Chiastophyllum (Chiastophyllum)
Chiastophyllum

Chiastophyllum

Gattung
Dickblatt

Crassula

Gattung
Jupiterbart (Jovibarba)
Jupiterbart

Jovibarba

Gattung
Sternwurzen

Orostachys

Gattung
Asienfetthennen (Rhodiola)
Asienfetthennen

Rhodiola

Gattung
Rosularia

Rosularia

Gattung
Fetthennen (Sedum)
Fetthennen

Sedum

Gattung
Hauswurzen (Sempervivum)
Hauswurzen

Sempervivum

Gattung
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