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Eigenschaften

  • sommergrüne Gräser
  • je nach Art großwüchsig
  • ausladender, überhängender Wuchs
  • attraktive Blütenstände
  • langjährig

Miscanthus

Gattung Miscanthus ab €7.20 kaufen
     
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Miscanthus (bot. Miscanthus) ist eine Gattung innerhalb der Pflanzenfamilie der Süßgräser (Poaceae). Es handelt sich um hauptsächlich sommergrüne Arten. Sie sind auch unter dem Namen Chinaschilf bekannt und mit dem Zuckerrohr verwandt. Die Gattung Miscanthus ist im Himalaya, in Nordchina sowie in Japan heimisch.

Mittlerweile gibt es zahlreiche neue Sorten, die als Ziergräser sehr beliebt sind. Die erste wissenschaftliche Beschreibung der Gattung Miscanthus stammt aus dem Jahr 1855. Die Aufstellung der Gattung erfolgte durch den schwedischen Botaniker Nils Johan Andersson. Von ihm stammt auch der Gattungsname, der sich aus den griechischen Wörtern miskos für Stempel oder Stiel sowie von "anthos" für Blume oder Blüte herleitet. Botaniker unterscheiden zwischen 14 und 20 Arten.

Blatt

Die Pflanzen der Gattung Miscanthus besitzen schmale, oftmals dunkelgrüne Blätter. Diese sind schilfartig, mal lineal oder lanzettlich schmal und gefaltet. Sie wachsen überhängend und raumgreifend. Je nach Art sind die Blätter hell- bis mittelgrün. Es gibt auch Arten mit blaugrünen bis purpurgrünen Blättern. Viele Sorten präsentieren sich im Spätsommer mit einer grandiosen Herbstfärbung. ei den Arten der Gattung handelt es sich um ausdauernde, laubwerfende oder immergrüne, büschelige oder rhizombildende Gräser.

Blüte

Das Chinaschilf bildet in der Zeit von August bis in den Oktober feine, dichte Blütenrispen. Sie sind endständig und wachsen je nach Art entweder aufrecht oder bogig bis kaskadenartig überhängend. Die Blüten sind bei vielen Arten markant und machen aus den Gräsern attraktive Solitärpflanzen. Die Rispen bestehen aus paarig angeordneten Ährchen. Diese sind seidig behaart. Besonders blütenreich sind Miscanthus-Pflanzen nach heißen und langen Sommern.

Frucht

Miscanthus-Pflanzen bilden Körnerfrüchte, sogenannte Karyopse. Sie besitzen zahlreiche kleine Samen. Die Ausbreitung erfolgt durch den Wind. Die Vermehrung geschieht jedoch bei vielen Arten durch die Rhizome.

Wuchs

Chinaschilf wächst kompakt und meist horstartig. Generell zählt die Pflanzengattung zu den schnell wachsenden Gräsern. Je nach Art können Miscanthus-Pflanzen in wenigen Monaten beachtliche Größen erreichen. Es gibt Arten, die bis zu vier Meter hoch werden. Die Stängel sind unverzweigt. Die Pflanzen sind meist mehrjährig. Im Spätherbst vertrocknen die oberirdischen Pflanzenteile. Miscanthus-Pflanzen bilden Rhizome als Überdauerungsorgane und treiben im Frühjahr wieder frisch aus. Die Pflanzen können bis zu 25 Jahre alt werden.

Standort

Chinaschilf bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Sie sind in Bezug auf den Boden anpassungsfähig und tolerant. Optimal sind etwas feuchte, nährstoffreiche und gut durchlässige Böden. Allerdings gedeihen die Pflanzen auf trockenen und sogar verdichteten Oberflächen.

Verbreitung

Die Gattung Miscanthus kommt ursprünglich nur in Asien vor. Die verschiedenen Arten sind im Himalaya, in Regionen von Nordchina sowie in Japan heimisch.

Nutzung

Miscanthus-Gräser zählen aufgrund ihres überhängenden Laubes und der aparten Blütenrispen zu den schönsten Gräsern im Garten. Sie schmücken als Solitäre Rasenflächen oder Beete. Chinaschilf eignet sich vorzüglich als Sichtschutz oder für die Einfassung von Gewässerrändern. Zahlreiche Arten sind winterhart. Die aparten Blütenstände finden in der Floristik für Sträuße oder Gestecke Verwendung. Gehäckselt ergibt Miscanthus ein gutes Mulchmaterial.

Einige Arten werden mittlerweile als Faser- oder Biomasse-Lieferanten industriell angebaut. Sie finden als schnellwachsender Rohstoff vermehrt Verwendung für die Produktion von Brennstoffen, Baustoffen oder als Einstreu bei der Tierhaltung.

Pflege/Schnitt

Das Chinaschilf ist langlebig und wird mit der Zeit immer schöner. Die oberirdischen Teile der Gräser vertrocknen im Spätherbst. Aus ästhetischen Gründen kann ein Rückschnitt bis in Bodennähe erfolgen. Gärtner empfehlen jedoch einen Rückschnitt erst im Frühjahr, das eindringendes Wasser den Wurzelballen im Laufe des Winters schädigen kann. Wird die Pflanze zu mächtig, kann der Gärtner die Pflanze im Frühjahr teilen. Spezielle Pflegemaßnahmen sind bei den anspruchslosen Miscanthus-Pflanzen nicht zu beachten.

Krankheiten/Schädlinge

Krankheiten oder Schädlinge haben bei Miscanthus keine Bedeutung. Es gibt selten Fälle von Schmierlausbefall.

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