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Eigenschaften

  • große glockenförmige Blüten
  • blühen hellblau bis violett
  • geeignet für verschiedenste helle Standorte
  • anspruchslose Pflanzen
  • über 300 verschiedene Arten

Glockenblumen

Gattung Campanula ab €3.00 kaufen
     
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Die Gattung der Glockenblumen (bot. Campanula) zählt zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Mehr als 300 Arten zählen zu der Gattung. Ihren deutschen Namen verdanken die Pflanzen ihrer botanischen Bezeichnung. Campanula bedeutet übersetzt Glöckchen.

Diese Gattung beeindruckt mit unglaublich vielgestaltigen Arten. Das Verwendungsspektrum der Glockenblumen reicht von der Wildstaudenpflanzung über Staudenrabatte bis hin zum kargen Alpinum. Sie entpuppt sich als Talent, wenn es um die Entwicklung auf unterschiedlichen Standorten geht und ist eine wahre Künstlerin unter den Blütenpflanzen. So verschieden die Einsatzbereiche der Glockenblumen sind, so unterschiedlich sind ihre Wuchsstrukturen. Es gibt sowohl niedrigwüchsige Zwergarten als auch große Vertreter, die andere Pflanzen im Beet deutlich überragen. Höher wachsende Arten eignen sich gut für den Schnitt und zur Kultivierung in Töpfen. Ihre Blütenpracht erstrahlt im Sommer in den verschiedensten Blautönen. Einige Ausnahmen entwickeln weiße Blüten, die edle Akzente in vielen Beeten setzen. Damit besitzen sie einen unschätzbaren Wert für einen sommerlichen Garten, wunderschöne Terrassen und einen farbenfrohen Balkon.

Blatt

Glockenblumen haben ungeteilte Blätter. Einige Arten entwickeln herzförmige Blattspreiten. Der Blattrand ist glatt oder gezähnt. Am Blattrand sitzen bei den meisten Arten kleine weiße Drüsen. Nebenblätter sind nicht ausgebildet.

Blüte

Glockenblumen sind leicht erkennbar an der typischen Blütenform. Die zwittrigen Blüten haben eine doppelte Blütenhülle. Die fünf Kronblätter sind miteinander verwachsen und bilden einen glocken- oder sternförmigen Becher aus. Die als Kronzipfel bezeichneten Spitzen der Kronblätter sind nicht miteinander verwachsen. Sie wirken wie eine gezackte Krone, die der Blüte ihre ganz besondere Schönheit verleiht.

Je nach Art öffnen sich die großen Blüten zwischen Juni uns September und verwandeln den Garten in ein strahlendes Blütenmeer. Die meisten Arten erstrahlen in einem kräftigen Blauton in verschiedenen Nuancen von blassem Himmelblau bis tiefviolett. Daneben gibt es einige weißblühende Arten. So variabel die Blütenfarben sind, ist die Anordnung der Blüten. Je nach Art stehen sie einzeln oder in dichten rispen- oder traubenförmigen Blütenständen. Die fünf Kelchblätter sind miteinander verwachsen.

Frucht

Glockenblumen bilden eine spezielle Form von Kapselfrüchten aus. Die als Porenkapseln bezeichneten Früchte öffnen sich nur an bestimmten Stellen, um die zahlreichen kleinen Samen zu entlassen.

Wuchs

Glockenblumen sind ausdauernde Arten mit krautigem Wuchs. Nur wenige Vertreter sind ein- bis zweijährig.

Standort

Für nahezu jeden Standort im Garten findet sich eine Glockenblumenart, die dort ohne Schwierigkeiten wächst. Ihr Lebensraum erstreckt sich über Beete, Gehölzränder, Freiflächen bis hin zu Steinanlagen, Felssteppen, Steinfugen und Mauerkronen. Die Pflanzen mögen einen hellen Standort, benötigen keine direkte Sonneneinstrahlung. An diesen Stellen entwickeln die Pflanzen einen dichten Wuchs und viele Blüten. Das Substrat ist idealerweise humos und gut wasserdurchlässig. Glockenblumen bevorzugen lehmarmen und aufgelockerten Boden.

Verbreitung

Die Arten dieser Gattung wachsen auf verschiedenen Standorten. Ihre Verbreitung erstreckt sich in den europäischen Breiten über Wiesen, Wälder, Wege oder Felsen. In Höhen von mehr als 2000 Meter kommen ebenfalls viele Glockenblumen vor. Ihre geringen Ansprüche an den Standort, erlaubt den Glockenblumen das Wachstum im Himalaya. Auch im Mittelmeerraum, auf den Balkaninseln, in Ostasien und Nordamerika haben sich Glockenblumen etabliert.

