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Eigenschaften

  • wachsen als unverzweigte Stauden
  • auffällige Blütenstände
  • Blütezeit von Mai bis Juni
  • Blüten versprühen leicht pfeffrigen Duft
  • erreichen Höhen von 80 bis 120 Zentimeter

Lupinen

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Die Lupinen (botanisch Lupinus) bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Faboideae (Schmetterlingsblütler). Damit gehören sie zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Im Volksmund trägt die Gattung die Beinamen Wolfsbohne oder Feigbohne. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, verbreitete sich Lupinus bis nach Mitteleuropa. Vorrangig existiert die Art Lupinus polyphyllus (Vielblättrige Lupine).

Die Lupinen eignen sich als Futter-, Gemüse- und Zierpflanzen. In ihren Hauptverbreitungsgebieten sind sie als Wildpflanzen verbreitet. Ihre Samen enthalten einen giftigen Bitterstoff namens Lupinin. Dieser verursacht den Tod durch Atemlähmung. Die Zuchtformen der Pflanzen beinhalten das Toxin nicht. Dennoch lösen sie bei Allergikern unter Umständen gesundheitliche Probleme aus. Die Lupinen sind sommerliche Blüher und zählen zu den Stauden. Erst im 19. Jahrhundert kamen sie aus den USA nach Europa.

Blatt

Die Pflanzengattung Lupinus entwickelt weiche, grüne bis graugrüne Laubblätter. Diese weisen leichte, silberne Härchen auf. Die gefiederten Blattspreiten besitzen die Form einer Hand. Sie unterteilen sich in fünf bis 28 Blättchen. Bei einigen Arten reduzierten sie sich zu einem herzförmigen Blatt.

Blüte

Die Blüten der Lupinen stehen in dichten, quirligen Blütenständen zusammen. Aufrecht stehend, erreichen die Einzelblüten eine Länge zwischen einem und zwei Zentimetern. Die charakteristischen Schmetterlingsblüten besitzen einen oberständigen Fruchtknoten sowie eine deutliche Fahne. Neben zwei seitlichen Flügeln bildet sich ein verwachsener Kiel. Dieser besteht aus den beiden untersten Blütenblättern. Aufgrund ihrer Form tragen die Blüten den Beinamen Quäkerhauben.

Frucht

Lupinus bilden Hülsenfrüchte in Form von Schoten. Jede enthält artabhängig zwei bis zahlreiche Samen.

Wuchs

Die Blütezeit der Lupinen beginnt Ende Mai. Sie reicht bis Ende Juni. Die imposanten Blütenstände erscheinen in den Farben Weiß, Violett, Blau sowie Rosa. Ebenso kommen mehrfarbige Blüten vor. Die aufrechten Stauden erreichen eine Höhe von bis zu 120 Zentimetern. Ihre handförmig gefiederten Blätter teilen sich in lanzettliche Blättchen.

Standort

Die Pflanzen der Gattung Lupinus benötigen einen sonnigen Standort, um zahlreiche Blüten zu bilden. Das gilt gleichermaßen für Wildpflanzen und Topfpflanzen. Obgleich sie einen geschützten Stellplatz bevorzugen, brauchen Lupinen luftige Lebensbedingungen. Sorgsame Gärtner achten auf einen lockeren Boden und verhindern Staunässe.

Lupinen tolerieren Halbschatten. Doch beeinträchtigt zu viel Schatten ihren Wuchs. Um das gesunde Wachstum zu unterstützen, brauchen die Pflanzen drei Sonnenstunden am Tag. Die Gewächse gelten als Bodenverbesserer und eignen sich zur Gründüngung. Ihre langen Wurzeln durchdringen festes Substrat ohne Schwierigkeiten. Dennoch bevorzugen sie ein lockeres, durchdringliches Erdreich.

Speziell auf leicht sandigem Untergrund, gedeihen die Lupinen ausgezeichnet. Bei harten Böden lohnt es sich, Sand unterzumischen. Dadurch bilden die Stauden ein dichteres Blattwerk und mehr Blüten. Auf keinen Fall vertragen Lupinen Staunässe. Deshalb ist auf einen guten Ablauf von Gieß- und Regenwasser zu achten.

