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Eigenschaften

  • unterschiedliche Wuchsform und Wuchsgröße
  • blühend und früchtetragend
  • ein- bis zweijährig
  • laubabwerfend
  • artenabhängig beliebte Nutzpflanzen

Hülsenfrüchtler

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Hülsenfrüchtler (bot. Fabaceae oder Leguminosen) gehören zu den artenreichsten Pflanzenfamilien. Sie gehören zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen und sind in drei Unterfamilien unterteilt. Rund 20.000 Arten gehören zur Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler, deren Ursprung bis in die Kreidezeit zurückreicht.

Fabaceae sind eine extrem große und extrem alte Pflanzenfamilie. Nur wenige Pflanzenfamilien haben zwei gültige botanische Namen. Im Jahre 1763 hießen Hülsenfrüchtler botanisch Leguminosae. Die Umbenennung in Fabaceae erfolgte im Jahr 1826, wobei die ursprüngliche botanische Bezeichnung weiterhin ihre Gültigkeit behielt. Die ausdauernden und krautig bis holzig wachsenden Pflanzen, sind ein- oder zweijährig und als Bäume, Sträucher oder Lianen vertreten. Auch Arten mit Stacheln und Dornen kommen bei Hülsenfrüchtlern vor. Die meisten Arten entwickeln essbare Früchte, was Fabaceae zu wichtigen Kulturpflanzen mit weltweiter Bedeutung werden ließ.

Blatt

Die grünen Laubblätter sind in den meisten Fällen wechselständig am Stiel angeordnet und weisen eine fiedrige Struktur auf. Bei einigen Arten haben sich die Fiederblätter im Laufe der Evolution vollständig in Ranken umgebildet und sind aus diesem Grund unterentwickelt oder nicht mehr vorhanden. Auch einige ungefiederte, glattblättrige Arten sind bei Hülsenfrüchtlern bekannt.

Die Pflanzenfamilie bildet Nebenblätter aus, die, je nach Art, größer oder kaum vorhanden sind. Sehr wenige Arten wachsen mit völlig reduzierten Blättern, wobei die Phyllodien in diesem Fall die Aufgabe der Photosynthese übernehmen. Das Laubwerk ist mittel- bis dunkelgrün und unterscheidet sich in seiner Größe sichtbar. Bei den meisten Hülsenfrüchtlern sind die Laubblätter groß und verdecken die Blüten und Fruchtstände beinahe vollständig. Hülsenfrüchtler sind laubabwerfend, ohne dass sie im Herbst eine spezielle Färbung entwickeln.

Blüte

Bei den Blüten zeigen sich in den einzelnen Fabaceae Arten deutliche Unterschiede. Einige Hülsenfrüchtler bilden traubige, ährenförmige oder rispige Blütenstände aus, während andere Arten sich mit wickelförmigen oder kopfigen Blütenständen zeigen. Die Einzelblüten sind meist zwittrig, seltener eingeschlechtig. Meistens sind fünf Kelchblätter vorhanden und die Kronblätter wachsen mit absteigender Deckung. Viele der Hülsenfrüchtler verfügen über drei Kronblätter, wobei Variationen mit ein bis fünf Kronblättern bekannt sind. Diese stehen untereinander frei und sind nicht miteinander verwachsen.
Anders verhält es sich bei den bis zu neun Staubblättern, die bei Hülsenfrüchtlern meist hülsenförmig verwachsen. Die Einzelblüten sind klein und siedeln sich gruppiert in oben aufgeführter Blütenstandform an. Pro Blüte ist meist nur ein oberständiges Fruchtblatt vorhanden. Nur sehr wenige Arten der Fabaceae weisen zwei bis 16 Fruchtblätter auf. Die Blütenfarbe variiert von Weiß über Gelb, Rosa, Beige oder Hellgrün bis hin zu tiefem Violett, Blau, Rot oder Magenta.

Frucht

Alle Hülsenfrüchtler bilden typische Fruchthülsen mit mehreren Samen aus. Die Hülsenfrucht öffnet sich im Zeitraum der Reife bäuchlings sowie an der Rückennaht und gibt die darin enthaltenen Samen frei. Gliederhülsen mit Bruchfrüchten kommen bei Fabaceae seltener vor. Hier heißen die Früchte Nüsschen, Balgfrüchte oder Steinfruchtähnliche.

Hülsenfrüchtler bilden einzelne Fruchtstände aus. Nur bei sehr wenigen Arten der Pflanzenfamilie sind Sammelfrüchte vorhanden. Je nach Pflanze kann eine Frucht bis zu 100 Samen enthalten. Die Früchte unterscheiden sich in ihrer Größe und sind geflügelt oder ungeflügelt. Auch der Stärkegehalt der Samen variiert deutlich.

Wuchs

Der Wuchs bei Hülsenfrüchtlern ist artenabhängig. Es gibt Bäume und Sträucher, Kletterpflanzen und Lianen. Auch die Pflanzengröße variiert deutlich nach der Art, wodurch keine konkreten und allgemeingültigen Angaben zum Wuchs gemacht werden können.
Alle Hülsenfrüchtler sind robust, verfügen über einen dicken Stamm oder Stängel und bilden aus diesem heraus Verzweigungen, an denen die Blütenstände und Früchte sowie die Laubblätter sitzen. Besonders robust sind dornen- und stachelbildende Fabaceae, deren Stamm oder Stängel deutlich dicker als bei nicht bewehrten Pflanzenarten ist.

Verbreitung

Hülsenfrüchtler sind auf der ganzen Welt beheimatet und wachsen auf unterschiedlichen Böden und in verschiedenen Klimazonen. Vor allem in Europa und Asien, in Neuseeland, im südlichen Amerika und Afrika, aber auch in unwirtlichen Regionen sind Fabaceae zu finden.
Die meisten Arten wachsen auf Kontinenten mit gemäßigtem Klima und entsprechenden Temperaturunterschieden zwischen der Sommer- und Winterzeit. Neben der natürlichen Verbreitung, sind Hülsenfrüchtler im Rahmen der Kultivierung weltweit zu finden. Dieser Faktor trifft Arten der Pflanzenfamilie zu, die essbare Früchte bilden und weltweit in der Ernährung von Bedeutung sind.

Nutzung

Hülsenfrüchtler wurden bereits vor langer Zeit als Nutzpflanze entdeckt und kultiviert. Dabei stehen die Samen im Vordergrund und sind aufgrund ihres hohen Eiweißgehalts in der tierischen und menschlichen Ernährung beliebt.
Bei Erbsenartigen werden die Samen, bei Bohnenartigen die eigentlichen Früchte verzehrt. In der veganen und vegetarischen Ernährung führen Hülsenfrüchtler dem Körper die Energie zu, die aufgrund des Verzichts auf tierische Kost anderweitig in den Organismus gelangen muss. Als Kulturpflanze haben sich Fabaceae weltweit in den Küchen etabliert und werden in gegartem Zustand auf unterschiedliche Arten zubereitet.

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