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Eigenschaften

  • Bäume oder Sträucher
  • immergrün, mit Blattwerk in verschiedenen Farbvarianten
  • bevorzugt sonnige Standorte
  • in allen Teilen giftig
  • ursprüngliche Verbreitung in Nordamerika und Ostasien

Scheinzypressen

Gattung Chamaecyparis ab €5.50 kaufen
     
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Die Scheinzypressen, wissenschaftlich als Chamaecyparis bezeichnet, zählen zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Die fünf Arten umfassende Gattung begeistert im Garten mit ihrem immergrünen und rasanten Wuchs. Ihre Beliebtheit trug dazu bei, dass heute mehrere hundert Sorten existieren.

Scheinzypressen ähneln in ihrem Äußeren den echten Zypressen (Cupressus) so stark, dass sie lange nicht als eigenständige Gattung galten. Bei genauerer Betrachtung der Scheinzypressen, entpuppen sich die Zweige als abgeflachter, die Zapfen als kleiner und die Samen als später reifend. Scheinzypressen sind in allen Teilen giftig und enthalten stark reizende ätherische Öle. Dadurch sind sie für Gärten mit Kleinkindern oder Haustieren nur bedingt geeignet. Bei der Schnittpflege ist es ratsam Mund- und Augenschutz zu tragen, um die Gefahr von Schleimhautreizungen durch frei werdende Pflanzenstoffe abzuwenden. Werden diese Vorsichtsmaßnahmen beachtet, präsentieren sich Scheinzypressen das ganze Jahr über als pflegeleichte und dekorative Zier- und Sichtschutzelemente im Garten.

Blatt

Die kleinen schuppenförmigen Nadeln wachsen in vier dichten sich überlappenden Reihen an den Zweigen. Es gibt verschieden Sorten der Scheinzypressen. Sie begeistern im Sommer und Winter mit grünen, gelben, grauen oder bläulichen Blättern.

Frucht

Scheinzypressen sind getrenntgeschlechtlich mit männlichen und weiblichen Pflanzen. Sie bilden erbsengroße Zapfen aus. Die männlichen Zapfen sind rund bis eiförmig und rot oder gelb gefärbt. Die am Zweigende stehenden weiblichen Zapfen sind rund. Je nach Art und Reifezustand sind sie blau, grün, violett oder braun. Sie bestehen aus zwölf Zapfenschuppen. die je zwei Samen enthalten. Bis zur Reifung dieser Samen vergeht ein halbes Jahr, gerechnet vom Zeitpunkt der Befruchtung der Zapfen.

Wuchs

Scheinzypressen sind für ihren schnellen Wuchs bekannt. Es handelt sich um Bäume, in seltenen Fällen Sträucher, mit zylindrischen bis kegelförmigen Kronen. Sie erreichen in ihrer Heimat beeindruckende Wuchshöhen von über 50 Metern. Bei uns bleiben sie meist kleiner. Im Vergleich zu den echten Zypressen, sind ihre Zweige stärker abgeflacht und die Triebspitzen hängen herab.

Standort

Scheinzypressen lieben die Sonne und gedeihen an sonnigen bis vollsonnigen Standorten. Der Boden darf frisch sein, aber keine Staunässe bilden. Auch wenn Scheinzypressen an den Boden geringe Ansprüche stellen, sind die besten Ergebnisse auf nicht zu kalkhaltigen Böden zu erzielen.

Verbreitung

Die Scheinzypressen sind mit zwei Arten in Nordamerika vertreten. Die drei übrigen Arten kommen in Japan und Taiwan in natürlicher Form vor.

Nutzung

Nordamerikanische Arten sind in ihrer Heimat als Lieferanten eines leichten aber widerstandsfähigen Holzes im Haus- und Bootsbau beliebt. Bei uns sind Scheinzypressen in Gärten und Parks als Ziergewächse zu finden. Sie sind beliebte Heckenpflanzen, da das schnell wachsende Grün schnell eine blickdichte, immergrüne Wand erzeugt. Auch als Kübelpflanze bilden Scheinzypressen dekorative, pflegeleichte Elemente. Sie sind in Eingangsbereichen oder auf Terrassen beliebt. Aufgrund ihrer genügsamen und pflegeleichten Art bewähren sie sich auf Friedhöfen, in Steingärten oder Heidebeeten. Ihre Schnittverträglichkeit macht Scheinzypressen zudem zu geeigneten Exemplaren als Gartenbonsai.

Pflege/Schnitt

Der beste Pflanzzeitpunkt für Scheinzypressen ist ein frostfreier Tag im Herbst. In der Hecke etablieren sich Scheinzypressen bei einem Pflanzabstand von einem halben bis einen Meter, abhängig von der gewünschten Endhöhe der Hecke. Um eine zu starke Verholzung einer Scheinzypressenhecke zu minimieren, empfiehlt sich der regelmäßige Rückschnitt jedes Jahr. Bewährt hat sich die Trapezform, bei der der Kronenbereich schmaler verläuft als die breite Basis der Hecke. Auf diese Weise dringt die Sonne in die unteren Pflanzenbereiche vor. Bleibt diese Pflege aus verkahlt die Hecke von unten und verliert ihren Blickschutz.

Als Einzelelement im Garten, sind der beeindruckende Wuchs und das kräftige Wurzelwerk älterer Pflanzen zu berücksichtigen. Es bewährt sich ein Abstand von drei Metern zum nächsten Bauelement oder Blumenbeet. Sind die Scheinzypressen gut angewachsen, ist bis auf den Rückschnitt wenig Pflege nötig. Der Rückschnitt erfolgt im Spätsommer bis Herbst bei bedecktem Wetter.
Es ist wichtig, darauf zu achten, kein altes Holz zu verletzten. Derartige Verletzungen ziehen das Risiko nach sich, dass Äste oder die ganze Pflanze abstirbt. Stattdessen beschränkt sich der Rückschnitt auf die noch beschuppten Pflanzenbereiche. Im Frühjahr empfiehlt sich eine Kompostgabe im Wurzelbereich der Pflanzen. Während junge Exemplare eine durchdringende Bewässerung dankbar annehmen, ist diese bei älteren Freilandpflanzen nur bei anhaltender Trockenheit nötig.

Als Kübelpflanze benötigt die Scheinzypresse mehr Pflege. Als Substrat eignet sich mit Sand vermischte Koniferenerde. Gelegentlich benötigt sie eine Wassergabe mit kalkarmem Regenwasser und alle vier Wochen eine Zugabe von Flüssigdünger. Zudem ist ein Winterschutz vor Frösten unabdingbar.

Krankheiten/Schädlinge

Anhaltende Trockenheit, Staunässe, Spätfröste, Streusalz oder verschiedene Pilzkrankheiten schwächen die Pflanze und führen zu braunen Triebspitzen. Auch die Thujaminiermotte (Argyresthia thuiella) kann die Scheinzypresse bei einem Befall schädigen.

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