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Eigenschaften

  • mehrjährige, immergrüne Sträucher
  • zauberhafte Blütenglöckchen
  • dekorative Blattfarbe
  • wirkungsvolle Zierpflanzen
  • pflegeleicht und robust

Lavendelheide

Gattung Pieris ab €14.40 kaufen
     
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Pflanzen der Gattung Lavendelheide (bot. Pieris), auch als Schattenglöckchen bekannt, sind keine Verwandten des duftenden Lavendels. Die mehrjährigen, immergrünen Sträucher bestechen durch wunderschön gefärbtes Laub und anmutige Blütenglöckchen.

Die Gattung der Pieris-Sträucher gehört innerhalb der Ordnung der Heidekrautartigen (bot. Ericales) zur Familie der Heidekrautgewächse (bot. Ericaceae). Weltweit sind sieben Arten der Gattung bekannt. Sie sind in Ostasien, Nordamerika und im karibischen Raum beheimatet. Zwei von ihnen, Pieris floribunda und Pieris japonica, gedeihen in Mitteleuropa.
Der botanische Name Pieris ist von den sieben Pieriden abgeleitet, den altgriechischen Musen, die in der Antike als Schutzgöttinnen der Künste galten. Den deutschen Namen Lavendelheide verdankt die Gattung ihren spiralförmig angeordneten Blättern, die denen des Lavendel ähneln.

Blatt

Die Blätter von Pflanzen der Lavendelheide sind länglich, lanzettlich, spitz, kahl und glattrandig. Sie haben feine dunkle Düsenpunkte. Das üppige, ledrige Laub ist abhängig von der Art mittel- bis dunkelgrün. Die Oberseite der Blätter ist leicht glänzend, die Farbe der Blattunterseiten erscheint heller. Bestimmte Arten besitzen einen weißen Blattrand. Die dem Lavendel ähnlichen Blätter sind drei bis acht Zentimeter lang und spiralig angeordnet. Seltener bilden sie Scheinwirtel aus. Bei Scheinwirteln wachsen zwei und mehrere Blätter gestaucht und erwecken den Eindruck eines Knotens. Gewächse der Gattung Lavendelheide sind immergrün. Ihre besondere Laubfarbe macht sie zu wertvollen Zierpflanzen. Die Blätter zeigen, von Art zu Art verschieden, beim Austrieb und im Herbst eine dekorative rot-braune Farbe.

Blüte

Die Gewächse der Gattung bilden im Sommer Blütenstände in Glöckchen-Form aus. Sie zieren die Pflanzen während der Wintermonate und erblühen im Frühjahr vollends. Die Blüten erreichen eine Größe von sechs bis acht Millimetern. Die urnen-förmigen, nickenden Glöckchen sind in endständigen und in den Blattachseln stehenden Trauben, bei wenigen Arten in Rispen angeordnet. Die Rispen und Trauben erreichen eindrucksvolle sechs bis zwölf Zentimeter. Lavendelheide blüht weiß und rosa. Ihre Blüten erinnern an Maiglöckchen. Das reiche Laub der Pflanzen lässt die Farben der Glöckchen zauberhaft strahlen. Ihr Kelch ist in fünf Zipfel unterteilt, an deren Ende sich die Staubblätter und Sporenanlagen befinden.

Frucht

Nach der Blüte bilden Pflanzen der Pieris graubraune, fünfspaltige Kapseln von fünf bis sechs Millimetern aus. Sie enthalten kleine Samenkörner.

Wuchs

Pflanzen der zwittrigen Lavendelheide bilden einen breiten, dichtbuschigen Strauch. Sie wachsen aufrecht zu einer imposanten Höhe von zwei bis vier Metern. Junge Triebe sind kahl. Die mehrjährigen Gewächse beeindrucken durch ihre rötlich-braune Blattfarbe. Die Gattungsarten sind winterhart bis zu Temperaturen von -29 °C.

Standort

Pieris-Gewächse bevorzugen einen hellen, halbschattigen Standort, um in voller Pracht zu erblühen. An dunklen Standorten reduziert sich die Anzahl der Blüten-Glöckchen. Pieris-Pflanzen sind kalk-intolerant. Will der Gärtner Gattungsarten im Garten anpflanzen, sind die Monate August und September ideal. Bei der Auswahl des Standortes kalkuliert er die zu erwartenden Wuchshöhe ein. Schwere Böden vermischt er mit grobem Sand und Kies. Torf und Rindenhumus verbessern den Standort. Lavendelheiden lieben humosen, gut durchlässigen, feuchten und leicht sauren Boden mit einem pH-Wert zwischen 4,2 und 5,5. Ihre Ansprüche ähneln denen von Rhododendron und Azaleen.

Verbreitung

Die Gattung Lavendelheide hat ihren Ursprung in Ostasien, den östlichen Gebieten Nordamerikas und in Gebieten des karibischen Raumes. Große Vorkommen befinden sich in Japan, wo die Pflanzen feuchte Waldgebiete bevorzugen. Von den weltweit sieben Unterarten gedeihen zwei, Pieris floribunda und Pieris japonica, in Mitteleuropa.

Nutzung

Die Gattung der Pieris-Gewächse beeindruckt durch dekorative Ziersträucher. Ihre gute Wuchshöhe macht sie zu einer idealen Heckenpflanze, die zugleich Blickfang ist. Lavendelheide eignet sich hervorragend an Gehölzen, in Steingärten und Kübeln. Die Pflanzen sind in allen Teilen giftig und kommen nicht, wie der namensgebende Lavendel, als Heilpflanze in Betracht.

Pflege/Schnitt

Lavendelheiden-Gewächse benötigen eine bestimmte Grundfeuchte und freuen sich über regelmäßige, dosierte Wassergaben. Das gilt gleichermaßen für Trockenperioden im Winter. Staunässe tolerieren die Pflanzen der Gattung nicht und sie vertragen keinen Kalk. Als Gießwasser eignen sich Regen- und abgestandenes Leitungswasser.

Nach der Blüte empfiehlt es sich, die welken Blütenstände auszulichten. Die Pflanzen treiben danach kräftig aus. Pieris-Gewächse wachsen langsam und benötigen keinen Rückschnitt. Es ist empfehlenswert, dem Substrat im Frühjahr Rindenhumus und Torf beizumischen. Rhododendron-Dünger gibt den Pflanzen im Frühjahr einen guten Wachstums-Anschub.

Das Vermehren von Lavendelheide erfolgt durch Ableger. Die Austriebe trennt der Gärtner von der Mutterpflanze ab und pflanzt sie neu ein. Ein geschützter Standort garantiert, dass die Sonne die Blätter der winterharten Pflanzen nicht schädigt.

Krankheiten/Schädlinge

Pflanzen der Lavendelheide sind robust und gesund. Wurzelfäule, die sich mit gelben Blättern und Trieben bemerkbar macht, ist das Resultat von Staunässe und zu häufigem Gießen. Es genügt, die abgestorbenen Triebe zu entfernen und die Wassergaben zu regulieren. Der einzige relevante Schädling für Pieris-Gewächse ist die Andromeda-Netzwanze. Sie saugt die Blätter der Pflanzen aus. Das Laub ist gesprenkelt, vertrocknet und fällt ab. Jauche-Gaben stärken die Pflanzen. Bei erfolgtem Befall ist der Einsatz eines bienenfreundlichen Insektizids ratsam.

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