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Eigenschaften

  • wintergrüne, sukkulente Staude
  • teppichartiger Wuchs
  • kleine, zitronengelbe Blüten in Rispen
  • zuverlässig winterhart
  • anspruchslos und pflegeleicht

Chiastophyllum

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Die monotypische Gattung Walddickblatt (bot. Chiastophyllum) zählt zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der deutsche Sukkulenten-Forscher Alwin Berger ordnete sie 1930 der heute gültigen Pflanzensystematik zu. Einige Taxonomen ordnen die Gattung Chiastophyllum der Gattung Umbilicus zu, von der sie sich jedoch nicht zuletzt durch ihre faserigen Wurzeln unterscheidet.

Der Gattungsname ergibt sich aus den griechischen Worten chiastos (kreuzweise gestellt) und phyllon (Blatt). Er bezieht sich auf die bei den Dickblattgewächsen einzigartigen kreuz-gegenständigen Laubblätter der Typus-Art. Sie ist zugleich die einzige Vertreterin der Gattung Chiastophyllum und auch unter dem Namen Goldtröpfchen bekannt. Diesen Namen trägt die Gattungsart da ihre kleinen, überhängenden, gelben Blütenrispen prachtvoll sind und Chiastophyllum wie die Miniaturausgabe des Goldregens erscheint. In Kombination mit der Fülle an Blättern wirkt das Walddickblatt auf den Betrachter ansehnlich.

Blatt

Die immergrünen Blätter des Walddickblatts sind mittel- bis blaugrün. Sie haben eine ovale bis rundliche Form und sind gegenständig. Auffällig ist der gekerbte Rand der rosettenartig angeordneten, dickfleischigen Blätter.

Blüte

Die Gattungsart der Chiastophyllum schmückt sich vom späten Frühjahr bis in den Sommer hinein mit zitronengelben Blüten. Diese sind in wunderschönen Trauben angeordnet. An langen Stielen hängen sie über dem dichten Blätterkleid. Tropfen ähnelnd, gaben sie der Typus-Art ihren deutschen Namen.

Frucht

Aus den Blütenständen bilden sich Kapselfrüchte.

Wuchs

Bei dem Walddickblatt handelt es sich um eine Staude, die ein horizontales Stämmchen bildet. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 15 bis 20 Zentimetern. In die Breite wächst sie bis 25 Zentimeter und bildet langsam kriechend dichte Matten.

Standort

Unüblich für Dickblattgewächse, fühlt sich das Walddickblatt an einem halbschattigen Standort am wohlsten. Vollsonnige Lagen eignen sich weniger, da das fleischige Rosettenlaub keine direkte Sonne verträgt. Optimales Wachstum zeigt das zarte Gewächs in einem mäßig feuchten, sandigen und humosen Boden. Staunässe gilt es zu vermeiden. Temperaturen bis -18 °C verträgt es ohne Probleme.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsareal des Staudengewächses erstreckt sich vom westlichen Kaukasus bis ins westliche Asien. Hier findet es in mäßig trockenen bis frischen Mischwäldern ein ideales Umfeld vor.

Nutzung

Mit ihren zarten, leuchtend gelben Blüten stellt das Walddickblatt hierzulande eine beliebte Zierpflanze dar. Vor dunklen Hintergründen positioniert, erscheinen die hellen Blütentrauben intensiv. Gärtner pflanzen sie häufiger an den Gehölzrand, in halbschattige Bereiche des Steingartens oder in schmale Blumenbeete. Zudem nutzen sie das Walddickblatt als dekoratives Element in Mauernischen. Auch lassen sich Hänge oder Gräber sehr gut mit dem teppichartig wachsenden Bodendecker begrünen. Darüber hinaus wirkt das Walddickblatt als Pflanze in Kübeln oder anderen Gefäßen auf dem Balkon oder der Terrasse ansehnlich.

Pflege/Schnitt

Die filigrane Staude gilt als anspruchslos und pflegeleicht und eignet sich hervorragend für den Garten. Gegenüber kurzen Trockenperioden zeigt sie sich zwar tolerant, doch ist bei anhaltend trockenen Phasen ein zusätzliches Wässern ratsam. Dies erfolgt am besten am Morgen oder in den Abendstunden. Mit einer Schicht aus Mulch verhindert der Gärtner ein zu schnelles Austrocknen des Bodens. Um Staunässe zu vermeiden, ist darauf zu achten, dass ein Zuviel an Wasser ablaufen kann. Eine Zufuhr von Kompost oder Hornspänen im Frühjahr fördert das Wachstum und ist idealerweise im zweiten Standjahr zu wiederholen. In der Folge genügen Nährstoffgaben in zwei- bis dreijährigem Rhythmus. Eines Winterschutzes bedarf es nicht.

Ein Rückschnitt des Walddickblatts ist weder im Herbst noch im Frühjahr erforderlich. Aus den Trieben, die von April bis Mai erscheinen, entwickelt sich neues Laub, welches das alte bedeckt. Erhält letzteres nicht mehr ausreichend Licht, beginnt es sich zu zersetzen. Das Entfernen der Blüten nach dem Verblühen ist problemlos möglich. Sofern das Gewächs zu dominant erscheint, lässt es sich im Herbst teilen.

Krankheiten/Schädlinge

Das robuste Walddickblatt zeigt sich weitestgehend resistent gegenüber Krankheiten und Schädlinge. Jedoch ist ein Befall durch den Dickmaulrüssler möglich, dessen Larven sich an den Wurzeln zu Schaffen machen. Im schlimmsten Fall führt dies zum Absterben der Pflanze.

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