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Eigenschaften

  • unterschiedliche Wuchs- und Blattformen
  • ein- oder mehrjährig, bis zu 250 Zentimeter hoch
  • Blütezeit sortenabhängig, auch im Winter
  • Blüten meist klein und sternförmig
  • pflegeleicht und anspruchslos

Dickblatt

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Das Dickblatt (bot. Crassula) ist eine Pflanzengattung, die sukkulente, an trockene Standorte angepasste Pflanzen umfasst. Sie sind in der Lage, in ihren Blättern Wasser zu speichern, sodass sie längere Trockenperioden problemlos überstehen. Dickblätter sind sie bekannt für ihre teils skurrilen Wuchsformen.

Der botanische Name Crassula leitet sich vom lateinischen Wort crassus für dick ab und bezieht sich auf die überwiegend sukkulenten Blätter. Diese Blattschmuckpflanzen gehören zu einer der artenreichsten Gattungen innerhalb der Familie der Dickblattgewächse. Sie gedeihen in den sonnigen und trockenen Regionen Südafrikas. Hierzulande sind es in der Regel Zimmerpflanzen, die mit entsprechendem Schutz den Sommer im Freien verbringen. Viele der circa 300 Arten sind dekorativ. Besonders zieren das Flammende Käthchen oder der Geldbaum heimische Fensterbretter. Dickblätter sind sogenannte CAM-Pflanzen. Sie nehmen, im Gegensatz zu anderen Pflanzen, in der Nacht Kohlendioxid aus der Raumluft auf und geben es tagsüber ab. Das macht sie zu idealen Pflanzen für das Schlafzimmer.

Blatt

Die Blätter vom Dickblatt sind einfach, dickfleischig bis membranartig und kreuzgegenständig angeordnet. Sie sind hell- oder dunkelgrün, rötlich, grün-beige panaschiert oder grün mit rötlichem Rand. Die Blätter eines jeden Blattpaares sind an ihrer Basis leicht miteinander verwachsen. Sie sind kurz gestielt oder sitzend, die Blattränder sind ganzrandig. Diese Gewächse sind ausdauernd oder laub-abwerfend. Durch die teils deutlich sichtbaren Wasserspalten der Blätter sind sie in der Lage, überschüssige Feuchtigkeit auszuscheiden.

Blüte

Die Blüten der Dickblattgewächse sind sortenabhängig eher unscheinbar oder prachtvoll und zart. Einige bilden seltener Blüten andere jedes Jahr. Es gibt Arten, die im Frühjahr oder Sommer blühen und jene die ausschließlich im Winter Blüten tragen. Die sternförmigen Blüten sind weiß bis rosafarben, teilweise cremefarben oder rot. Eigenschaften der Blüten:

  • klein, vier- bis fünfzählig, seltener zwei - bis zwölfzählig
  • sie weisen vier- bis fünf oder zwei bis zwölf Kelchblätter auf
  • Kelchblätter sind an der Basis miteinander verwachsen
  • die Kronblätter sind vier- bis fünf- oder zwei- bis zwölfzählig
  • Kronblätter mit den Staubblättern an deren Basis verwachsen


Die Hochblätter (Brakteen) sind beim Dickblatt blattartig. Dabei sind sie ebenso lang wie die Laubblätter oder kürzer. Der Blütenstiel ist in der Regel vorhanden, teilweise wenig ausgeprägt.

Frucht

Das Dickblatt Crassula bildet Balgfrüchte mit trockener, überwiegend ledriger Fruchtwand, in der sich die Samen befinden. Aus einem einzelnen Fruchtblatt entwickeln sich diese Einblattfrüchte. Zur Samenreife springen sie an der deutlich sichtbaren Verwachsungsnaht des Fruchtblattes, auf und geben die Samen frei.

Wuchs

Exemplare der Pflanzengattung Crassula wachsen als ein- oder mehrjährige, krautige Pflanzen. Während die einen wenige Blätter ausbilden, wachsen andere dicht verzweigt. Die Triebe sind sukkulent und verholzen teilweise. Es kommen niedrige bis baumartige Sträucher vor, mit Wuchshöhen von bis zu 150 Zentimeter. Selten wachsen sie als Knollen-Geophyten.

Geophyten sind Pflanzen, deren Überdauerungsorgane in der Erde verborgen liegen. Beim Dickblatt sind das die faserigen oder fleischigen Wurzeln. Diese Organe tragen Erneuerungsknospen, die im Boden ungünstige Jahreszeiten überdauern. Erneuerungsknospen sind Knospen, die das Dickblatt im Vorjahr anlegt. Aus ihnen wachsen im darauffolgenden Frühjahr die neuen Triebe.

