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Eigenschaften

  • Sträucher und Bäume, wachsen auf bis zu 30 Meter
  • von März bis Mai blühend
  • zweihäusige Blüten tragend
  • raschwüchsig
  • hoher Wasserbedarf

Weiden

Gattung Salix ab €2.00 kaufen
     
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Die 400 bis 500 Weidenarten (bot. Salix) gehören zur Familie der Weidengewächse und präsentieren sich vielfältig. Während einige Arten klein und unauffällig bleiben, wachsen andere Vertreter dieser Gattung zu Bäumen mit einer beachtlichen Höhe von 30 Metern heran.

Die Frühblüher mit einer Blütezeit von März bis Mai geben im Frühling den Startschuss für bestäubende Insekten. Mit ihrem weichen, grauen Pelz sind die Knospen als Weidenkätzchen bekannt und eine schöne Dekoration in Blumengestecken. In den ersten Jahren benötigen Weiden eine erhöhte Pflege. Sie sind robust und stellen geringe Ansprüche an ihre Umgebung, weshalb sie gute Pionierbäume sind. Durch das vielfältige Wachstumsverhalten sind einige Sorten dieser Gattung als dichte Hecke, im Beet und in Form einer imposanten Baumallee zu finden.

Blatt

Die Blätter der Weiden sind unterschiedlich geformt. Die Palette der Blattformen geht von eiförmig bis hin zu lanzettlich-schmal. Dieselbe Vielfalt bieten die Blattränder und Blattfarben. Die kurz gestielten Blätter sind hell- bis sumpfgrün und weisen artabhängig eine deutlich ausgeprägte Behaarung auf der Unterseite auf. Anhand der Blätter sind Weidenarten am einfachsten voneinander zu unterscheiden.

Blüte

Die Blütezeit der Weiden findet im Frühjahr statt und erstreckt sich auf den Zeitraum von März bis Mai. Der weiche Pelz verleiht den Knospen den bekannten Namen Weidenkätzchen. Weiden sind zweihäusig. Die Vertreter dieser Gattung tragen rein männliche oder rein weibliche Blütenstände. Diese sind nach dem Aufblühen voneinander zu unterscheiden. Die männlichen Blüten sind gut an ihren gelben Staubgefäßen erkennbar, die weiblichen Blüten sind dezent silbrig-grün. Die frühe Blüte der Weiden gibt das Startzeichen für die im Frühjahr aktiv werdenden Bestäuber wie Bienen und Hummeln.

Frucht

Einen Monat nach dem Bestäuben reifen die Früchte der Weiden. Es entwickeln sich kleine, mehrsamige Kapselfrüchte aus den befruchteten weiblichen Blütenständen. Sind die Früchte reif, springen sie auf und geben den Samen frei.

Wuchs

Der Wuchs der verschiedenen Weidenarten ist vielfältig und reicht vom 30 Meter hohen Baum bis hin zum drei Zentimeter kleinen Zwergstrauch. Weiden sind von raschwüchsiger Natur und in einem Alter von 30 Jahren ausgereift.

Standort

Weiden zählen zu den Lichtbaumarten und gedeihen am besten an einem Standort in sonniger oder halbschattiger Lage. Um den hohen Wasserbedarf von Weiden zu bedienen, empfiehlt es sich für einige Arten eine stete Wasserversorgung durch Gewässernähe zu gewährleisten. Darüber hinaus braucht die Weide einen lehmig-tonigen beziehungsweise sandig-tonigen Boden. Die großwüchsigen Arten bilden weitreichende Wurzeln. Es ist ratsam, diese nicht in unmittelbarer Nähe von Häusern, Terrassen und künstlich angelegten Teichen zu pflanzen. Weiden lassen sich als Alleebäume, Hecken, und Beetpflanzen kultivieren.

Verbreitung

Weiden sind in gemäßigten Klimaregionen der Nordhalbkugel und einzelnen Tropenregionen auf der Südhalbkugel verbreitet.

Nutzung

Einjährige Weidenruten, speziell die der Korbweide (salix viminalis), stellen ein hervorragendes Flechtmaterial dar. In Baumschulen und Gartenbau sind dünne Weidenruten zum Binden beliebt. Aufgrund ihrer geringen Ansprüche an die Umgebung sind Weiden häufige Pionierbäume, verbessern Rohböden und erleichtern damit nachkommenden Baumarten den Start. Mit ihrem raschen Wurzelwachstum sind einige Weidenarten, beispielsweise die Salweide (salix caprea), gut geeignet, um Böden zu stabilisieren.

Pflege/Schnitt

Durch den hohen Wasserbedarf dieser Gattung sind vor allem junge Weiden und Weidenstecklinge regelmäßig mit Wasser zu versorgen. Kalkhaltiges Wasser ist beim Gießen zu vermeiden. Darüber hinaus ist für junge Weiden und Stecklinge eine strukturierte Nährstoffversorgung essenziell. Aufgrund ihrer Wachstumsfreudigkeit entziehen Weiden der Umgebung Energie. Durch das Düngen im Herbst mit Humus oder Laub füllen sich die Nährstoffschichten auf.

Die Gattung der Weiden besticht durch ihre ausgeprägte Schnittunempfindlichkeit. Radikalschnitte sämtlicher Äste sind möglich, ohne dass die Weide einen Schaden davonträgt. Es ist ratsam, vorrangig lichtraubende Seitenäste zu schneiden. Besteht der Wunsch, die Wuchsform der Krone zu verändern, lassen sich die zentral liegenden Leitäste kürzen. Der Zuschnitt erfolgt im Spätherbst, damit ihre Ruten zum Korbflechten Verwendung finden. Auch im Frühjahr und Sommer nach der Blütezeit sind Weiden beschneidbar. Es empfiehlt sich, im Sommer die Äste maximal um die Hälfte zurückzuschneiden, damit die Weide noch genügend Laub behalten kann. In der Zeit bis Februar sind dicke Äste und der Stamm zu kürzen.

Krankheiten/Schädlinge

Weiden zeigen sich robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Ausnahmen bilden Pilzkrankheiten wie Weidenrost und Weidenschorf. Weidenrost verursacht in den häufigsten Fällen optische Mängel wie gelblich bis rötlich verfärbte Blattflecken. Ist eine Weide von Weidenschorf befallen, ist es wichtig, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Der Erreger Pollaccia saliciperda löst diese Krankheit aus und kann das Absterben von Blättern und Triebspitzen bedingen. Eine Bekämpfung ist durch das Anwenden von Fungiziden, Phosphor oder Kali möglich. Es empfiehlt sich, betroffene Weidenteile bis in den gesunden Triebbereich zu schneiden und vom befallenen Gehölz zu befreien.

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