Klassifikation

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  • Ordnung: Koniferen
  • Familie: Zypressengewächse
  • Gattung: 15 Einträge
  • Art: 19 Einträge
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Eigenschaften

  • verholzend, immergrün, Sträucher und Bäume
  • kurze Nadeln, schuppenartige Blätter, unterschiedliche Färbung
  • Zapfen, Beerenzapfen
  • lange Lebensdauer
  • viele Auslesen, Park- und Gartenpflanzen

Zypressengewächse

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Die Pflanzenfamilie der Zypressengewächse (bot. Cupressaceae) gehört in die Ordnung der Koniferen (Coniferales). Sie zählt zur Klasse Coniferopsida in der Ordnung der Samenpflanzen (Spermatophytina). Die Zypressengewächse existieren seit der Zeit des Jura, vor rund 145 Millionen Jahren.

Sie weisen einige Besonderheiten auf. Es ist die Familie mit den meisten Gattungen. Darunter sind rund130 rezente Arten. Rezente Pflanzen existieren in der Gegenwart oder sind erst vor kurzer Zeit ausgestorben. Zahlreichen Gattungen ist nur jeweils eine Art zugeordnet. Die Sumpfzypressengewächse zählen neu zur Familie. Die neue Systematik der Pflanzen aus dem Jahre 2009 ist die Angiosperm Phylogeny Group veröffentlicht.

Blatt

Die Blätter sind immergrün. Sie variieren mit dem Lebensalter der Pflanze. Die Jungpflanze besitzt nadelförmige Blätter, die abfallen. Die Folgeblätter an den älteren Pflanzen sind meistens schuppenförmig. Kurze nadelartige Formen sind die Ausnahme. Die Blätter liegen eng am Ast an und unterscheiden sich in Größe, Form und Anordnung. Bei einigen Arten haben die Blätter eine einheitliche Form.

Oft stehen sie zu dreien oder zu mehreren in Wirteln am Zweig. Bei der wirteligen Anordnung setzen die Blätter an einem Knoten an und verdecken teilweise die jungen Triebe. Bei einigen Arten stehen die Blätter sehr dicht kreuzgegenständig in vier Zeilen. Diese Zweige erscheinen vierkantig bis rundlich. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist die Färbung. Es gibt Arten mit einheitlich grünen bis dunkelgrünen Blättern und solche mit dunklen, grau-grünen Nadeln. Manche Blätter haben auf der Unterseite weiß gezeichnete Spaltöffnungen.

Blüte

Die Blüten sind winzig, unscheinbar und achsel- oder endständig angeordnet. Die zapfenähnlichen männlichen Blüten zeigen kreuzgegenständig oder wirtelig angeordnete Staubblätter. Sie besitzen drei bis sechs, manchmal viele Pollensäckchen.
Die Samenanlagen sind nicht durch Fruchtblätter geschützt, sondern in Zapfen angeordnet. Auch die weiblichen Zapfen sind klein und besitzen holzige, ledrige oder fleischige Schuppen. Sie haben eine bis zwölf Schuppen, von denen einige steril sind. Nicht sterile Schuppen enthalten zwei oder bis zu zwölf Eizellen. Mit Ausnahme von Wacholder (Juniperus) sind die Gattungen einhäusig getrenntgeschlechtig.

Frucht

Die Art der Zapfen ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal der Gattungen. Zapfen sind in drei Varianten zu finden. Samenschuppen und Deckschuppen sind miteinander verwachsen. Die Zapfenschuppen sind bei den meisten Arten holzig und ledrig und stehen dicht und dachziegelartig übereinander. Daraus entstehen längliche, spitze, kegelförmige Zapfen. Bei anderen sind die Zapfenschuppen schildförmig und eng anliegend.

Die Form des Zapfens ist kugelförmig. Ausnahme sind Samenzapfen mit fleischigen Zapfenschuppen. Aus denen entwickeln sich Beerenzapfen. Die Größe der Zapfen variiert zwischen acht Millimetern und drei Zentimetern. Sie stehen aufrecht auf den Zweigen oder neigen sich während des Reifeprozesses. Einige Arten haben graue Zapfen. Bei den meisten Arten sind sie braun gefärbt. Beerenzapfen sind dunkelblau bis schwarz und bereift.

Wuchs

Zypressengewächse sind verholzende Pflanzen. Es sind kleine und große, flach niederliegende oder aufrecht stehende Sträucher. Wacholder (Juniperus) wächst als Strauch langsam. Meistens ist er niedrig mit baumförmigem Wuchs. In Nordamerika ist die Gattung als Baum verbreitet und erreicht Höhen von 20 bis 30 Metern. Je nach Art und Gattung erreichen die Zypressengewächse Höhen von wenigen Metern oder bis zu 70 Meter. Manche Arten kommen in zwei oder mehr Formen vor. Bei der Mehrzahl der Arten stehen die Äste waagerecht ab. Die Triebspitzen hängen mehr oder weniger deutlich.

Verbreitung

Zypressengewächse kommen auf allen Kontinenten und auf der Nord- und Südhalbkugel der Erde vor. Ausgenommen ist die Arktis. Manche Arten haben sich auf das regionale Klima und die Bodenverhältnisse genau eingestellt.
In Europa, Nordamerika, Nordasien und Nordafrika ist die Gattung Wacholder (Juniperus) häufig anzutreffen. Spezifische regionale Arten, wie die Mittelmeer-Zypresse (Cupressus sempervirens), haben ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet in Kleinasien und Griechenland. Die Pflanzen lieben warme Standorte. Das Herkunftsgebiet von Scheinzypressen und von Thuja liegt in Nordamerika und Ostasien.

Nutzung

    Zypressengewächse sind vielfältig genutzt:
  • Öle
    Die Pflanzen enthalten in der Mehrzahl reichlich ätherisches Öl. Die Ölsorten von Wacholderbeeröl, Thujaöl oder Sadebaumöl haben eine unterschiedliche Zusammensetzung. Manche dieser Öle sind stark giftig. Einzelne Öle sind als Duftstoff in der Kosmetik von Nutzen. Öle finden Verwendung in Arzneien.
  • Nahrungsmittel haltbar machen
    Das Räuchern von Nahrungsmittel verlängert die Haltbarkeit. Eine Geschmacksverbesserung lässt sich durch den Zusatz von Wacholder erreichen. Blätter und Zweige von Wacholder oder wenigen anderen Zypressenarten sind ein Zusatz zum Räucherholz. Zusammen mit Beerenzapfen sind Blätter Bestandteil in trockenen Gewürzmischungen. Sie finden Verwendung beim Trocknen von Fleisch.
  • Früchte
    Die Beerenzapfen der Wacholder (botanisch Juniperus) bereichern als Gewürz diverse Speisen in vielen Ländern. Sie sind Hauptbestandteil in manchen Alkoholika.
  • Ziergehölze
    Die Auswahl an Zierpflanzen ist riesig. Die Pflanzen sind einfach zu pflegen. In vielen Parks und Gärten rund um den Globus tragen die Zierformen der Zypressengewächse zum Charakter der Anlagen bei. Farbige Sorten mit bronze- oder goldfarbenen Blättern erhöhen die Attraktivität. Zypressengewächse begrünen Gräber und trockenheitsverträgliche Arten begrünen Innenstädte.

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