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Eigenschaften

  • immergrüne Bäume
  • Tropengehölze
  • seltene Pflanzen
  • markanter Wuchs
  • lebendes Fossil

Wasserfichten

Gattung Glyptostrobus
     
  • Beschreibung
  • Fotos
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Die Gattung der Wasserfichten (bot. Glyptostrobus) besteht heute aus einer einzigen Art, der Wasserfichte. Auch ist sie als Chinazypresse (Glyptostrobus pensilis) bekannt. Das Grüngehölz gilt als lebendes Fossil. Fast unverändert in der Form, kommt es seit mehr als hundert Millionen von Jahren auf der Erde vor.

Die Wasserfichte gehört zur Familie der Zypressengewächse (botanisch Cupressaceae). Die Art ist heute auf kleinen Standorten in China, Vietnam und in Laos vorkommend. Im Südwesten Chinas gilt die Wasserfichte als Glücksbringer für die Familie und für die Reisernte. Vor den Eiszeiten waren Wasserfichten in Europa, Asien und Amerika verbreitet. Die erste Beschreibung geht auf den englischen Botaniker George Leonard Staunton zurück, der die Wasserfichten im Jahr 1801 untersuchte.

Blatt

Die Wasserfichte ist ein halb-wintergrüner Baum. Die Pflanze bildet drei unterschiedliche Blattarten an einem Baum aus. Nur eine Blattart bleibt über den Winter am Baum. Es gibt Schuppenblätter, die in Spiralen an den Langtrieben stehen und rund zwei bis drei Jahre am Baum verbleiben. Diese Blätter sind grün, dicklich und verfügen über Spaltöffnungen. Sie werden bis zu drei Millimeter lang.
Bei der zweiten Art handelt es sich um nadelförmige, dünne, spitz zulaufende Blätter. Oberseits verläuft eine Spaltöffnung entlang der Mittelrippe. Sie werden bis zu drei Zentimeter lang und sind zwischen 1,5 und vier Millimeter breit. Diese Blätter fallen mit den Kurztrieben im Winter ab. Die dritte Blätterart ist leicht gekrümmt. Sie stehen radiär ab oder sind in dreireihig an den Kurztrieben angeordnet. Sie erreichen bis zu elf Zentimeter Länge und fallen mit den Kurztrieben zum Winter ab.

Blüte

Glyptostrobus ist einhäusig, auf einem Baum gibt es männliche und weibliche Blüten. Die Blütezeit dauert von Januar bis Februar. Junge Wasserfichten entwickeln weibliche Blütenzapfen. Männliche Blütenzapfen sind elliptisch und rund. Anfangs sind sie grün und verändern sich im weiteren Verlauf zu purpur-blau bis dunkelblau. Die weiblichen Blüten stehen am Ende der Kurztriebe. Die grünen Blütenzapfen sind zur Reifezeit im Oktober hellbraun. Jede Zapfenschuppe verfügt über bis zu drei Samenanlagen.

Frucht

Die braunen Samen der Wasserfichten sind elliptisch und flach. Sie werden bis zu sieben Millimeter lang und rund vier Millimeter breit. Die Samen besitzen einen drei Millimeter langen Flügel.

Wuchs

Glyptostrobus wird zwischen acht und 25 Meter hoch. Der Baum verfügt über einen markanten Stamm, der sich bei einer Höhe von rund 70 Zentimetern stark verbreitet. Der Stamm ist gefurchte und weist Durchmesser zwischen 60 und 120 Zentimeter auf. Die Borke ist grau bis graubraun und löst sich in Streifen ab. Das Holz ist leicht, weich und tolerant gegenüber Nässe.

Die Bäume besitzen eine kegelförmige Krone. Während die unteren Äste fast waagerecht vom Stamm abstehen, wachsen die oberen Zweig nach unten. Es gibt Lang- sowie Kurztriebe an den Bäumen. Die Pfahlwurzel wächst zunächst tief in das Erdreich. Nach rund zehn Jahren wächst sie seitlich weiter. Ältere Bäume weisen maximal zwei Atemwurzeln auf. Diese ragen mehr als einen halben Meter aus der Erde oder über den Wasserspiegel heraus.

Standort

Glyptostrobus bevorzugt einen sonnigen Standort. Die Bäume gedeihen am besten in einem feuchtwarmen Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit und ausreichend Niederschlägen. Durch die Atemwurzeln sind die Gehölzpflanzen an einen wechselnden Wasserstand angepasst. Die Wasserfichte kann ganzjährig in bis zu 60 Zentimeter tiefem Wasser stehen.

Verbreitung

Wasserfichten gibt es hauptsächlich noch in tropischen Regionen im Süden von China mit Monsunklima. Sie kommen dort in der Provinz Guangdong am Perlfluss vor sowie in einigen Gebieten in Fujian am Unterlauf des Minjiang. Weitere Wasserfichtenbestände gibt es in Jiangxi, in Guangxi sowie in Yunnan. Als Zierbäume gibt es Vorkommen in den Bergen von Lushan, in Shanghai, Hangshou sowie in Hongkong. Lokale kleine Bestände von Wasserfichten finden sich in Nordvietnam sowie in Ostlaos an der vietnamesischen Grenze.
In Mitteleuropa ist die Gattung Glyptostrobus nicht winterhart. Es gibt Exemplare in botanischen Gärten, die Kälteperioden überstanden. Jedoch zeigen sie kein Wachstum und keine Fruchtansätze.

Nutzung

Glyptostrobus wird aufgrund seines ausgeprägten Wurzelsystems zur Stabilisierung von Deichen oder Dämmen angepflanzt. Das Holz findet als Bau- sowie Möbelholz Verwendung. Es ist für die Verwendung von Schwimmgürteln oder Rettungsringen geeignet. Die Bäume dienen als Windschutz entlang von Reisfeldern.

Krankheiten/Schädlinge

Einige in Japan angepflanzte Bestände zeigten einen Pilzbefall mit einhergehendem Nadel- und Triebsterben.

Pflanzen innerhalb der Gattung Wasserfichten Glyptostrobus

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