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Eigenschaften

  • imposante Bäume mit ausladenden Kronen
  • lieben Licht und Feuchtigkeit
  • nektarreiche Blüten dienen als Bienenweide
  • Blüten eignen sich für Tees und Säften ...
  • werden bis zu 1000 Jahre alt

Linden

Gattung Tilia ab €18.10 kaufen
     
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Die Linden (bot. Tilia) gehören zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Zu den Linden gehören rund 20 Baumarten und zahlreiche natürliche Hybriden. Linden sind in der Lage, ein Alter von bis zu 1000 Jahren zu erreichen. In unseren Breiten ist die Linde seit jeher eng mit dem kulturellen Leben der Menschen verknüpft. Sie galten als heilig und es kam ihnen besondere Bedeutung im Alltag zu.

Die zentralen Dorflinden waren Treffplatz zum Austausch. Unter Tanzlinden findet der Tanz in den Mai statt. Unter sogenannten Gerichtslinden befanden die Menschen früher über Recht und Unrecht. Einige der ältesten Bäume Deutschlands sind ehemalige Gerichtslinden. Auch heute noch ziehen uns die prachtvollen Einzelbäume magisch an. Mit ihren ausgreifenden Kronen und dem saftigen Grün stellen sie einen imposanten Blickfang in Parks und Gärten dar. Linden gelten als wichtige Nektarproduzenten für die heimische Tierwelt. Vor allem den spät blühenden Arten, wie der Winterlinde (Tilia cordata), kommt eine besondere Bedeutung bei der Versorgung von Hummeln und anderen Insekten zu. So werten Linden als markantes Straßengrün das Leben der Menschen auf und erfüllen gleichzeitig eine wichtige ökologische Funktion im Siedlungsbereich.

Blatt

Das Blatt ist herzförmig und lang gestielt. Die Blätter sind wechselständig angeordnet, kahl und ganzrandig.

Blüte

Der Blütenstand erscheint frühestens nach sechs Jahren und ist von einem länglichen Hochblatt umgeben. Die Einzelblüten sind klein und zweigeschlechtlich. Die radiärsymmetrischen Blüten sind fünfzählig mit fünf weißen oder gelben Kronenblättern.

Frucht

Nach der Blüte entstehen runde Schließfrüchte, die mit Hilfe des flügelartigen Hochblattes langsam zu Boden gleiten.

Wuchs

Bei Linden handelt es sich ausschließlich um sommergrüne Bäume. Abhängig von der Art erreichen sie maximale Wuchshöhen von 15 bis 40 Metern. Die Krone eines ausgewachsenen Baumes umfasst einen Radius von bis zu 30 Metern.

Standort

Linden mögen es hell und bevorzugen sonnige oder halbschattige Standorte. Der ideale Boden ist kalkhaltig, feucht und locker. Da es sich um Bäume handelt, ist es wichtig, ausreichend Platz einzukalkulieren, damit sich die Linde, ohne Schaden am Haus oder Weg zu verursachen, enfaltet.

Verbreitung

Linden gedeihen in den gemäßigten bis subtropischen der nördlichen Welt. In Deutschland sind drei Arten in den Wäldern heimisch.

Nutzung

Als kräftige Baumart liefern Linden ein für Bildhauerei und Drechslerarbeiten nutzbares Holz. Es findet zum Beispiel in der Möbelindustrie, Kunst und bei der Herstellung von Bleistiften Verwendung. Wegen der nektarreichen Blüten, die einen aromatischen Nektar produzieren, sind Linden als Bienennährgehölze bei Imkern beliebt. Linden finden Anwendung in der Naturheilkunde und es lassen sich spezielle Lindentees und -säfte aus den Blüten der Linde herstellen.

Pflege/Schnitt

Die vorgezogene Linde lässt sich im Garten im Herbst oder zeitigen Frühjahr pflanzen, Auf diese Weise investiert der Baum keine Energie in die Blätter, sondern hat Zeit gut anzuwurzeln. In den ersten Wochen nach der Pflanzung sind die Jungbäume noch frostgefährdet. Dagegen sind gut angewachsene Exemplare der heimischen Lindenarten winterhart und benötigen keinen speziellen Frostschutz.

Linden benötigen ausreichende Feuchtigkeit und vor allem bei jungen Bäumen ist auf eine ausreichende Wässerung zu achten. Staunässe ist zu vermeiden. Ältere Linden sind in der Lage, mit ihren Wurzeln den Grundwasserspiegel zu erreichen und sich mit Wasser zu versorgen. Das Düngen mit Kompost verhilft dem Baum in den ersten Jahren zu einem kräftigeren Wuchs. Ein Rückschnitt erfolgt bei Bedarf im Herbst.

Krankheiten/Schädlinge

Ein gesunder Lindenbaum ist wenig krankheitsanfällig. Ein charakteristischer Schädling der Linden ist die Lindenspinnmilbe (Eotetranychus tiliarium), die bevorzugt Straßenbäume befällt. Bei starkem Befall verfärben sich die Blätter dunkel und der Baum entlaubt frühzeitig. Als Gegenmaßnahme bietet sich der Einsatz von Raubmilben an. Vorbeugend empfiehlt es sich, die Linde mit einem ausgeprägten Unterwuchs zu vergesellschaften. Entsprechend gepflanzte Bäume scheinen weniger anfällig gegen die Spinnmilbe zu sein.

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