Klassifikation

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  • Ordnung: Malvenartige
  • Familie: Malvengewächse
  • Gattung: 11 Einträge
  • Art: 18 Einträge
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Eigenschaften

  • auffällig große Blüten
  • eingedrehte Kronblätter, die sich überdecken
  • Röhre aus verwachsenen Staubblättern umschließen den Griffel[
  • Sternhaare
  • viele Arten mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung

Malvengewächse

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Die Familie der Malvengewächse (bot. Malvaceae), die zur Ordnung der Malvenartigen (Malvales) gehört, erfährt laufend eine Überarbeitung und Erweiterung. Die Zahl der zu ihr zählenden Gattungen ist mittlerweile auf rund 240 angestiegen.

Die Gattungen enthalten rund 4.300 verschiedene Arten. Durch neue Studien zählen die Unterfamilien der Lindengewächse, der Wollbaumgewächse und der Sterkuliengewächse zu den Malvaceaen. Dementsprechend breit gefächert sind die Pflanzenmerkmale. Zur Familie zählen Arten wie die Winterlinde (Tilia cordata) oder die Moschus-Malve (Malva moschata).

Blatt

Die Laubblätter der Malvaceaen sind wechselständig angeordnet und zum größten Teil gestielt. In seltenen Fällen folgen die Blätter einer spiralförmigen Anordnung. Die Blattspreite ist von fingerförmigen Nerven durchzogen. Ihre Form ist handförmig gelappt oder gefiedert, geteilt oder einfach.
Der Blattrand reicht von ganzrandig über gesägt bis zu gezähnt. Bei gezähnten Blatträndern endet eine Blattader in jeweils einem Zahn. Malvaceaen bilden Nebenblätter aus, die seltener reduziert sind.

Blüte

Malvaceaen bilden seitenständige, auffällig gefärbte und überwiegend große Blüten aus. Die Pflanzen sind zwittrig und in wenigen Fällen getrenntgeschlechtlich. Unter den getrenntgeschlechtlichen Pflanzen gibt es männliche und weibliche Pflanzen und Individuen, die beide Geschlechter in getrennten Blüten entwickeln.
Malvengewächse entwickeln sowohl Einzelblüten als auch Blütenstände. Bei einigen tropischen Arten sitzen die Blüten direkt an den verholzten Pflanzenteilen. Dadurch bekommen kleine Säugetieren die Möglichkeit, die Pflanze zu befruchten.

Typisch ist die radiärsymmetrische Form. Selten treten spiegelsymmetrische oder asymmetrische Blüten auf. Sie bestehen aus fünf Kelchblättern und fünf Kronblättern. Oft bildet sich ein zusätzlicher Außenkelch aus drei bis zehn verwachsenen Blättern. Während die Kelchblätter an ihrer Basis miteinander verwachsen, stehen die Kronblätter weitestgehend frei. Der Grund der Kronblätter ist bei vielen Arten eingedreht, die Kronblätter überdecken sich gegenseitig. Es gibt einige Arten, die keine oder stark reduzierte Kronblätter ausbilden.
Im Zentrum der Blüten sitzen fünf Staubblätter, die teilweise mit den Kronblättern verwachsen. Im Laufe der Evolution bildeten viele Malvaceaen sekundäre Staubblätter aus. In einer Blüte sitzen bis zu 1.000 Staubblätter. Die sekundären Staubblätter sind so miteinander verwachsen, dass sie den Griffel wie eine Röhre umschließen. Dieses Merkmal kommt bei den Unterfamilien der Wollbaumgewächse (botanisch Bombacoideae) und den Malvoideaen vor. Eine solche Röhre aus verwachsenen Staubblättern nennt sich Columna.

Der Fruchtknoten ist oberständig und besteht aus zwei oder mehreren miteinander verwachsenen Fruchtblättern. Der Griffel schließt mit einer Narbe, die aus fünf Lappen besteht. Die Blüten bilden Nektarien aus, die Nahrung für Insekten liefern. Sie sitzen auf den Kelchblättern und bestehen aus mehreren Drüsenhaaren. Die meisten Arten sind insektenbestäubt. Einige Arten sind auf eine Bestäubung durch Vögel spezialisiert.

Frucht

Malvaceaen bilden verschiedene Fruchttypen aus. Viele Arten entwickeln Kapselfrüchte oder Spaltfrüchte. Seltener produzieren sie Steinfrüchte, Beeren und Nüsse. Die Früchte sind häufig mit Haaren und Stacheln besetzt. Auch die Samen enthalten bei manchen Arten Haare, wie es von den Baumwollpflanzen (Gossypium) bekannt ist. Andere Arten produzieren Samen mit Flügeln oder einer fleischigen Hülle als Samenmantel.

Wuchs

Die überwiegenden Arten sind krautige, einjährige oder verholzende Pflanzen. Seltener gibt es innerhalb der Malvengewächse verholzende Pflanzen, die sich zu Sträuchern oder Bäumen entwickeln. Diese Arten bilden eine faserhaltige Borke aus. Auch Lianen sind in dieser Familie enthalten.
Viele Malvengewächse bilden Schleimzellen. Oft sind die einzelnen Pflanzenteile behaart, seltener mit Dornen oder Stacheln bewehrt. Die Haare besitzen eine Struktur von sternförmigen Fächern.

Verbreitung

Malvengewächse sind auf der ganzen Welt verbreitet. Eine Vielzahl der Arten kommt in den tropischen Regionen vor. Hier dominieren verholzte Pflanzen. In den gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel kommen vermehrt krautige Arten vor. Einige Arten existieren in der Dauerfrostzone. Malvengewächse sind daher echte Kosmopoliten.

Nutzung

Zu den Malvengewächsen zählt der Kakaobaum (Theobroma cacao), dessen Früchte fermentiert und anschließend zu Kakaopulver und Kakaobutter weiterverarbeitet werden. Auch die Kolabäume (Cola) gehören zu dieser Familie. Sie bilden Schließfrüchte, deren Samen zur Herstellung des gleichnamigen Erfrischungsgetränks dienen.
Von wirtschaftlicher Bedeutung ist die Baumwollpflanze (Gossypium). Kultiviert sind hauptsächlich die Arten Gossypium arboreum, Gossypium barbadense, Gossypium herbaceum und Gossypium hirsuta. Die Blätter einiger Arten sind von medizinischer Bedeutung. Als Tee dienen sie zur Bekämpfung verschiedener Erkrankungen.

Im afrikanischen, arabischen und asiatischen Raum sind Malvengewächse wie die Okra (Abelmoschus esculentus) eine Gemüsebeilage. Diese Pflanze zählt zu den ältesten Pflanzen der Welt, die als Nahrung dienen. Ihre Samen haben einen bohnenähnlichen Geschmack. Im südostasiatischen Raum sind die Früchte des Durianbaums (Durio zibethinus) eine beliebte Nachspeise.
Forstwirtschaftlich sind Linden (Tilia) als Straßenbäume bedeutsam. Zahlreiche Arten wie die Schönmalven (Abutilon) oder Hibiskus (Hibiskus) gelten als beliebte Zierpflanzen. Der Chinesische Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis) ist die am häufigsten in Gärten und Parks angepflanzte Malvaceae.

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