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Eigenschaften

  • aufrecht wachsend, krautig
  • blütenreich
  • in Europa und Asien beheimatet
  • beliebte Zierpflanzen
  • pflegeleicht

Eibisch

Gattung Althaea ab €3.70 kaufen
     
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Der Eibisch (bot. Althaea) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Malvengewächse. Althaea ist großflächig verbreitet und von Europa bis Südwestasien sowie Zentralasien beheimatet. Die erste schriftliche Erwähnung und Klassifizierung der Pflanzengattung fand im Jahr 1753 durch Carl von Linné statt. Es gibt rund zwölf Althaea Arten, von denen der Echte Eibisch die bekannteste und in der Heilkunde wichtigste Pflanzenart ist.

Namensgebend für die Gattung des Eibisch ist der griechische Begriff althaia, der sich mit Heilkraut und wilde Malve übersetzen lässt. Ableitungen der Begrifflichkeit stehen für heilkräftig und wachsend. Alle Althaea-Arten sind einjährig oder ausdauernd und krautig. Sie wachsen selbständig aufrecht und haben an vielen Pflanzenteilen Sternhaare. Eibisch ist noch heute eine Heilpflanze, die in Apothekenprodukten und in der Naturheilkunde von Bedeutung ist. Aber auch als Zierpflanze haben sich viele Althaea Arten etabliert und sind in heimischen Gärten, in Parks oder wildwachsend auf Freiflächen angesiedelt.

Blatt

Das Laub der Eibisch Pflanzen ist wechselständig am Stängel angeordnet. Die Blätter sind je nach Art einfach, geteilt oder drei- bis fünflappig. Die Pflanzengattung Althaea verfügt über Nebenblätter, die deutlich sichtbar und nicht viel kleiner als die eigentlichen Laubblätter sind. Durch die Behaarung der Belaubung wirken Eibenblätter silbrig bis grau-glänzend und weich. Das Laub ist lanzettlich, linealisch schmal und spitz zulaufend. Die Blattränder sind gezähnt bis gezackt und weisen Nerven auf, die in jeweils einer Zacke enden. Der Mittelnerv ist als deutliche Kerbe sichtbar. Alle Nebennerven beginnen am Blattstiel und führen zum Blattrand. Dabei verlaufen sie parallel und geradlinig.

Blüte

Die Blüten der Pflanzengattung Althaea sind einzeln oder gruppiert in den Blattachseln angeordnet. Sie verbinden sich bei einigen Arten zu traubenförmigen, endständigen Blütenständen. Der Außenkelch der Eibischblüten ist neunlappig, während die zwittrigen Blüten fünfzählig sind. Die fünf Kelchblätter sind in Becherform miteinander verwachsen. Eibisch bildet fünf verkehrt herum eiförmige Kronblätter, die auf maximal zwei Zentimeter trichterförmig verwachsen. An den Enden der Kronblätter sind Einkerbungen vorhanden. Zahlreiche Staubblätter bilden einen Stempel und sind von einer Röhre umschlossen. Die Röhre ist zylinderförmig und bei allen Arten der Pflanzengattung Althaea behaart. Die Staubbeutel sind purpurfarben bis braun und gruppieren sich an der Spitze. Eibisch blüht zartrosa, lavendelfarben, fast weiß und seltener pink. Bei hellen Blüten sind die Staubblätter und die Staubröhre bedeutend dunkler als die Kelch- und Kronenblätter. Die Blüten sind groß und malvenartig, bei wenigen Eibisch Arten klein und bedingt tellerförmig. Bei kultivierten Zuchtformen ist die Blütenfarbe variabel. Sie reicht von tiefem Königsblau, über violett bis hin zu kräftigem Purpur und rot gefärbten Glocken- oder Tellerblüten. Auch gefüllte Eibischblüten sind bei Zuchtformen vorhanden.

