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Eigenschaften

  • immergrüne, frischgrüne Nadeln
  • aufrechter, kegelförmiger Wuchs
  • unscheinbare Blüte
  • feuchtigkeitsliebend
  • trotz gefährdeter Bestände noch kommerziell genutztes Holz

Sequoia

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Die Gattung Sequoia zählt zur Unterfamilie der Mammutbäume (bot. Sequoioideae) innerhalb der Familie der Zypressengewächse (bot. Cupressaceae). Als monotypische Gattung ist sie durch eine einzige Art, den auch Küsten-Sequoie genannten Küsten-Mammutbaum (bot. Sequoia sempervirens), vertreten.

Der Küsten-Mammutbaum ist der bekannteste unter den Mammutbäumen. Aufgrund seines hell- bis bräunlich-roten Kernholzes häufiger als Californian Redwood bezeichnet, lockt das imposante Gewächs alljährlich viele Touristen in die Küstenwälder Nordkaliforniens. Mit ihrem stattlichen Wuchs ist sind die Exemplare der Gattung eine echte Attraktion. Sie erreichen bis zu 110 Meter in der Höhe. So versetzten sie 1847 den Naturforscher Endlicher in Staunen, der die Gattung erstmals beschrieb. Unter den Cherokee waren diese Mammutbäume bereits lange bekannt. Die Gattung trägt den abgewandelten Namen eines Silberschmieds des Volksstamms.

Blatt

Das Laubkleid der Küsten-Sequoie ist immergrün. Zu unterscheiden sind bis 20 Millimeter lange, nadelförmige Blätter von circa sechs Millimeter langen Schuppenblättern. Erstere sind oberseits dunkelgrün und unterseits graugrün. In flacher Gestalt finden sie sich hauptsächlich an im Schatten liegenden Lang- oder Kurztrieben. Die Schuppenblätter kommen überwiegend im oberen, sonnenverwöhnten Kronenbereich an Langtrieben vor.

Blüte

Als einhäusige Pflanze trägt der Küsten-Mammutbaum sowohl weibliche als auch männliche Zapfen. Erstere sind während der Blüte aufrecht und grün. Sie haben eine Länge von rund einem Zentimeter und sind aus 15 bis 25 spiralig angeordneten Zapfenschuppen aufgebaut. Die männlichen Zapfen sind fünf bis sieben Millimeter groß und blassgelb.

Frucht

Infolge des Besäubens reifen die gelblich-grünen Zapfen heran und präsentieren sich in reifem Zustand braun und verbleiben hängend am Baum. Von hier breiten sich ihre jeweils 50 bis 60 Samen mit dem Wind aus. Die Samen selbst, von denen nur rund ein Fünftel keimfähig ist, sind knapp drei Millimeter lang, einen halben Millimeter breit und schwach geflügelt.

Wuchs

Gekennzeichnet durch einen aufrechten, kegelförmigen Wuchs, erreicht die Küsten-Sequoie hierzulande Höhen von bis zu 30 Metern und Breiten von bis zu 20 Metern. In ihrer Heimat gibt es Bäume, die bis zu 110 Meter hoch sind. Der Küsten-Mammutbaum gilt damit als einer der höchsten Bäume der Erde. Er zeigt sich wuchsfreudig und legt pro Jahr um 50 Zentimeter bis einen Meter zu. Während der Stamm-Durchmesser bei uralten Exemplaren mehr als zehn Meter beträgt, kommt er hierzulande über fünf Meter nicht hinaus. Häufiger finden sich bei älteren Bäumen nahe über dem Boden verholzte Stammauswüchse, die auch Knospen tragen. Die bis zu 30 Zentimeter starke Borke ist abhängig vom Alter graubraun bis braun. Sie weist häufiger tiefe Furchen auf und blättert in langen Streifen ab.

Standort

Der Küsten-Mammutbaum liebt feuchte Böden und bevorzugt einen halbschattigen und luftfeuchten Platz, an dem er regelmäßig Wasser vorfindet. An die übrigen Bodenverhältnisse stellen die Pflanzen der Gattung Sequoia wenig Ansprüche. Gute Grundlagen für sein Wachstum findet der Baum in sandigen, tiefgründigen und nährstoffarmen Böden, die einen pH-Wert von fünf bis acht aufweisen. In unseren Breitengraden ist der Riese nicht zuverlässig frosthart und speziell in jungen Jahren stark frostempfindlich.

Verbreitung

Der Küsten-Mammutbaum ist in küstennahen Gebieten Nordkaliforniens sowie denen des südlichen Oregons beheimatet. Seine natürlichen Bestände erstrecken sich über eine Fläche von rund 8000 Quadratkilometer entlang eines schmalen, circa 750 Kilometer langen Küstenstreifens. Hier wächst der Baum in sonnigen Lagen und findet ein feuchtwarmes Klima mit Niederschlagsmengen bis zu 3000 Millimeter pro Jahr vor.

Nutzung

Obwohl in ihrem Bestand gefährdet und in vielen Zonen unter Schutz gestellt, stellt das Holz der Gattungsart ein wertvolles Nutzholz dar. Da es gut spaltbar und leicht zu bearbeiten ist, hält die Nachfrage in den Bereichen Möbel-, Fenster- und Türenbau an. Seine weitgehende Resistenz gegenüber Pilzen und Insekten macht das Holz zu einem beliebten Exportprodukt in tropische Länder. In Europa, Australien und Neuseeland hielt der majestätische Baum als eindrucksvoller Solitärbaum vorwiegend in Parks und botanischen Gärten Einzug. Dort stellt er eine eine Rarität dar und fasziniert den Betrachter.

Pflege/Schnitt

Wichtig ist, dass der Küsten-Mammutbaum nicht austrocknet. Im Sommer kommt der Gärtner um eine regelmäßige Wassergabe nicht herum. Im Frühjahr düngt er den Baum und wiederholt dies nach rund einem Monat. Eine weitere Düngerzufuhr ist nicht erforderlich. Junge Exemplare gilt es gegen zu harte Fröste zu schützen. Hierzu eignen sich Bastmatten, die das Exemplar, um den Stamm gelegt, schützen. Alternativ verteilt der Gärtner Reisig auf der Erde nahe des Stammes. Da die Küsten-Sequoie schnellwüchsig ist, empfiehlt sich ein Auslichten im Frühjahr.

Krankheiten/Schädlinge

Der Küsten-Mammutbaum zeigt sich gegenüber Krankheiten wenig anfällig. Sämlinge nehmen leicht Schaden durch einen Schimmelpilz-Befall. Während, abgesehen von Borkenkäfer-Arten, Insekten dem Giganten nichts anhaben, stellen in seiner nordkalifornischen Heimat Wapitis oder Schwarzbären natürliche Fressfeinde dar. Sie verbeißen sein Laub oder schälen die Rinde von Jungpflanzen.

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