Standort

Viele Dickblätter bevorzugen ganzjährig helle bis sonnige Standorte. Dennoch gibt es Arten, deren Blätter bei zu viel Sonne verbrennen. Dann ist vor allem pralle Mittagssonne zu meiden, beispielsweise indem die Pflanzen leicht beschattet stehen. Besonders wohl fühlt sich das Dickblatt in den Sommermonaten im Freien, an einem vor Regen geschützten Platz. Allerdings benötigen sie vor dem Umzug eine kurze Zeit zum Eingewöhnen. An zu dunklen Standorten bleichen die Blätter aus, der Wuchs ist unregelmäßig und sparrig.

Die meisten Arten gedeihen sowohl bei warmen als auch kühlen Temperaturen. Während des Überwinterns sind Temperaturen von zehn bis 15 Grad optimal. Das Dickblatt benötigt einen gut durchlässigen Boden. Dazu eignet sich ein Gemisch aus einem Teil scharfen Sand oder Perlite und zwei Teilen Blumenerde auf Kompostbasis. Der Handel bietet spezielle Substrate für Sukkulenten an.

Verbreitung

Die Pflanzengattung Grassula ist mit wenigen Ausnahmen fast ausschließlich in Afrika verbreitet. Der Verbreitungsschwerpunkt mit rund 150 Dickblatt-Arten liegt in der Kapflora im südlichen Afrika. Diese Region zeichnet sich durch besondere klimatische Verhältnisse und eine stark eigenständige Vegetation aus. Ein Großteil der Vegetation kommt ausschließlich hier vor. Nur zwei Arten, die anderswo als ausgestorben gelten, sind in Deutschland heimisch, das Moos-Dickblatt (Grassula tillaea) und das Wasser-Dickblatt (Grassula aquatica).

Nutzung

Beinahe ausschließlich dienen diese Pflanzen hierzulande als Zier- und Blattschmuckpflanze. In ihrer ursprünglichen Heimat dienen sie daneben als Gewürz- und Nahrungspflanze. Zudem haben wenige Arten wie beispielsweise das Brutblatt einen heilenden Effekt und einen festen Platz in der modernen Homöopathie.

Pflege/Schnitt

Wasser- und Nährstoffbedarf der Dickblätter sind gering bis mäßig. Die Wassergaben sind abhängig von Temperatur und Intensität der Sonnenstrahlen. Während der Wachstumsphase ist das Dickblatt alle drei Wochen dankbar für eine kleine Wassergabe. Überschüssiges Wasser in Untersetzern ist zeitnah zu entfernen, um Fäulnis zu vermeiden. Im Winter überstehen die Pflanzen längere trockene Zeiten.

Um den Nährstoffbedarf zu decken, reicht es aus, während der Hauptwachstumszeit monatlich wenig Kakteendünger zu verabreichen. Etwa alle zwei bis drei Jahre ist es Zeit, diese Sukkulenten in frisches Substrat umzutopfen. Bester Zeitpunkt hierfür ist das Frühjahr. Schnittmaßnahmen sind nicht zwingend erforderlich. Sie regen bei Bedarf das Verzweigen an. Lediglich kränkelnde oder abgestorbene Pflanzenteile sind zu entfernen.

Krankheiten/Schädlinge

Grundsätzlich sind Dickblattgewächse relativ unempfindlich gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Unter ungünstigen Bedingungen kann es trotz allem zu einem Befall kommen. So kann zu häufiges Gießen Wurzel- oder Stammfäule hervorrufen. Wird sie frühzeitig erkannt, lässt sich das Dickblatt durch zeitnahes Umtopfen gegebenenfalls noch retten. Mögliche Schädlinge sind Schmier- und Wollläuse oder die Gemeine Spinnmilbe.

Begünstigt wird ein Befall durch eine zu niedrige Luftfeuchte. Befallene Pflanzen sind zunächst von gesunden zu isolieren, um zu verhindern, dass er sich ausbreitet. Woll- und Schmierläusen lassen sich gut mit niemölhaltigen Pflanzenschutzmitteln bekämpfen. Bei einem stärkeren Befall bietet sich der Einsatz systemisch wirkender Mittel an. Gegen Spinnmilben hilft zunächst ein kräftiges Abbrausen betroffener Pflanzen. Zusätzlich bietet sich der Einsatz natürlicher Fressfeinde wie Raubmilben an.

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