Frucht

Im Größenvergleich zur Pflanze sind die Spaltfrüchte des Eibisch monumental. Sie entwickeln sich im Fruchtknoten, der aus acht bis 25 Kammern mit jeweils einer einzelnen Samenanlage besteht. In der Reife zerteilen sich die Spaltfrüchte in acht bis 25 ungeflügelte Teilfrüchte. Jede Frucht ist von einem erhalten bleibenden Kelch umschlossen. Die Früchte sind anfänglich grün und erhalten in der Reife eine orange bis rostbraune Farbe. Die Spaltfrüchte sind in gleicher Anordnung wie die Blüten an der Pflanze vorhanden. Bei traubenförmigen Blütenständen wirkt der Fruchtstand traubenartig, während die Früchte bei Einzelblüten einzeln in den Blattachseln sitzen.

Wuchs

Eibisch wächst selbständig aufrecht, ist meist ausdauernd und krautig. Wenige Arten sind einjährig. Die Pflanzengattung Althaea ist unter der Bezeichnung Eibisch und unter dem Namen Hibiskus bekannt. Je nach Art und Standort, erreicht Eibisch eine Wuchshöhe zwischen 30 Zentimetern und drei Metern. Die Wuchsbreite gestaltet sich von weniger als 30 Zentimetern bis zu zwei Metern. Zur Blütezeit im August verbreitert sich der Eibisch durch die endständigen Blüten, die von den hoch aufragenden und quer wachsenden Zweigen gleichermaßen abgehen. Einige Arten sind winterhart, wobei die Überwinterung im Freien nur bei mediterranem Klima ohne Bodenfrost gelingt.

Standort

Die Pflanzengattung Althaea bevorzugt einen sonnigen Standort. Dieser ist geschützt, hat einen nährstoffreichen Boden und ist trocken. Staunässe führt zum Verwelken der Laubblätter und zum Abfallen noch ungeöffneter Blütenknospen. Auch bei zu starker und lang anhaltender Trockenheit verliert der Eibisch seine Blüten und lässt das Laub herabhängen.

Verbreitung

In Europa und in Asien ist die Pflanzengattung Eibisch am meisten verbreitet. Vor allem im Mittelmeerraum wächst die Pflanzenfamilie der Althaea artenreich. Durch die Kultivierung als Garten- und Zimmerpflanze, sowie seine Bedeutung als Heilpflanze ist vor allem der echte Eibisch weltweit bekannt und, je nach Standort und Klima, im Freiland oder im Gewächshaus gepflanzt.

Nutzung

Die meisten Althaea Arten sind Zierpflanzen, die in der modernen Heilkunde wenig Bedeutung haben. Früher sammelten die Menschen den Eibisch vor allem wegen seiner heilenden Wirkung. Diese kam in Tees oder Kräutermischungen für Salben und Umschläge zum Einsatz. Eibisch im Garten oder als Zimmerpflanze verbreitet ein mediterranes Flair und sorgt für Urlaubsstimmung. Einige Arten duften süßlich, während die meisten Vertreter der Gattung Althaea wenig bis gar nicht duften.

Pflege/Schnitt

Eibisch ist pflegeleicht und stellt keinen großen Anspruch an den Gärtner. Vertrocknete Blüten und Laub entfernt der Gärtner, damit die Pflanze Kraft für die Bildung neuer Blüten erhält. Einmal pro Woche erfolgt die Bewässerung in den Untersetzer oder Übertopf. Ein Rückschnitt dient der Formgebung. Der Rückschnitt erfolgt bei Bedarf vor dem erneuten Austrieb im Frühjahr. In Mitteleuropa überwintern Eibisch Arten im Haus. Dabei ist auf eine kühle Temperatur zu achten.

Krankheiten/Schädlinge

Die größte Gefahr für Pflanzen aus der Gattung des Eibisch sind Blattläuse, die sich vor allem von frischen Trieben und den Blütenknospen ernähren. Bei zu warmer und trockener Luft siedeln sich Spinnmilben auf dem Laub, bevorzugt in den Blattachseln und auf den Blattunterseiten ein. Im Außenbereich ist die Pflanzengattung Althaea wenig von Schädlingen befallen, während sie als Zimmerpflanze oftmals kurze Zeit nach dem Kauf zu weißem Belag, klebrigen Stellen und sichtbaren Schäden durch Blattläuse neigt. Bei geringem Blattlausbefall hilft das Abduschen der Pflanze. Von Blattläusen und Spinnmilben sehr stark befallene Blätter und Blüten sind zu enfernen und entsorgen.

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