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  • Ordnung: Heidekrautartige
  • Familie: 12 Einträge
  • Gattung: 44 Einträge
  • Art: 111 Einträge
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Eigenschaften

  • Zier-und Nutzpflanzen
  • bevorzugen stickstoffarme, saure Böden
  • stets verholzend
  • manche Arten leben symbiotisch mit Pilzen
  • weltweit verbreitet

Heidekrautartige

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Die Ordnung der Ericales (Heidekrautartige) ist sehr variantenreich und umfasst circa 11000 Arten, die sich in 22 Familien unterteilen. Eine Ordnung ist Bestandteil der systematischen Einteilung der Pflanzenwelt, die auf den schwedischen Naturforscher Carl von Linné zurückgeht. Seine Erkenntnisse, veröffentlich im Jahr 1735, sind bis heute aktuell. Neue Forschungsergebnisse tragen seitdem laufend zu einer weiteren Entwicklung und Präzisierung dieser Systematik bei. Ericales gehören, entsprechend dieser Einteilung, der Gruppe der Blütenpflanzen (Bedecktsamer) an, die wiederum der Abteilung der Gefäßpflanzen und dort der Unterabteilung der Samenpflanzen angehören.

Die Pflanzen der Ericales lassen sich morphologisch fast nicht charakterisieren. Das liegt daran, dass diese Ordnung mit einer große Bandbreite an Arten aufwartet, die zum Teil extrem unterschiedliche Lebensweisen zeigen. So umfasst Ericales Nutzpflanzen wie Kiwi, Teestrauch und Heidelbeere. Auch heimische Heidekräuter, das fleißige Lieschen und Ziersträucher, wie der beliebte Rhododendron, fallen unter diese Ordnung.
Die Vielfalt innerhalb der Ericales zeigt sich auch bei den sogenannten mycotrophen Pflanzen. Diese gehen eine symbiotische Verbindung mit speziellen Pilzen im Erdreich ein. Mycotrophe Pflanzen, wie der Fichtenspargel, enthalten kein Chlorophyll und führen keine Photosynthese durch. Sie ernähren sich nicht vom Sonnenlicht, sondern ausschließlich von den Pilzen mit denen sie einvernehmlich zusammenleben. Fleischfressende Pflanzen und solche, die als Parasiten auf anderen Pflanzen leben, tragen zusätzlich zum vielfältigen Spektrum der Ericales bei.

Aufgrund dieser großen Bandbreite ist es kein Wunder, dass Pflanzen der Ericales ein wichtiger Bestandteil des Unterwuchses in tropischen Regenwäldern sind. Etwa 20 % des Pflanzenbestandes der Regenwälder gehören dieser Ordnung an. Vielfach bedecken Ericales große, zusammenhängende Gebiete, wo sie oft als einzige Pflanzenart wachsen. Ein Beispiel ist das ursprünglich aus Indien stammende drüsige Springkraut, das sich bei günstiger Witterung stark ausbreitet und andere Pflanzen verdrängt.

Blatt

Die meisten Arten tragen wintergrüne, häufig spiralig angeordnete Blätter. Einige Arten bilden schuppenförmige Blätter aus. Charakteristisch für viele Arten dieser Ordnung, ist ein gut sichtbarer Blattnerv, der sich in den Blattzahn hineinzieht.

Blüte

Die meist zwittrigen Blüten sind überwiegend fünfzählig. Sie sind häufig in Trauben angeordnet und haben verwachsene Blütenhüllblätter. Die Anzahl der pollenbildenden Organe, der sogenannten Staubblätter, ist bei Ericales oft in doppelter Anzahl zur Anzahl der Kronblätter. Diese haben die Funktion Insekten anzulocken

Frucht

Die Früchte der Ericales bilden sich als Kapseln, Beeren oder Steinfrüchte. Die Samenhülle ist oft dünn und einige Arten enthalten bestimmte pflanzeneigene Chemikalien, (Irdoide), die die Pflanzen möglicherweise vor Fraßfeinden schützen.

Wuchs

Ericales kommen überwiegend als verholzende Sträucher und Zwergsträucher vor. Vereinzelt gibt es Arten, die sich als kleine Bäume, krautige Pflanzen und Lianen zeigen.

Verbreitung

Ericales sind weltweit verbreitet und wachsen bevorzugt auf stickstoffarmen und sauren Böden in den gemäßigten und borealen Zonen sowie den Hochgebirgen. Pflanzen dieser Ordnung sind in den Alpen wie in tropischen Regenwäldern anzutreffen.

Nutzung

Pflanzen der Ericales liefern Nahrung in Form von Früchten und Beeren. Dazu gehören Kiwis, Heidelbeeren, Preiselbeeren oder Kakifrüchte. Einige Arten, wie der Rhododendron, wachsen im heimischen Garten als Zierpflanzen. Aus anderen Arten lässt sich Tee gewinnen. Eibenholz spielt im Instrumentenbau ein Rolle, während Latex für Matratzen, Schuhsohlen und Kaugummis von Nutzen ist.

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