Klassifikation

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  • Ordnung: Süßgrasartige
  • Familie: Sauergrasgewächse
  • Gattung: 7 Einträge
  • Art: 32 Einträge
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Eigenschaften

  • krautige, grasartige Stauden
  • wachsen ausdauernd
  • bevorzugen saure Böden
  • große Artenvielfalt
  • global verbreitet, gemäßigte Zonen

Sauergrasgewächse

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Sauergrasgewächse (bot. Cyperaceae) bilden nach der neuen Systematik eine Familie innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Sie gehören zur Klasse der Bedecktsamer (Magnoliopsida).

Die Pflanzen bilden zwei Unterfamilien und 14 Tribus. In den Tribus sind 98 bis 109 Gattungen mit rund 5500 Arten enthalten. Rund ein Drittel der Gattungen enthält nur eine Art und ist monotypisch. In sieben der Gattungen sind mehr als 200 Arten erfasst. Zwei Gattungen stechen hervor: Zyperngräser (Cyperus) sind mit 686 Arten und Seggen (Carex) mit 1757 Arten vertreten.

Blatt

Die Laubblätter sind einfach und bestehen aus Blattscheide und Blattspreite. In der Systematik der Monokotyledonen, den einkeimblättrigen Pflanzen, umfasst häufig eine röhrenartige oder bauchige Blattscheide die Sprossachse. Meistens ist die Blattscheide geschlossen. Offene Blattscheiden bilden die Ausnahmen.

Die Blattspreite ist von parallelen Nerven durchzogen. Sie ist grasartig schmal und ganzrandig. Die Blätter stehen wechselständig am Stängel. Sie sind zum größten Teil dreizeilig angeordnet. Zusätzlich zu den Laubblättern bilden sich Hochblätter (Hyposophylle) aus. Oft sind sie reduziert und einfacher und weichen in ihrer Form von den Laubblättern ab. Sie stehen am Spross über den Laubblättern im Übergang zur Blüte. Häufig dienen sie als Schutz für die Knospen. Manchmal sind die Hochblätter auffällig weiß oder farbig.

Blüte

Die Blüten sind unscheinbar. Sie sind zwittrig oder eingeschlechtig. Bei eingeschlechtigen Blüten sind die Pflanzen einhäusig (monözisch) oder zweihäusig (diözisch) getrenntgeschlechtig. Alle Blüten sind dreizählig und radiärsymmetrisch aufgebaut. Dabei sind mehrere identische Pflanzenteile dreidimensional und symmetrisch um eine zentrale Achse geordnet. Die Teile können in mehreren Ebenen angelegt sein.

Die Blüten bestehen aus null bis sechs Blütenhüllblättern. Diese sind zu Borsten, Haaren oder Schuppen reduziert. Oft sind nur drei freie, fertile (zur Befruchtung geeignete) Staubblätter vorhanden. Es entwickelt sich ein Pollenkorn. Zwei bis drei Fruchtblätter sind mit einer basalen Samenanlage zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Die Blüten sind einzeln oder zu vielen Ährchen geordnet. Die Ährchen stehen einzeln oder sind zu mehreren in ährigen, rispigen oder kopfigen Blütenständen zusammengefasst. Bei den Sauergrasgewächsen erfolgt die Bestäubung durch den Wind.

Frucht

Die Pflanzen bilden eine einsamige Nussfrucht, die Karyopse. Diese entwickelt sich aus dem oberständigen Fruchtknoten. Eine dünne Fruchtwand, die Spelze, umhüllt den Samen. Später verwächst sie mit der Samenschale, der Deckspelze. Die Deckspelze hilft bei der Verbreitung der Samen.

Wuchs

Es sind ausdauernde und krautige Stauden und sie ähneln dem Aussehen von Gräsern. Von den Süßgräsern sind sie durch die Art ihrer Stängel zu unterscheiden. Diese sind mehr oder weniger ausgeprägt dreikantig, markhaltig und fest. Knoten sind vorhanden. Ihre Form ist nicht hervorgehoben und sie sind nicht auffällig gefärbt.

Verbreitung

Sauergrasgewächse haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in den gemäßigten oder subarktischen Bereichen. Sie kommen auf der Süd- und Nordhalbkugel der Erde vor. Überwiegend wachsen sie an feuchten Standorten. Moore, Feuchtwiese, Sümpfe, Ufern oder Verlandungszonen von Gewässern sind ideale Standorte. Einige Arten besiedeln Erlenbrüche. Andere Arten sind auf trockenen Standorten zu finden. Spezialisierte Arten bewachsen Dünen und kommen in Trockenrasen oder in trockenen Wäldern vor. Auch auf alpinen Geröllfeldern und in Felsspalten wachsen Sauergräser.
Neben der Spezialisierung auf die Standorte sind unterschiedliche Ansprüche an den Boden bekannt. Es gibt kalktolerante Arten. Die meisten wachsen lieber auf kalkfreien und sauren Böden. Deshalb haben sie den Namen Sauergräser und Sauergrasgewächse.

In Mitteleuropa sind vierzehn Gattungen Zuhause: Quellbinsen (Blysmus), Strandsimsen (Bolboschoenus), Seggen (Carex), Schneiden (Cladium), Zypergräser (Cyperus), Sumpfbinsen (Eleocharis), Wollgräser (Eriophorum), Moorbinsen (Isolepis), Nackt-/Schuppenried (Kobresia), Schnabelriede (Rhynchospora), Kopfried (Schoenus), Teichbinsen (Schoenoplectus), Simsen (Scirpus) und Rasenbinsen (Trichophorum).
Wollgräser oder Moorbinsen helfen in sumpfigem Gelände durch die Verwesung ihrer Pflanzenteile, der Fäulnis vorzubeugen. Seggen oder Strandsimsen befestigen lockeren Boden in Ufernähe oder auf sandigen Hängen.

Nutzung

Die Sauergräser haben weder eine auffällige Blüte noch duften sie. Dennoch sind sie bei Gartengestaltern und Gärtnern beliebt. Die Arten sind breit gefächert und haben unterschiedliche Erscheinungsformen. Sie sind seit vielen Jahrzehnten unaufdringliche und strukturierende Pflanzen für Parks.
Ungünstigen Arealen unter Bäumen geben sie ein angenehmes Aussehen. In den Übergangszonen zwischen Teichen und gärtnerisch angelegten Flächen sind sie die vermittelnden Gewächse. In Mitteleuropa werden vielfach Seggen (botanisch Carex) verwendet. Es gibt Arten für trockene oder steinige Bereiche. Durch Auslesen sind einige Sorten mit auffälligem Aussehen entstanden. Einige bereichern die Farbpalette durch pastellfarbige Hochblätter. Andere Arten und Sorten sind beliebte Zimmerpflanzen.

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Seggen (Carex)
Seggen

Carex

Gattung
Schneiden

Cladium

Gattung
Zypergräser (Cyperus)
Zypergräser

Cyperus

Gattung
Sumpfbinsen (Eleocharis)
Sumpfbinsen

Eleocharis

Gattung
Wollgräser (Eriophorum)
Wollgräser

Eriophorum

Gattung
Moorbinsen

Isolepis

Gattung
Simsen (Scirpus)
Simsen

Scirpus

Gattung
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