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Eigenschaften

  • vogel- und bienenfreundliches Gehölz
  • dornige Triebe, gelbe oder orange Blüte
  • blüht von April bis Juni
  • braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort
  • robust und genügsam

Berberitzen

Gattung Berberis ab €1.80 kaufen
     
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Die Berberitzen (bot. Berberis) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae). Mahonien (Mahonia) sind eng mit Berberitzen verwandt. Manche Botaniker ordnen sie ebenfalls der Pflanzengattung Berberis zu. Die Berberis gehört mit ihren 400 bis 600 Arten zu den vielfältigsten Gehölzgattungen der Pflanzenwelt.

Berberitzen eignen sich hervorragend als Heckenpflanzen. Ihre dornigen Triebe bieten kleinen Vogelarten Schutz vor Räubern. Auch menschliche Eindringlinge überwinden eine Berberitzenhecke nicht ohne Schaden zu nehmen. Selbst die blattabwerfenden Sorten bieten im Winter durch ihre dichte Verzweigung einen einwandfreien Sichtschutz. In ihrer Zwergform hält die Berberitze als Beeteinfassung Hunde und Katzen von den Blumenrabatten fern. Dank ihrer zarten orange-gelben Blüten und der innerhalb der verschiedenen Sorten dunkelblau oder feuerrot gefärbten Beeren, ist sie ein richtiger Hingucker. Außerdem entwickeln viele Arten bei Trockenheit eine wunderschöne blassrosa bis rote Herbstfärbung.

Blatt

Die Pflanzengattung Berberis hat zwei unterschiedliche Arten von Trieben. Lange Triebe, die die Struktur der Pflanze bilden und kurze Triebe, die nur einen bis zwei Millimeter lang sind. Die Blätter an den langen Trieben sind nicht photosynthetisch. Sie bilden zahlreiche Blattdornen aus. Die Knospen in der Achsel jedes Dornblatts entwickeln kurze Triebe mit mehreren photosynthetischen Blättern. Die elliptisch geformten Blätter sind bis zu zehn Zentimeter lang. Sie sind wechselständig angeordnet und an den Rändern fein-stachelig gezähnt. Die Blattfläche ist nicht von Blattadern unterbrochen. Die Oberfläche der kleinen Blätter erscheint in einem dunkleren Grün als die Oberseite. Je nach Unterart wirft die Pflanze die Blätter im Winter ab.

Blüte

Von April bis Juni blüht die Berberitze gelb oder orange. Die drei bis sechs Millimeter großen Blüten sind glockig-halbkugelige, nektarführende Scheibenblumen. Sie stehen in traubigen Blütenständen mit bis zu 30 Blüten. Berührt ein Insekt die Innenseite der Staubfäden, klappen die Staubbeutel nach innen und bestäuben den Kopf des kleinen Besuchers. Berberitzenblüten verströmen ein deutliches Trimethylaminaroma, um Käfer und Bienen anzulocken. Menschen nehmen diesen Geruch als unangenehm wahr.

Frucht

Die kleinen Berberitzenbeeren sind bis zu 15 Millimeter lang und tiefrot oder dunkelblau gefärbt. Sie sind lang, schmal und walzenförmig und stellen eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel dar. Für Menschen sind die Beeren der Berberitze bis auf die im Handel erhältlichen Früchte einer Unterart giftig!

Wuchs

Berberitzen sind dornenbewehrte Sträucher, die Höhen von über zwei Metern erreichen. Durch gezielte Züchtung sind Unterarten in vielen unterschiedlichen Größen entstanden. Vom Bodendecker bis zur mannshohen Hecke führen Gärtnereien ein breitgefächertes Sortiment an Pflanzen der Gattung Berberis.

Standort

Berberitzen sind bescheidene Geschöpfe, sofern sie vor Staunässe geschützt sind. Sie bevorzugen saure oder alkalische und tolerieren kalkhaltige Böden.
Die Berberis braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie ist unempfindlich gegen Wind und extrem frosthart.

Verbreitung

Die Berberis ist auf allen Kontinenten mit Ausnahme von Australien heimisch. In Südamerika und Asien ist die Artenvielfalt am größten.
Das europäische Verbreitungsgebiet der Berberitze erstreckt sich im Osten bis zum Kaukasus. Auf den britischen Inseln und in Skandinavien kommt die Berberitze nicht vor.

Nutzung

Die Berberitze ist eine Giftpflanze und enthält das Alkaloid Berberin. Früher diente es zum Einfärben von Leder und Wolle. In Indien lebt diese Tradition bis heu Durch ihre dornigen Äste bietet sich die Berberitze als Schutzgehölz an.

Pflege/Schnitt

Die Berberitze ist genügsam und benötigt keine Düngergaben. Ein starker Rückschnitt sorgt für reiche Blüte und üppigen Fruchtbehang. Beim Schnitt ist unbedingt darauf zu achten, spezielle Handschuhe zu tragen!

Krankheiten/Schädlinge

Die Berberis ist eine robuste Pflanze, die sich in seltenen Fällen mit folgenden Pilzerkrankungen infiziert:

  • Echter Mehltau
    Er verursacht weiße, pudrige Flecken auf den erkrankten Blättern. Die Flecken entwickeln sich, bis das ganze Blatt vom Pilz bedeckt ist. Betroffene Blätter werden gelb oder braun und fallen ab. Sträucher, die in schattigen oder zu dicht bepflanzten Bereichen wachsen, sind vom Echten Mehltau gefährdet. Erkrankte Blätter sind zu entfernen. Es empfiehlt sich, die Pflanze für eine bessere Luftzirkulation auszulichten.


  • Getreideschwarzrost
    Dieser Pilz tritt im Frühjahr an in der Nähe von Weizenfeldern wachsenden Pflanzen auf. Er präsentiert sich in pudrigen Klumpen von gelben, violetten, braunen, schwarzen oder orangefarbenen Sporen. Die Krankheitserreger breiten sich durch Wassertröpfchen aus. Um ein Fortschreiten der Infektion zu vermeiden, ist die Pflanze an der Basis und nicht von oben zu gießen.


  • Anthraknose
    Diese Gruppe von Pilzerkrankungen tritt nach stärkeren Regenfällen im Frühjahr auf. Ein Befall zeigt sich an runden, gelbbraunen Flecken mit rötlichen Rändern an der Blattoberfläche. Infizierte Blätter fallen ab und sind am besten zu verbrennen.


  • Verticilliumwelke
    Sie ist die schwerwiegendste Erkrankung, die die Berberis befallen kann und verbreitet sich durch den Boden. Das erkrankte Gehölz verwelkt rasch. Leider ist diese hochinfektiöse Pilzerkrankung unheilbar. Bei der Neubepflanzung infizierter Böden ist darauf zu achten, keine für den Welkepilz anfälligen Pflanzen einzusetzen.
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