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Eigenschaften

  • aufrecht und breit wachsend
  • auffällige, meist leuchtend rote Blüten
  • essbare Mini-Quitten
  • winterhart und pflegeleicht
  • mehrjährig

Zierquitten

Gattung Chaenomeles ab €3.20 kaufen
     
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Zierquitten (bot. Chaenomeles) gehören, wie ihre Verwandte, die echte Quitte (Cydonia), zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Diese Pflanzengattung ist in Ostasien (Japan, China, Myanmar) beheimatet und umfasst fünf Arten.

Alle Arten eignen sich als Zier- und Wildobstpflanzen. Dank ihrer meist leuchtend roten und duftenden Blüten bereichern sie vor allem im Frühling jeden Garten oder Park und verleihen ihm ein asiatisches Ambiente. Aufgrund der buschig wachsenden Form lassen sich Zierquitten gut als Hecke, Gruppengehölz oder an Böschungen anpflanzen. Auch die Kultivierung in Pflanzkübeln ist möglich und sorgt für exotisches Flair auf Terrasse oder Balkon. Die auffallenden und anmutigen Blüten locken vor allem Bienen an. Dank ihrer kleinen essbaren Früchte, zählt die Zierquitte zu den beliebtesten Ziersträuchern in Gärten und Grünanlagen.

Blatt

Die grünen Laubblätter der Pflanze sind breit eiförmig, an den Rändern grob gekerbt und rund drei bis fünf Zentimeter lang. An langen Trieben wachsen große Nebenblätter, an kurzen Trieben kleinere. Die wechselständigen Blätter sind im Austrieb häufig leicht bronzefarben. Zum Winter wirft die Zierquitte ihr Laub ab.

Blüte

Die Zierquitte fällt durch ihre anmutigen, schalenförmigen Blütenkelche auf. Oft schon im März blüht sie in sattem Rot, aber auch Weiß- und Rosatöne kommen vor. Die zwittrigen oder staminaten (nur Staubblätter ausbildende) Blüten wachsen als Einzelblüte oder in Büscheln. Der obere Teil des glockenförmigen Blütenbechers weist eine Nektarrinne auf. Die ungleichmäßig wachsenden Kelchblätter sind dachziegelähnlich übereinander angeordnet. Die großen, genagelten Kronenblätter sind bei den meisten Sorten leuchtend rot. Zwischen 20 und 60 gelbe Staubblätter sind im Blüteninneren enthalten. Am Blütenbecher befinden sich fünf Fruchtblätter, die den unterständigen Fruchtknoten bilden.

Frucht

Aus den Hüllblättern entwickeln sich im Wachstumsverlauf gelbe essbare Quitten. In ihrer Form ähneln sie kleinen Äpfeln oder Birnen. Sie verströmen einen aromatischem Duft, sind in rohem Zustand extrem hart und sind lange haltbar.

Wuchs

Die einzelnen Sorten der Zierquitte (sowie Hybridsorten) unterscheiden sich in Wuchs und Blütenfarbe. In der Regel wachsen die Arten der Zierquitte aufrecht breitbuschig und erreichen Höhen von 80 bis 200 Zentimetern. Es bilden sich dichte, verzweigte und leicht sparrige Kronen aus. Im Laufe der Jahre entwickelt sich ein ausladender Wuchs. Die mit dunkelbrauner Rinde umhüllten Triebe sind sortenabhängig stärker oder weniger stark bedornt.

Standort

Die anspruchslose und tiefwurzelnde Zierquitte gedeiht auf jedem guten, tiefgründigen Gartenboden. Diese Pflanzen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Verbreitung

Die Zierquitte stammt ursprünglich aus Regionen Japans, Chinas und Myanmars. Seit dem 18. Jahrhundert breitet sie sich in Europa als Zier- und Nutzpflanze aus.

Nutzung

Neben ihrem Nutzen als Zier- und Heckenpflanze sind die Früchte der Zierquitte von Interesse. Die extrem harten Früchte sind vor dem Verzehr zu kochen. Wie herkömmliche Quitten, eignen sie sich nach den ersten Herbstfrösten zur Herstellung von wohlschmeckenden Gelees. Sie enthalten wenig Zucker und sind reich an Pektin. Das macht sie zu einer wertvollen Gelierhilfe.
Sie gelten als natürliches Heilmittel gegen Durchfall. Ihr hoher Vitamin-C-Gehalt macht sie zu einem gesunden, vielfältig verwertbaren Wildobst. Der saure Saft lässt sich wie Zitronensaft verwenden. So ist beispielsweise die dornenlose Zierquitten-Sorte 'Cido' als Nordische Zitrone bekannt. Die Zierquitte zieht Bienen und andere Insekten an. Der dichte Wuchs dient Vögeln als Schutz- und Lebensraum. Mit diesen positiven Eigenschaften erfüllt sie einen wichtigen ökologischen Nutzen.

Pflege/Schnitt

Die mehrjährige Zierquitte stellt wenig Ansprüche an die Bodenqualität. Rückschnitte sind möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Sind bestimmte Formen oder das Auslichten erwünscht, sind regelmäßige Rückschnitte wichtig. So erfordert beispielsweise ein buschiges Wachstum oder eine Heckenform einen stärkeren Schnitt. Allerdings verringert sich durch diese Maßnahme im darauffolgenden Jahr der Blüten- und Fruchtreichtum. Eine dichte Hecke erfordert einige Jahre Geduld vom Gärtner, hier empfehlen sich zwei bis drei moderate Schnitte pro Jahr.

Krankheiten/Schädlinge

Wie bei Quitten, Birnen und Äpfeln, stellt bei den Zierquitten der Befall mit Feuerbrand eine Gefahr dar. Dieser äußert sich in nahezu schwarzen, verbrannt wirkenden Triebspitzen. Befallene Pflanzen sind umgehend auszugraben und zu entsorgen. Diese Art der Bakterieninfektion verursacht große Schäden im Obstanbau. Außerdem ist ein solcher Befall meldepflichtig. Andere Schädlinge und Krankheiten sind weniger bedeutsam.

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