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Eigenschaften

  • immergrün
  • winterhart
  • pflegeleicht
  • vertragen keine Staunässe
  • monotypische Gattung

Hiba-Lebensbäume

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Die Hiba-Lebensbäume (Thujopsis) stellen eine Pflanzengattung in der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) innerhalb der Ordnung der Koniferen (Coniferales) dar. Lediglich eine Art vertritt diese Gattung. Diese besteht aus dem Hiba-Lebensbaum (Thujopsis dolabrata), auch Asunaro, Aomori hiba oder Falscher Lebensbaum genannt.

Das genaue botanische Einordnen der Hiba-Lebensbäume galt lange Zeit als strittig, da diese optisch den Thuja-Arten ähneln. Dadurch trägt diese Art heutzutage mehrere Synonyme wie Thuja dolabrata, Dolophyllum dolabratum oder Platycladus dolabrat. Die Hiba-Lebensbäume zeigen ihren Unterschied zu den Thuja-Arten in ihren größeren Blättern und den verholzenden runden Zapfen mit geflügelten Samen. Schon aus der Ferne fallen Hiba-Lebensbäume auf. Sie sind immergrün und wachsen als kegelförmiger Baum oder großer Strauch. In Gärten, Parkanlagen oder auf Friedhöfen erfreuen sich die Pflanzen großer Beliebtheit. Sie erzeugen an ihrem Standort eine mediterrane Atmosphäre und prägen das charakteristische Landschaftsbild der Toskana. Hiba-Lebensbäume gehören zu den "Fünf Bäumen von Kiso", die seit 1708 unter Naturschutz stehen.

Blatt

Die Blätter der Hiba-Lebensbäume besitzen dickliche Schuppen. Sie sind außen kahnförmig und an der Innenseite verkehrt-eiförmig. Die äußeren Schuppen wachsen gegenständig, die inneren überlagern sich dachziegelartig. Die Blätter sind zwischen vier und sieben Millimeter lang und laufen in einer stumpfen Spitze zu. Die Blattspreite ist ganzrandig. In der Breite erreichen die Blätter der Hiba-Lebensbäume einen bis zwei Millimeter. Sie zeigen sich in einem gelblichen bis frischen Grün.

Blüte

Die Vertreter dieser Art entwickeln breite Zapfen, die nahezu aufrecht stehen. Hiba-Lebensbäume sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözische). Ihre männlichen Zapfen sind in der Form zylindrisch und in der Farbe dunkelgrün. Die weiblichen Zapfen erscheinen mit ihrem zehn bis sechszehn Millimeter breitem Durchmesser nahezu kugelförmig. Sie bestehen aus sechs bis acht verholzten Zapfenschuppen. Die weiblichen Zapfen sind blau-grün. Die Blüten sind unscheinbar und gelb. Die weiblichen Blüten stehen einzeln und weisen sechs bis zehn fleischige Schuppen auf, die gegenständig wachsen. Die männlichen Blüten zeigen eine zylindrische Form. Sie werden zwischen fünf und sieben Millimeter groß und besitzen 12 bis 20 gegenständig angeordnete Staubblätter. Das Bestäuben der Blüten erfolgt bei Hiba-Lebensbäumen durch den Wind (Anemophilie).

Frucht

An jedem der fruchtbaren Zapfenschuppen bilden Hiba-Lebensbäume drei bis fünf Samen. Diese sind dunkelbraun und haben eine ovale bis längliche Form. In der Länge erreichen sie zwischen vier und fünf Millimeter, in der Breite rund drei Millimeter. Die Samen reifen im August bis November. Sie weisen jeweils zwei Keimblätter (Kotyledonen) auf.

Wuchs

Hiba-Lebensbäume wachsen als immergrüne, winterharte Bäume oder Großsträucher. Sie erreichen eine Wuchshöhe bis zu 15 Metern. Auf den britischen Inseln zeigen sie eine Höhe von bis zu 20 Metern. Die Art wächst vergleichsweise langsam. Die Krone ist kegelförmig. Hiba-Lebensbäume sind Herzwurzler und besitzen eine rötlich-braune oder graue Borke. Sie ist extrem dünn und löst sich in langen Streifen vom Stamm ab, indem sie abblättert. Die Bäume sind bis -35° C frosthart.

