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Eigenschaften

  • Sträucher oder Zwergsträucher
  • sehr blütenreich
  • weiße oder rote Blütenstände
  • extrem anspruchslos und pflegeleicht
  • beheimatet auf der Nordhalbkugel

Spiersträucher

Gattung Spiraea ab €3.00 kaufen
     
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Die Gattung der Spiersträucher (bot. Spiraea) gehört zur Familie der Rosengewächse (bot.Rosaceae). Sie umfasst zwischen 80 und 100 Arten. Als winterharte und vielseitig einsetzbare Pflanzen sind die attraktiven Blühsträucher beliebte Zierelemente in Gärten und Parks.

Die artenreiche Gattung der Spiersträucher bietet für jede Gestaltungsidee im Garten eine Lösung. Die ersten Arten blühen ab April, wohingegen die Spätblüher unter den Spiersträuchern den Garten bis in den Herbst mit ihrer Blütenpracht erfüllen. Unterschiedlichste Standorte und Nutzungen stellen für die Spiersträucher kein Problem dar. Einige generalistische Arten eignen sich als hochwachsende Sichtschutzbepflanzung, während andere klein bleiben und den Steingarten bereichern. Allen Arten ist gemein, dass sie sich widerstandsfähig und robust im Garten etablieren und auch radikale Schnittmaßnahmen genügsam verzeihen. Als Hecke gepflanzt, wachsen Spiersträucher dicht und üppig. Auch ohne Laub bieten sie in der kalten Jahreszeit einen effizienten Sichtschutz. Als Einzelelement oder Kübelpflanze machen Spiersträucher eine gute Figur und sind extrem pflegeleicht. Spiersträucher sind perfekt für Gartenanfänger oder für Hobbygärtner geeignet, die ohne großen Zeitaufwand nicht auf gesunde Blütenpracht im Garten verzichten wollen.

Blatt

Die einfachen Laubblätter sind am Rand gezähnt, gesägt oder gelappt. Sie sind länglich-oval und stehen kurz gestielt wechselständig am Stängel. Nebenblätter existieren nicht. Spiersträucher werfen ihre Blätter im Winter ab.

Blüte

Die Vielzahl der Spierstrauch-Arten umfasst eine Vielzahl an Blühbildern. Immer stehen die zwittrigen Blüten in Blütenständen zusammen und bilden attraktive Rispen, Schirmrispen, Dolden oder Schirmtrauben. Die Einzelblüten sind klein, kreissymmetrisch und setzen sich aus fünf Kronenblätter zusammen. Die Staubblätter sind zahlreich mit bis zu 60 pro Blüte. Die Blühfarbe ist weiß, seltener pink, violett oder rot.

Frucht

Die Frucht verlieh der Gattung ihren Namen. Das aus dem Griechischen stammende Wort Spiraea bedeutet so viel wie Windung und bezieht sich auf die in sich gedrehte Frucht. Diese ist als Balgfrucht ausgebildet und enthält zahlreiche Samen.

Wuchs

Bei den Spiersträuchern handelt es sich entsprechend des deutschen Namens um Pflanzen mit strauchartigem Wuchs. Sie sind sommergrün und bei uns winterhart. Sie erreichen je nach Art Wuchshöhen von 20 Zentimetern bis hin zu Übermannsgröße mit zwei Metern und mehr.

Standort

Die meisten Spiersträucher gedeihen gut an vollsonnigen bis halbschattigen Standorten. Einige Arten begnügen sich mit vollschattigen Bereichen des Gartens. An den Boden stellen die Arten dieser Gattung keine besonderen Ansprüche.

Verbreitung

Die Spiersträucher sind in den gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel heimisch und zeigen ihren Verbreitungsschwerpunkt in Ostasien.

Nutzung

Wegen ihrer auffälligen Blütenpracht und unkomplizierten Pflege sind verschiedene Arten der Spiersträucher heute in Gärten und Parks als Ziergewächse anzutreffen. In der Vergangenheit waren Spiersträucher in der Naturmedizin bedeutsam. So enthalten Spiersträucher den Wirkstoff Aspirin, der in Anlehnung an diese Pflanzengattung seinen Namen erhielt. Entsprechend kamen aus dem Spierstrauch gewonnene Produkte bei schmerzhaften Beschwerden zum Einsatz. Bei Naturvölkern, wie den amerikanischen Ureinwohnern, war das stabile aber flexible Holz beliebt als Besenstiel oder Kochgestell über offener Flamme.

Pflege/Schnitt

Allen Spierstrauch-Arten ist ihr pflegeleichter und robuster Wuchs gemein. Auch mit geringem Pflegeaufwand wachsen die Sträucher üppig und stellen ihre Blütenpracht zur Schau. Eine regelmäßige Wässerung ist im ersten Jahr hilfreich. Ist der Strauch gut angewachsen, ist es ausreichend, die Pflanze bei längerer Trockenheit zusätzlich zu wässern. Eine Schicht Rindenmulch hilft dabei, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Das Düngen der Spiersträucher ist in der Regel nicht notwendig. Nur bei sehr armen Böden oder vollschattiger Lage ist eine Düngergabe im zeitigen Frühjahr sinnvoll. Da alle Arten winterhart sind, ist kein spezieller Winterschutz nötig. Die Vermehrung der Spiersträucher ist unkompliziert und lässt sich über Stecklinge oder Absenker durchführen.

Der richtige Moment für den Rückschnitt ist vom Blühzeitpunkt des Strauches abhängig. Der Rückschnitt für früh blühende Arten erfolgt direkt nach der Blüte. Der Rückschnitt für spät blühende Arten erfolgt im nächsten Frühjahr, bevor die frischen Triebe erscheinen. Dabei vertragen die üppig wachsenden Sträucher beherztere Rückschnitte gut. Steht der Spierstrauch in einer Hecke, empfiehlt sich ein leichter Trapezschnitt, der es dem Licht erlaubt an die unteren Pflanzenbereiche zu gelangen. Je nach Vorliebe erfolgt der Verjüngungsschnitt von Solitärpflanzen jährlich oder alle drei bis vier Jahre.

Krankheiten/Schädlinge

Spiersträucher stellen eine zuverlässige Nahrungsquelle für verschiedene Schmetterlingsarten dar. Zu den schönen Gästen zählen der Goldafter, das Kleine Nachtpfauenauge oder die Pfeileule. Deren Raupen fressen an den Blättern, treten jedoch nie in größerer Zahl auf. Entsprechend ist die Schadwirkung zu vernachlässigen. Auch gegenüber Krankheiten zeigt sich der Spierstrauch robust. Der Schnitt mit stumpfen Gerätschaften führt gelegentlich zu Quetschungen und anschließendem Bakterienbefall. Geeignetes, scharfer Schnittwerkzeug ist ein effektiver Schutz.

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