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Eigenschaften

  • wunderschöne Blüten
  • lange Blütezeit von Juni bis in den späten Herbst
  • sehr hoher Wuchs
  • geringe Empfindlichkeit gegen Malvenrost
  • geringe Ansprüche an Boden und Pflege

Bastardmalven

Gattung Alcalthaea ab €6.20 kaufen
     
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Einen ungewöhnlichen Namen trägt die Pflanzengattung der Bastardmalven. Freundlicher klingt ihr botanisches Pseudonym Alcalthaea. Die Gattung der Bastardmalven zählt zur Pflanzenfamilie der Malven (bot. Malvaceae) und vereint Arten wie Parkrondell, Parkfrieden oder die große Schwester Parkallee.

Sie erfreuen den Gärtner mit einem hohen Wuchs, langer Blütezeit und einer geringen Anfälligkeit für den ärgerlichen und unschönen Malvenrost. Dieser verbreitete Pilzbewuchs entstellt die Blätter der meisten anderen Malvengewächse oftmals mit rötlichen Punkten. Ihren gewöhnungsbedürftigen Namen hat die Gattung, da sie in den 1960er Jahren durch das Kreuzen von Alcea rosea (Stockrosen) und Althaea officinalis (Eibisch) entstanden ist. Heutzutage wird oft auch der ebenso treffende, schönere Begriff Hybrid-Malve benutzt. Außerdem trägt die Gattung die deutsche Bezeichnung Halbstrauchige Stockrose". Ab Juni blühen die Bastardmalven bis in den späten Herbst hinein in dezenten bis leuchtenden Farben. Dass die Stauden bis zu zwei Meter emporwachsen, macht sie in jedem Garten zu einem absoluten Glanzpunkt.

Blatt

Die herzförmigen Blätter der Bastardmalven sind am Rand gezähnt und spitzlappig. Einige gelten als gelappt. In ihrer Form erinnern die Blätter der Alcalthaea-Arten entfernt an Brennesselblätter. Alle Bastardmalven werfen im Winter ihre tiefgrünen, fein behaarten Blätter ab.

Blüte

Etwas kleiner als bei der gewöhnlichen Stockrose sind die verzweigt stehenden, halbgefüllten Blüten der Bastardmalven. Die flach ausgebreiteten, schalenförmigen Blüten erscheinen je nach Art in weichen bis leuchtenden Farbtönen von gelb und rosa bis zu kräftigem violett. Mehrere große, einzelne Blütenblätter bilden zusammen eine Blütenschale. Ab Juni bilden die Bastardmalven bis in den späten Herbst stetig neue Blüten in ihren wundervollen Farben aus.

Frucht

Das Bilden einer Frucht ist artabhängig. Beispielsweise sind Arten Parkrondell und Parkallee beide steril, wohingegen die Alcalthaea Parkfrieden eine Spaltfrucht bildet.

Wuchs

Im Wuchs stellt die Alcalthaea Parkfrieden eine Ausnahme dar. Sie wächst im Gegensatz zu ihren kleineren Schwestern bis zu 200 Zentimeter hoch. Die anderen Arten der Gattung bringen es auf hüfthohe 100 - 120 Zentimeter. Alle Bastardmalven wachsen in gesunden Halbsträuchern mit aufrechten, beblätterten Stielen bis zu zwei Metern in die Breite. Die Arten der Gattung sind langlebiger als die gewöhnlichen Stockrosen und weisen einen vergleichsweise holzigeren Wuchs auf. Sie blühen bei entsprechender Pflege standfest und winterhart mehrere Jahre im Garten. Auf einem Quadratmeter haben bis zu fünf Pflanzen Platz, die mit ihrem buschigen, horstbildenden Wuchs überall ein echter Hingucker sind.

Standort

Bastardmalven lieben trockene bis frische und durchlässige Gartenböden. An Gehölzrändern wachsen sie ebenso gut wie auf Freiflächen. Neben dunkleren Sichtschutzwänden oder direkt am Rand von Gartenwegen kommen die charmanten Farben der Gattung exzellent zum Vorschein.

Wichtig ist vor allem, einen sonnigen Standort mit humus- und nährstoffreichem Boden zu finden, an dem gerade im Winter keine Staunässe entsteht. Falls die Pflanzen an einem offenen Standort wachsen, ist es empfehlenswert, sie aufgrund ihres hohen Wuchses gegen den Wind zu schützen und einige Stützen anzubringen.

Verbreitung

Die ersten Arten dieser Gattung entstammen ursprünglich Züchtungen in Ungarn und Deutschland aus dem Jahr 1960. Heute erfreuen die Bastardmalven im gesamten europäischen Bereich Gärtner und Gartenbesucher und sind mittlerweile auch auf dem asiatischen Kontinent verbreitet.

Pflege/Schnitt

Obwohl die Bastardmalven winterhart und standfest sind empfiehlt es sich, Schäden durch zu starken Bodenfrost vorzubeugen. Idealerweise dienen zum Abdecken des Bodens im Winter Reisig, Tannenzweigen oder Kokosmatten.

Über die gesamte Blütezeit freuen sich die Stauden über ausreichend Nährstoffe. Wie bei allen Arten der Malvengewächse lässt sich das Leben der Pflanze durch Rückschnitt verlängern. Hierzu werden lediglich die langen Stängel im Herbst, spätestens im Frühjahr bis knapp über dem Boden abgeschnitten. Abgeblühte Blüten sind möglichst sofort zu entfernen, da es die Pflanze viel Kraft kostet, Samen zu bilden. Das gleiche gilt für alle anderen abgestorbenen Pflanzenteile.

Ungefähr einmal im Monat freuen sich Bastardmalven über eine Beigabe von Flüssigdünger im Gießwasser. Dazu eignet sich jeder normale Blühpflanzendünger mit flüssigem Guano.

Krankheiten/Schädlinge

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Stockrosen haben Bastardmalven durch ihre Kreuzung den entscheidenden Vorteil, resistent gegen den ärgerlichen Malvenrost zu sein. Auch ist die Gattung verhältnismäßig unempfindlich für Schneckenbefall. Hier gilt es trotzdem, aufmerksam zu sein. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, frühzeitig gegen Schnecken vorzugehen.

Der klassischen Methode, Schneckenkorn zu streuen, stehen heute Alternativen gegenüber, die den Boden weniger belasten. So sind wirkungsvolle Schneckenzäune auf dem Markt, mit denen sich der Standort eingrenzen lässt und den Schnecken nicht überwinden. Eine weitere einfache Methode ist das alte Hausmittel, ein Gefäß mit Bier gefüllt ins Beet zu stellen. Die Schnecken gehen erfahrungsgemäß zuerst an das Bier und ertrinken in dem Behälter.

Weitere Schädlinge sind der Malvenflohkäfer, verschiedene Raupen, Blattwespen oder Spinnenmilben, die bei allen Malvengewächsen häufig auftreten. Sie alle bekämpft der Gärtner mit herkömmlichen Insektiziden aus dem Handel. Generell gilt die Faustregel: Je gesünder die Pflanze, desto weniger anfällig ist sie für alle Arten von Schädlingen. Vorbeugend ist es somit sinnvoll, sich vor allem um einen guten Boden an einem sonnigen Standort zu kümmern, und Staunässe zu vermeiden.

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