Standort

Hiba-Lebensbäume bevorzugen einen sonnigen bis vollsonnigen Standort, damit sie sich optimal entwickeln und gut wachsen. Sie benötigen einen feuchten, frischen Boden, der gut durchlüftet und idealerweise tiefgründig ist. Das ist notwendig, damit die Pflanzen ihr herzförmiges Wurzelwerk ausbreiten. Auf diese Weise ist die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen gesichert. Sandig-lehmige bis lehmig-tonige Böden sind ideal für die Vertreter dieser Gattung. Hiba-Lebensbäume vertragen keine Staunässe, weshalb bei der Wahl des Standortes auf einen durchlässigen Boden oder eine Drainage zu achten ist. Die Bäume benötigen im Untergrund einen normalen Nährstoffgehalt und bevorzugen einen sauren bis alkalischen pH-Wert.

Verbreitung

Hiba-Lebensbäume stammen ursprünglich aus Japan. Seit 1853 finden sie Verwendung in Europa und freuen sich seitdem wachsender Beliebtheit aufgrund ihrer Frosthärte und der geringen Pflegeansprüche. Über achtzig Prozent des natürlichen Bestandes im japanischen Raum gedeihen in Aomori. Dort wachsen sie zu etwa gleichen Teilen in den Bergregionen der Tsugaru- und der Shimokita-Halbinseln, wo sie als Endemiten gelten. Es gibt zwei Zuchtformen von Hiba-Lebensbäumen: Die Sorte Nana zeigt eine ausladende, eher rundliche Form im Wuchs. Ihre Blätter sind grünlich und gehen in einen bronzefarbenden Ton über. Die Sorte Variegata weist eine Belaubung auf, die in der Farbe hellgelb bis weißlich ist. Die besondere Farbe schlägt aber immer wieder ins ursprüngliche Grün zurück.

Nutzung

Das Holz der Hiba-Lebensbäume ist beliebt für den Bau von Gebäuden, Möbeln und Särgen. Das Holz hat dort einen besonderen Wert, weil es sich beständig gegen Pilzbefall zeigt und insgesamt als widerstandfähig gilt. Dieser Eigenschaft liegen die im Holz enthaltenen Hinokitiole (Thujaplicin) zu Grunde. Selbst der gefürchtete und weit verbreitete Schwammpilz Daedalea dickinsii kann den Bäumen und dem Holz nichts anhaben. 1962 ereignete sich ein sensationeller Fund. Drei völlig unbeschädigte Särge aus dem Holz des Hiba-Lebensbaumes kamen ans Tageslicht. In ihnen waren im Chuson-ji von Hiraizumi (Iwate) Angehörige der nördlichen Fujiwara, beigesetzt im 12. Jahrhundert.

In unseren Breiten dienen Thujopsis aufgrund ihres Erscheinungsbildes als Ziergehölze in Gärten und Parks. Als exponiertes Solitärgehölz bieten sie einen grandiosen Anblick. Sie dienen dem Bepflanzen von Ufern und sind ein beliebtes Vogelschutzgehölz.

In Japan liefern sowohl das Holz als auch die Blätter das ätherische Hibaöl. Das Öl riecht leicht holzig und erinnert an den Duft von Zedernholz. Hibaöl gilt als wirksam gegen Bakterien und Pilze. Sein Wirkungsspektrum ist bemerkenswert. Selbst gegen Antibiotika-resistente Bakterien ist es wirksam. Das Öl des Thujopsis hat weiterhin eine stressabbauende Wirkung, dient als Insektizid und minimiert starke Gerüche.

Pflege/Schnitt

Hiba-Lebensbäume sind pflegeleicht und gelten als Pflanzen mit geringen Ansprüchen. Lediglich bei der Zufuhr von Wasser ist zu beachten, dass die Bäume weder vollständig austrocknen, noch in Staunässe stehen. Gerade in der trockenen Jahreszeit ist auf einen feuchten Boden und eine entsprechen Gabe von Wasser in regelmäßigen Abständen zu achten. Hiba-Lebensbäume haben keine besonderen Nährstoff-Ansprüche. Aber eine Gabe von Koniferen-Dünger zu Beginn der Wachstumsperiode im Frühjahr nehmen sie gerne an. Die Bäume sind schnittverträglich. Jedoch benötigen sie keinen regelmäßigen Schnitt. Thujopsis sind ausgesprochen frosthart, weshalb sie keinen Schutz zum Überwintern benötigen. Hiba-Lebensbäume sind schneedruckgefährdet. Bei erwartetem Schnellfall empfiehlt es sich, die Zweige der Thujopsis mit einer dicken Schnur zu umwickeln, damit sie nicht auseinanderklappen. Diese Mühe lohnt sich. Selten erholen sich vom Schnee herabgedrückte Zweige vollständig.

Krankheiten/Schädlinge

Thujopsis gelten als unanfällig gegen Krankheiten und Schädlinge. Lediglich Pflegefehler wie Staunässe schaden den Pflanzen.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Hiba-Lebensbäume Thujopsis

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