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Eigenschaften

  • krautig, verzweigt
  • zweijährig und oftmals dickblättrig ...
  • lange zylindrische Gesamtblütenstände
  • nur im östlichen Asien beheimatet
  • beliebte Steingarten- und Terrarienpflanze

Sternwurzen

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Sternwurze (bot. Orostachys) bilden eine Gattung in der Pflanzenfamilie der Dickblattgewächse. Die botanische Bezeichnung setzt sich aus dem griechischen Wort für Berg und Ähre zusammen und gibt einen Rückschluss auf den Standort und die Blütenform der Pflanze. Die Pflanzengattung der Orostachys ist in 13 Arten unterteilt und in ihrem natürlichen Vorkommen auf Ostasien beschränkt. Erstmals 1809 veröffentlicht, geht der Gattungsname auf Friedrich Ernst Ludwig von Fischer zurück.

Die meisten der 13 Arten wachsen bevorzugt auf felsigen und steilen Hängen zwischen 400 und 1800 Metern über dem Meeresspiegel. Sehr wenige Arten siedeln sich auf Baumstämmen und in Felsspalten bis zu einer Höhe von 3500 Metern an. Die Gattung Sternwurz bildet robuste, meist zweijährige, krautige Pflanzen. Die Wurzeln sind faserig und das Laub ist mehr oder weniger sukkulent. Die dickfleischigen Laubblätter speichern Wasser und ordnen sich im ersten Jahr in einzelnen grundständigen Rosetten an. Im zweiten Jahr bilden Orostachys einen bis zu 60 Zentimeter langen Stängel mit Belaubung. Durch ihre kappenartige Form ist die Pflanze unter dem Beinamen chinesische Narrenkappe bekannt.

Blatt

Das mittelblaue bis graublaue oder silbrig-grüne Laub ist bei den meisten Arten der Pflanzengattung Orostachys dickfleischig und wasserspeichernd. Im ersten Jahr bilden die Pflanzen einzeln grundständiges Laub in rosettenförmiger Anordnung aus. Im zweiten Jahr wächst ein Stängel, der je nach Sternwurz Art eine Länge von fünf bis 60 Zentimetern erreicht. Der Stängel ist vollständig belaubt. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet und weisen eine ei- bis längsförmige Struktur auf. Bei vielen Orostachys Arten sind die Laubblätter purpurfarben gefleckt oder von purpurnen Rändern umschlossen. Die Blattenden sind knorpelig bis spitz zulaufend und weiß. Sternwurze besitzen keine Nebenblätter und haben immer glatte Blattränder. Die meisten Orostachys Arten haben mehrfarbiges Laub mit einer grau- bis blaugrünen Grundfärbung.

Blüte

Die Gesamtblütenstände setzen sich aus mehreren ährenförmigen Teilblütenständen zusammen. Diese sind endständig und meist verzweigt. Die Blütenstände sind groß, von schmaler pyramidenartiger oder zylindrischer Form und enthalten viele Einzelblüten. Die Hochblätter ähneln dem Laub und sind bei allen Orostachys Arten vorhanden. Die Einzelblüten sind kurz, mittel oder lang gestielt, zwittrig und fünfzählig. Die Kelchblätter stehen frei und sind kürzer als die Kronblätter. Die Kronblätter sind fast frei, in fünffacher Ausführung vorhanden und je nach Art gelb, weiß, gelbgrün, rosa oder rot gefärbt. Pro Blüte gibt es zwei Staubkreise mit jeweils fünf Staubblättern. Die kleinen Nektarschuppen sind gelblich.

Frucht

Die Stauden bilden Balgfrüchte, die aus den freistehenden aufrechten Fruchtblättern herauswachsen. Die Früchte besitzen viele Samenanlagen und ein schnabelförmiges Ende. Sternwurz-Früchte sind unscheinbar und bis auf die Verbreitung durch die Samen unbedeutend.

Wuchs

Orostachys wachsen krautig und verzweigt. Die meisten Arten bilden dickfleischiges Laub, das sich im ersten Jahr grundständig in Rosettenform anordnet. Im zweiten Jahr bildet sich ein langer, belaubter Stängel mit einer Wuchshöhe von bis zu 60 Zentimetern. Sowohl die Blattstängel als auch die endständigen Blüten stehen steil aufrecht. Die Größe der Pflanze ist artenabhängig und variiert zwischen fünf und 60 Zentimetern.