Nutzung

Viele niedrigwüchsige Arten bevorzugen trockene Standorte und eignen sich daher gut zur optischen Aufwertung von Trockenrasen und Steinanlagen. Sie bilden einen farbenprächtigen Kontrast zu niedrigen Schafgarben und fügen sich optimal zu Thymian und Schleierkraut. Die mittelgroßen und großen Arten eignen sich optimal zur Bepflanzung von Wildstauden und Beeten. Neben Nachtkerzen, Margeriten oder hohen Ehrenpreisen machen Glockenblumen eine traumhaft gute Figur. Ihre besondere Blütenform macht sie zu optimalen Begleitern von Rosen.

Große Arten haben einen hohen Wuchs. Sie eignen sich optimal als Schnittblumen. Einige Glockenblumenarten gedeihen gut in Töpfen. Während sie im Sommer den Balkon farblich aufwerten, setzen sie in der kalten Jahreszeit jeden Wintergarten in Szene. Beliebt als Topfpflanze sind Arten des Mittelmeerraums. Allerdings sind diese frostempfindlich.

Pflege/Schnitt

Glockenblumen sind extrem pflegeleicht. Es reicht aus, die vertrockneten Triebe abzuschneiden. Ein Rückschnitt empfiehlt sich nur in zu dicht gewachsenen Beeten. Hochwüchsige Arten zeigen sich dankbar, wenn sie einen Pflanzstab zur Fixierung bekommen. Während der Wachstumsphase benötigen Glockenblumen viel Wasser. Ein regelmäßiges Gießen in Trockenzeiten begünstigt die Wurzelbildung. Das ist vor allem bei Topfpflanzen zu beachten.
Um eine Fäulnisbildung an den Wurzeln zu vermeiden, ist Staunässe zu verhindern. Im Garten ausgepflanzte Arten überwintern die kalte Jahreszeit in der Erde. Sie treiben ohne Zutun im nächsten Frühjahr erneut aus. Topfpflanzen verbringen den Winter an einem geschützten Ort mit einer Temperatur von weniger als +10°C und nicht zu feuchten Verhältnissen. Unter Einsatz von Düngern, entwickeln Glockenblumen eine vollere Blütenpracht und blühen länger. Über Samen lassen sich die Arten vermehren. Im Frühjahr lassen sich die Pflanzen über Stecklinge vervielfältigen. Eine Vermehrung durch Teilung größerer Pflanzen ist ebenfalls möglich.

Krankheiten/Schädlinge

Die rote Spinne ist ein Schädling, der die Blätter von Glockenblumen mit einem feinen Gespinst überzieht. Auf dem Blatt sind kleine helle gelblich bis weiße Flecke zu erkennen. Wenn die Pflanze stärker befallen ist, ändert sich ihre Blattfarbe von grün über graugrün bis hin zu kupferbraun. Gegen diesen Schädling helfen Pflanzenschutzsprays. Um den Befall einzudämmen, hilft ein Abspülen der Blätter mit lauwarmem Wasser.

Der Grauschimmel ist eine weit verbreitete Pilzerkrankung, die sich unter den Glockenblumen ausbreitet. Der Schimmel breitet sich schnell bei verwässerter Topferde aus. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, die permanent auftritt, begünstigt das Wachstum des Grauschimmels. Fungizide bekämpfen den Schädling. Ein trockener Standort mit geringerer Luftfeuchte wirkt sich positiv auf die Bekämpfung des Pilzbefalls aus.

Schmierläuse zählen zu den oft beobachteten Schädlingen an Campanula-Arten. Die Läuse bilden ein kleines weißes Gespinst auf den Blättern. Sie saugen Pflanzensaft und injizieren gleichzeitig einen giftigen Speichel in die Gefäße der Pflanze. Dadurch vermindern sie die Vitalität der Pflanze und behindern ihr Wachstum. Pflanzenschutzmittel bekämpfen diesen Schädling, der sich schnell auf andere Glockenblumen ausbreitet. Bei dünnblättrigen Pflanzen empfiehlt sich eine sparsame Verwendung von Niem-Öl-haltigen Pflanzenschutzmitteln. Die Öle verkleben die Poren der Pflanzen und bewirken somit das Absterben.

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