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Eigenschaften

  • Gattung mit 60 Arten
  • schlanker, hoher Wuchs
  • Farbvielfalt
  • anspruchslos
  • Selbstaussaat

Stockrosen

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Die Stockrosen (bot. Alcea) sind auch als Stockmalve bekannt. Trotz ihres Namens gehören Stockrosen nicht zu den Rosengewächsen. Die Pflanzengattung zählt zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Die Gattung Alcea kommt in Asien sowie in Süd- und Osteuropa wild vor. Es gibt rund 60 Arten von Stockrosen.

Zahlreiche Sorten, vor allem die Alcea rosea, sind traditionelle und bis heute beliebte Zierpflanzen. Sie fehlten früher in keinem Bauerngarten und schmücken bis heute Staudenbeete oder Beetränder. Stockrosen sind einjährige oder zweijährige, krautige Pflanzen. Sie werden zwischen einem und drei Meter hoch. Im zweiten Standjahr bilden sie gefüllte oder ungefüllte Blüten. Die erste wissenschaftliche Untersuchung der Stockrosen erfolgte durch den schwedischen Botaniker Carl von Linné. Er veröffentlichte seine Ergebnisse im Jahr 1753.

Blatt

Im ersten Standjahr bilden sich bei den Stockrosen grundständige Laubblätter. Im zweiten Jahr wachsen die Laubblätter an einem meist unverzweigten langen Stängel. Die Blätter sind gestielt und wechselständig. Auch Nebenblätter sind vorhanden. Die Blattspreite ist bei Stockrosen eiförmig, rundlich bis herzförmig. Sie sind artabhängig drei- bis siebenteilig. Der Blattrand ist gesägt oder gekerbt. Die Struktur der Blätter ist faltig und ihre Oberfläche ist meist behaart.

Blüte

Stockrosen bilden von Juli bis September attraktive kelchförmige Blüten. Diese sind zwittrig und stehen einzeln oder zu mehreren in den Blattachseln. Meist ergibt sich ein traubiger Blütenstand. Die Blüte ist strahlig und zwischen fünf und zehn Zentimeter breit. Die fünf Kelchblätter sind flaumig behaart und verwachsen. Die Kronblätter sind bei den Wildarten oftmals breiter als drei Zentimeter. Die Farbpalette reicht von Rot, Purpur, Rosa, Gelb oder Weiß. Die Blütenstiele sind kurz. Die Staubbeutel sind meist gelb und der Fruchtknoten bildet rund 15 Kammern mit jeweils einer Samenanlage.

Frucht

Nach der Blüte entwickeln sich bei den Stockrosen scheibenartige flache Spaltfrüchte. Sie zerfallen in kahle oder flaumartig behaarte Teilfrüchte mit Samen.

Wuchs

Alcea-Arten wachsen aufrecht und haben eine schlanke Wuchsform. Es sind ein- oder zweijährige oder ausdauernde, krautige kurzlebig Pflanzen. Die vegetativen Pflanzenteile weisen eine Behaarung auf. Meist ist der Stängel unverzweigt. Die Pflanze wird zwischen 100 und 300 Zentimeter hoch.

Standort

Stockrosen sind anspruchslos und wachsen auf Brachland an Wegrändern oder auf Erdhaufen. Sie gedeihen vorzüglich an einem sonnigen oder halbschattigen Standort im Schutz einer Hauswand. Eine spezielle Gartenerde ist für die Pflanzen nicht notwendig.

Verbreitung

Die Gattung der Alcea kommt wild in Süd- und Osteuropa, im Mittelmeergebiet sowie in Klein- und Zentralasien vor. Sie stehen in vielen subtropischen Regionen in Kultur und haben sich vielfach ausgewildert.

Nutzung

Stockrosen sind seit Jahrhunderten beliebte Zierpflanzen, die von Juli bis September und bis in den Oktober hinein blühen. Es gibt mittlerweile viele Sorten in den unterschiedlichsten Farbtönen und Blütenformen. Diese reichen von Rot, Purpur, Schwarz, Violett, Rosa bis zu Gelb, Apricot oder Weiß, von ungefüllt bis gefüllt. Bei den meisten Zierpflanzen handelt es sich um die Art Alcea rosea. Die hochwachsenden Pflanzen haben ein romantisch-natürliches Flair und sind der Inbegriff eines typischen Bauern- oder Cottagegartens. Sie zieren Beete, Beetränder, Hauswände oder Zäune. Meist erobern sich die Pflanzen einen festen Platz.

Pflege/Schnitt

Der Zeitpunkt für den Rückschnitt entscheidet darüber, ob sich die Stockrosen an ihrem Standort aussät und vermehrt. Ein Rückschnitt im Herbst fördert die Selbstaussaat der Alcea-Arten. Kürzt der Pflanzenliebhaber die Stockrose nach der Blüte bis in Bodennähe ein, bilden sich keine Samenkapseln. Die ungefüllten Alcea-Sorten blühen im folgenden Jahr erneut. Sät sich die Mutterpflanze aus, stirbt sie ab. In der Folge entwickeln sich aus den Samen neue Pflanzen.

Krankheiten/Schädlinge

Stockrosen sind empfindlich gegenüber Malvenrost, der den Pflanzen vor allem im Sommer zusetzt. Er zeigt sich durch gelbe und bräunliche Flecken auf den Blattoberseiten, verursacht durch einen Pilz. Befallene Blätter sind sofort zu entfernen. So lässt sich ein weiteres Ausbreiten verhindern.

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