Standort

Sternwurz bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Die Pflanzengattung verträgt Trockenheit gut, während sie Staunässe nicht schätzt. Durch ihren bevorzugten Standort in Felsspalten, auf Baumrinden und in Höhenlagen über der Baumgrenze ist die Pflanzengattung der Orostachys anspruchslos und robust. Wird die Pflanze im Steingarten verwendet, steht sie bevorzugt im oberen Drittel des künstlich errichteten Berghangs. Eine Position am Fuß des Steingartens eignet sich nicht, da Regen- und Gießwasser dort in der Erde verbleiben und für Staunässe sorgen.
Je mehr Sonne die Pflanze bekommt, umso dichter und länger blüht sie. Auch ein sonniger Standort wirkt sich auf die Farbintensität der Laubblätter aus. Die Faszination des mehrfarbigen Laubes lässt sich alternativ, wenn die Pflanze im Terrarium steht, durch eine Tageslichtlampe erzeugen.

Verbreitung

Alle Arten der Pflanzengattung wachsen im Ostteil Asiens. In China gibt es acht, in Japan sechs und in Kasachstan sowie in Korea fünf Sternwurz-Arten. Auch in der Mongolei und in Russland ist der Sternwurz, in geringerer Artenvielfalt, beheimatet. Die meisten Orostachys wachsen auf Felsen niedriger Berge, auf Hausdächern und bemoosten Baumstämmen. Die Trockenheit liebende Pflanzengattung fühlt sich in Steppen und auf Sonnenhängen wohl. In Europa und auf anderen Kontinenten der Welt wächst die Pflanzengattung Sternwurz in kultivierter Form in Steingärten oder auf angelegten Steinhängen.

Nutzung

Sternwurz ist eine reine Zierpflanze, die hierzulande in Steingärten oder in Terrarien mit Wüstenlandschaft beliebt ist. Einen Zweck als Nutzpflanze im eigentlichen Sinn erfüllt die Pflanzengattung Orostachys nicht. Da Sternwurz Temperaturen bis zu minus 25°C ohne zu leiden verträgt, gehört die Pflanze zu den am häufigsten in europäischen Steingärten gepflanzten Stauden. In Terrarien haben sich vor allem die kleinwüchsigen Arten etabliert. Hier sorgen sie für eine angenehme Luftfeuchtigkeit, in dem sie das im Laub gespeicherte Wasser gleichmäßig an die Umgebungsluft abgeben.

Pflege/Schnitt

An die Pflege stellt der Sternwurz keine besonderen Anforderungen. Wichtig ist, dass die Bewässerung sparsam erfolgt und der Boden nicht zu nass ist. Trockenheit vertragen alle Arten der Pflanzengattung Orostachys extrem gut, während nasse Füße zum Faulen und Absterben der Wurzeln führen. Da der lange Austrieb im zweiten Jahr erfolgt, ist der Sternwurz nicht zu schneiden. Für die Überwinterung der Pflanze sind keine Vorkehrungen zu treffen. Orostachys Arten vertragen die Kälte und erleiden bei Dauerfrost keinen Schaden.

Krankheiten/Schädlinge

Der Sternwurz neigt nicht zu Krankheiten und gehört zu den Pflanzen, die für Schädlinge weitgehend uninteressant sind. Ein wirklicher Feind ist die Staunässe, die zum Absterben der Pflanze führt. Auch zu hohe Luftfeuchtigkeit kann zu Pflanzenschäden führen. Steht die Pflanzengattung Orostachys zu nass oder ist hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, erkennt der Gärtner seinen Handlungsbedarf an sichtbaren Tropfen an der Unterseite der Laubblätter. Auch eine farbliche Veränderung des Laubes zu gelb oder braun weist auf nasse Füße hin.

Schädlinge lassen den Sternwurz unbeachtet. Lediglich der Dickmaulrüssler kann der Jungpflanze im ersten Jahr schaden, indem er die rosettenförmig angeordneten Laubblätter als Nahrungsquelle erschließt. Meist reicht es aus, das auf dem Laub sitzende Tier abzusammeln. Das Entfernen des angefressenen Laubblattes ist nicht nötig.

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