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Eigenschaften

  • Sträucher und bis zu sechs Meter hohe Bäume
  • sommergrüne, gut winterhart
  • reich blühend
  • intensiver, charakteristischer Duft
  • pflegeleicht und schnittverträglich

Flieder

Gattung Syringa ab €2.70 kaufen
     
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Flieder (bot. Syringa) gehört als Pflanzengattung zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Die Gattung umfasst zwischen 20 bis 25 unterschiedliche Arten. Unter dem Begriff Flieder findet sich in der Umgangssprache, neben Vertretern der Gattung Syringa, auch der Sommer-Flieder (bot. Buddleja davidii). Vom botanischen Standpunkt aus, haben die beiden Gewächse keine Gemeinsamkeien. Es handelt sich um genetisch verschiedene Pflanzenarten.

Die schönste Zeit der meisten Arten aus der Gattung Syringa beginnt in den ersten Mai-Tagen. Dann öffnen sich lange Blütenrispen und verströmen ihren markanten Duft. In Europa gehören Gewächse aus der Pflanzengattung Flieder zu den ältesten Gehölzen im Garten. Kein Bauerngarten kam früher ohne diese prächtig blühenden Gewächse aus. Den Weg nach Europa fand der Flieder im Jahr 1565 in der Begleitung eines österreichischen Gesandten. Der brachte das Gewächs aus der Türkei an den Hof in Wien. Von dort zog es in die Gärten Mitteleuropas ein. Ihren Aufschwung erlebte die Pflanzengattung, als sich der französische Züchter Victor Lemoine zum Ende des 19. Jahrhunderts des Wildgehölzes annahm. Über 200 Fliedersorten brachte die Dynastie Lemoine heraus. Die von den Züchtern kreierten Edel-Flieder verhalfen der Pflanzengattung in ganz Europa zu ihrem endgültigen Durchbruch. Der Gewöhnliche Flieder und dessen Zuchtformen tragen in England noch heute die Bezeichnung "french lilac" (Französischer Flieder).

Blatt

Die Blätter der Gehölze aus der Pflanzengattung Syringa sind gegenständig angeordnet. Zwischen fünf und zwölf Zentimeter Länge erreichen die Blätter. Meist sind sie an einem einen bis drei Zentimeter langen Stiel. Bei der Mehrzahl der Flieder-Arten sind die Blätter einfach, breit eiförmig und zugespitzt. Seltener sind herzförmige oder gar fiederförmige Blätter. Blätter in fiederförmiger Ausführung finden sich bei den Arten Persischer Flieder (bot. Syringa laciniata) und Fiederblättriger Flieder (Syringa pinnatifolia).

Blüte

Ein typisches Merkmal der Pflanzengattung Flieder sind die großen rispenförmigen Blüten. In diesen auffälligen Blütenständen sind viele einzelne Blüten zusammengefasst, die, je nach Art, sowohl einfach als auch gefüllt zu bewundern sind. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig und strahlenförmig (radiärsymmetrisch). Beeindruckend ist die Vielfalt der möglichen Farben der Blüten. Das Farbspektrum reicht von dunklem Violett über violett-rot bis hin zu weiß und gelb. Die stark duftenden Blüten haben vier glockförmige, miteinander verwachsene Kron- und Kelchblätter und zwei Staubblätter. Der Fruchtknoten der Blüte ist oberständig und die Staubblätter sind länger als der Griffel.

Frucht

Pflanzen aus der Gattung Syringa bilden Kapselfrüchte aus. Diese sind bräunlich, holzig und zweiklappig. Erste Früchte zeigen sich im September. Kapselfrüchte sind Streufrüchte. Sie öffnen sich und setzen Samen frei.

