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Eigenschaften

  • wird bis zu 2000 Jahre alt
  • erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 70 Meter
  • immergrün
  • einhäusig und getrenntgeschlechtlich
  • Blätter verändern mit dem Alter Form und Farbe

Taiwania

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Die Gattung der Taiwania ist monotypisch und umfasst nur die Art Die immergrüne Taiwanie (bot. Taiwania cryptomerioides). Sie gehört zur der Familie der Zypressengewächse (bot. Cupressaceae). Es ist ihr möglich, ein spektakuläres Alter von 2000 Jahren und eine Höhe von 70 Meter zu erreichen.

Der Name der Pflanzengattung Taiwanie leitet sich von dem Verbreitungsgebiet auf Taiwan ab. Menschen fällten sie seit jeher wegen ihres wertvollen Holzes. Dies dezimierte die Bestände der Taiwania um rund die Hälfte. Daher führt die Rote Liste der IUCN (Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen) sie aktuell unter dem Status gefährdet. Da die Gattung nun unter Schutz steht, stabilisiert sich der Bestand mittlerweile.

Blatt

Abhängig von dem Alter des Baumes haben die spiralig angeordneten Blätter mit herablaufendem Blattgrund eine abweichende Form und Farbe. Die juvenilen Blätter von bis zu 15 Meter hohen Bäumen und jungen Zweigen sind sichelförmig und blaugrün. Sie wachsen bis zu 24 Millimeter lang und 1,5 bis 3,5 Millimeter breit. Sie stehen von den Zweigen ab. Adulte Blätter werden pfriemlich oder schuppenförmig. Diese älteren Blätter sind dunkelgrün und mit 1,5 bis neun Millimetern deutlich deutlich kürzer als die jungen. Auch sind sie mit 1,2 bis drei Millimetern schmaler. Die Blätter sind annähernd angedrückt. Circa 30 Jahre verweilen die immergrünen Blätter an den Zweigen.

Frucht

Die Pflanzen der Gattung Taiwania sind einhäusig (monözisch) und getrenntgeschlechtlich, das heißt es gibt weibliche und männliche Bäume. Die Zapfen stehen zur Blütezeit senkrecht, sind nahezu kugelig, zirka acht bis 13 Millimeter lang, drei bis fünf Millimeter breit und haben dreieckige Zapfenschuppen. Die flachen, geflügelten Samen bilden sich in den Zapfen, an welchen das Geschlecht erkenntlich ist. An den männlichen Bäumen wachsen mehrere, an den weiblichen stehen die Zapfen einzeln an den Zweigenden. In einem Zapfen wachsen 14 bis 30 Samen heran. Sie sind eiförmig-länglich, flach, hellbraun, ohne Flügel vier Millimeter lang und zwei bis drei Millimeter breit. Die beiden Flügel sind transparent, überdecken sich leicht und sind ein bis zwei Millimeter breit. Der Wind verbreitet den geflügelten Samen. Die Bestäubungszeit ist im April und Mai, die Zapfen reifen im Oktober und November.

Wuchs

Die Taiwanie ist der höchste Baum Südostasiens. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 70 Metern. Die Krone von jungen Bäumen ist pyramidenförmig. Ältere Bäume besitzen eine runde oder stark aufgelöste Kronenform. Die Hauptäste wachsen waagerecht nach außen, die Zweige hängen. An Taiwanien, die 70 Meter im Wuch erreicht haben, wachsen ab der unteren Hälfte des Stammes keine Äste. Der Stamm ist gerade. Er kommt mit seinen Brettwurzeln auf einen Durchmesser von bis zu vier Metern. Die Rinde ist braungrau und von länglichen Rissen geziert. Bei größeren Bäumen schält diese sich in Schuppen oder dünnen Streifen. Sie färbt sich mit zunehmendem Alter rot-braun und bei Einfluss von Wind und Wetter grau.

Standort

Die Taiwanie benötigt einen halbschattigen bis vollsonnigen Platz. Jungpflanzen stehen vorerst einige Jahre geschützt unter anderen Bäumen, Sträuchern oder Bambus. Die Taiwanie bedarf eines lehmigen und nährstoffreichen Bodens, der keine Staunässe aufweist. Der pH-Wert liegt idealerweise bei 3,5 bis 5,0. Die Taiwanie ist bedingt winterhart mit einer Toleranz von Minustemperaturen bis zu 15 °C.

Verbreitung

Funde aus Alaska belegen, dass die Gattung Taiwanie bereits vor 110 Millionen Jahren auf unserer Erde wuchs. Es herrschte eine subtropische Flora, in der sie sich über die gesamte Nordhalbkugel verbreitete. Heutzutage wächst sie in den Wäldern Chinas, Taiwans, Burmas und Vietnams. Seit 1920 findet sie sich kultiviert in Gewächshäusern Nordamerikas und Europas. In Deutschland ist sie vor allem in Botanischen Gärten zu finden, wächst mit der richtigen Pflege fernerhin im Freien.

Nutzung

Die Bäume der Gattung sind wegen ihres langlebigen Holzes begehrt. Da die Gattungsart geschützt ist, findet sie seltener und regional begrenzt Einsatz für den Bau von Särgen, Möbel und Booten. Auch als Konstruktionsholz für Balken und Brücken dient es. Die ätherischen Öle des Holzes hemmen Termitenfraß, Bakterien, Milben und Pilze.

Pflege/Schnitt

Stehen Taiwania in Kultur, benötigen sie einen guten Boden und viel Wasser. Ist der Boden zu schwer, ist zu empfehlen, Sand einzuarbeiten. Ein zu hoher Sandanteil indes führt einen Nährstoffmangel herbei, färbt die Nadeln gelb und beschränkt den Wuchs. In den Wintermonaten ist eine dicke Mulchdecke zum Schutz vor der Kälte zu empfehlen. Junge Pflanzen erhalten bei strengem Frost ein Vlies als Winterschutz.

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