Verbreitung

Ursprünglich stammen die Lupinen aus dem pazifischen Nordamerika. Sie verbreiteten sich von British Columbia bis nach Kalifornien. Vorrangig wachsen die Stauden auf ozeanisch geprägten Wiesen. Sie kommen in Höhenlagen von bis zu 2.900 Metern vor. Der Mensch verhalf den Pflanzen zu einer amerika- und später weltweiten Ausbreitung.

Mittlerweile existieren zahlreiche Lupinen-Arten in Europa. In den gemäßigten Breiten gehören sie zu den begehrten Gartenpflanzen. Lupinen, vorrangig die Vielblättrige Lupine, neigen zum Verwildern. Als häufigste Lupinenart Mitteleuropas kommt sie beispielsweise in Bayern als Wildpflanze vor. Erstmals wiesen Forscher sie 1890 in dieser Region nach. Die neophytische (gebietsfremde) Pflanze gedeiht an Böschungen und Waldrändern. Ebenso kommt sie auf Waldlichtungen vor. Mittlerweile zählen die Lupinen zu den häufigsten Neophyten in Deutschland.

Nutzung

Die Lupinen kommen als Gründüngung sowie als Nahrungs- und Futtermittel zum Einsatz.

Pflege/Schnitt

Die verschiedenen Arten der Gattung Lupinus bilden lange Wurzeln aus. Deren Maße übersteigen oft jene der hohen Blütenstände. Junge Pflanzen benötigen regelmäßige Wasserzugaben, um ihre Wurzelsysteme zu entwickeln. Bei älteren Gewächsen wässern Gärtner in starken Dürreperioden nach. Bei gemäßigtem Klima versorgen sich die Lupinen über die Wurzeln eigenständig.

Auch das Umpflanzen schädigt die Lupinen nicht. Die Gärtner achten darauf, die langen Wurzeln nicht abzuknicken. Teilen sie große Exemplare, ziehen sie aus den Ablegern neue Lupinen. Der Herbst stellt einen guten Zeitpunkt zum Verpflanzen dar. Die Gewächse der Pflanzengattung benötigen keinen Schnitt. Sie wachsen jedes Jahr erneut. Es ist ratsam, verblühte Blüten zu entfernen.

Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert eine weitere Blühphase. Gleichzeitig verhindert der leichte Schnitt das selbstständige Aussäen der Gewächse. Im Herbst sind die Pflanzen bis auf den Boden herunterzuschneiden.

Die verschiedenen Lupinen-Arten wachsen sorglos auf mageren Böden. Sie benötigen keinen Dünger. Vielmehr eignen sie sich für andere Pflanzen als Gründüngung. Hierfür bilden die Wurzeln der Lupinen kleine Knöllchen. Diese reichern die Pflanzen sowie den Boden mit Stickstoff an. Damit sorgen die Gewächse eigenständig für fruchtbare Bodenverhältnisse.

Entscheidet sich der Gärtner für die Gabe von Dünger, ist ausschließlich reifer Kompost vorteilhaft. Lupinen sind winterharte Gartenpflanzen. Einen Winterschutz benötigen sie im Freiland nicht. Im Kübel ist ein Schutz vor Frösten von Vorteil. Deren Erde friert schnell ein.

Krankheiten/Schädlinge

Zu den Schädlingen und Krankheiten der Lupinen zählen Schnecken und Mehltau. Speziell junge Gewächse der Pflanzengattung leiden unter den Schnecken. Diese verspeisen die Blätter und beeinträchtigen den Wuchs der Pflanzen. Ältere Lupinen überstehen den Schneckenangriff schadlos. Dennoch hilft es, die Tiere von den Gewächsen abzusammeln.

Stehen die Lupinen dicht beieinander und herrscht ein feuchtes Klima, ist Mehltau zu befürchten. Um diesen zu verhindern, sorgen die Gärtner zwischen den Pflanzen für eine ausreichende Luftzirkulation. Auch kommt es vor, dass die Blätter welken und die Blüten vorzeitig abfallen. Hier kann die Fusarium-Welke die Ursache sein. Betroffene Gewächse sind zu entfernen. So lässt sich das Ausbreiten der Krankheit verhindern.

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