Wuchs

Vertreter der Pflanzengattung Flieder zeigen sich in unterschiedlichen Wuchsformen. Sie wachsen dicht verzweigt, breitbuschig und locker als sommergrüne Sträucher oder als kleine Bäume, meist mit überhängenden Zweigen. Einige Arten aus der Pflanzengattung Flieder wachsen als Bäume bis zu sechs Meter hoch. In dieser Höhe passt das Gehölz nicht in jeden Garten. Kleinwüchsige Arten, wie der Syringa x meyeri 'Palibin', ist mit einer Wuchshör von 120 Zentimetern eine gute Alternative für kleine Gärten.

Standort

Pflanzen der Gattung Syringa bevorzugen hauptsächlich einen Standort in der Sonne. Viele Arten des Flieders kommen mit lichtem Halbschatten gut zurecht. Die meisten Gehölze der Gattung Syringa bilden in weniger sonnigen Bereichen eine weniger reiche Blütenpracht aus. Auch die Kronen wachsen nicht so üppig wie an sonnigen Standorten. Das Substrat sollte mäßig trocken bis frisch und durchlässig sein. Um die Wurzeln herum, bevorzugt die Pflanze fruchtbare und kalkhaltige Erde. Dichte und schwere Substrate, die Staunässe verursachen, vertragen Vertreter dieser Pflanzengattung schlecht.

Verbreitung

Die Pflanzengattung Syringa ist in weiten Teilen Asiens heimisch. Allein in China kommen 16 unterschiedliche Arten vor. Auch in ganz Europa sind Gewächse der Pflanzengattung Flieder zu Hause.

Nutzung

Pflanzen aus der Gattung Flieder vertragen Hitze und Trockenheit gut. Auch Wind macht den Gehölzen nicht zu schaffen. Deshalb ist der Flieder gern als Hecke zum Windschutz und als Sichtschutz in Verwendung. Als beliebter Zierstrauch, finden sich verschiedene Arten des Flieders in Gärten und Parks, Auch als Schnittpflanze ist der Flieder beliebt.

Pflege/Schnitt

Die meisten Flieder-Arten sind genügsam und pflegeleicht. Sind die Pflanzen gut eingewachsen, kommen sie im Sommer ohne viel Wasser aus. Nur in Zeiten von großer Trockenheit, empfiehlt sich eine zusätzliche Gabe Feuchtigkeit. Stehen Arten des Flieders in sandigen Böden, gibt der Gärtner Nährstoffe in Form von Langzeitdünger oder Hornspänen. Im Frühjahr verbessert eine dünne Schicht reifer Kompost auf der Baumscheibe die Speicherfähigkeit des Bodens für Feuchtigkeit und Nährstoffe.

Flieder verträgt Rückschnitte gut. Der beste Zeitpunkt ist Ende Mai. Pflanzen dieser Gattung bilden ihre Blütenknospen im Vorjahr. Darauf muss der Gärtner beim Schnitt achten. Kleine Schnitte setzt er nach der Blütezeit an. Er schneidet alle abgeblühten Rispen über zwei ausgebildeten Seitenknospen ab. Das verhindert die Bildung von Samen und regt den Wuchs neuer Blüten an. Alte Sträucher bekommen im Herbst einen kräftigen Rückschnitt. Auch wenn das dazu führt, dass im folgenden Jahr die Blüte ausfällt. Bei diesem Verjüngungsschnitt schneidet der Pflanzenfreund die Haupt-Äste des Gehölzes bis auf 40 bis 60 Zentimeter zurück.

Krankheiten/Schädlinge

Pflanzen der Gattung Syringa sind gesund und kräftig. Sie zeigen sich unanfällig gegen Krankheiten oder den Befall durch Schädlinge. Gelegentlich erhalten Gehölze aus dieser Gattung Besuch von der Fliedermotte. Einen Befall erkennt der Gärtner an braunen, unregelmäßigen und zum Teil getrockneten Flecken. Sie stammen von den kleinen Raupen der Fliedermotte.

Seltener leiden die Pflanzen der Gattung Flieder unter der Vertillium-Welke. Bei dieser Krankheit sind die Wasserleitungsbahnen der Pflanze von einem Pilz befallen. Das lässt die Pflanzen absterben. In beiden Fällen ist ein Wechsel des Standortes eine Lösung.

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