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Eigenschaften

  • wachsen als Sumpf- und Unterwasserpflanzen
  • starkes Wachstum
  • bilden unter Wasser dichte Teppiche
  • zur Teich- und Uferbepflanzung geeignet
  • benötigen viel Licht, volle Sonne

Sumpfbinsen

Gattung Eleocharis ab €4.10 kaufen
     
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Sumpfbinsen (botanisch Eleocharis) gehören einer Pflanzengattung innerhalb der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) an. Bezugnehmend auf ihren bevorzugt feuchten Lebensraum setzt sich der Name Eleocharis aus den griechischen Wörtern für Sumpf (helos) und Dank, Freude (charis) zusammen.

Robert Brown, ein schottischer Arzt und bedeutender Botaniker, definierte im Jahr 1810 die Eleocharis, die weltweit über 250 Arten umfasst. Die anspruchslosen, krautigen Sumpfbinsen sind auch als Riedgras, Sumpfried und Simsen bekannt. Es gibt sie in zahlreichen Wuchsformen im Binnenland und in Küstennähe. Sie zählen zu den Wurzelkriech-Pionieren. Durch weitreichende unterirdische Wurzel-Ausläufer (Rhizome) besiedeln sie ansonsten kahle Verlandungszonen und bilden den ersten Bewuchs. Die meisten Arten sind bis auf einzelne Ausnahmen ausdauernd und mehrjährig.

Blatt

Der obere Teil des Stängels ist blattlos, kahl. Einzig an der Pflanzenbasis finden sich längliche, oft faserige, einfache Blätter (Niederblätter).

Blüte

Blütezeit ist artabhängig von Mai bis September. An den Spitzen der kahlen Stängel bildet die Pflanze kleine Blütenstände. Diese sogenannten Ährchen bilden sich durch dicht stehende, zahlreiche Deckblätter (Spelzen), hinter denen jeweils eine Blüte sitzt. Nach der Befruchtung entstehen daraus Samennüsschen in großer Zahl. Sie erscheinen zahlreich, weil sie vermindert in der Lage sind zu keimen.

Alle Arten der Gattung Eleocharis zählen zu den Bedecktsamern. Ihre Blüten sind zwittrig und besitzen jeweils männliche und weibliche Organe. Die bräunlich-schwarzen Samen (Achäne) zählen zu den sogenannten Nussfrüchten. Die Samen verbreiten sich über das Wasser, durch Anhaften an Fell oder Gefieder von Tieren und mit dem Wind. Für die Vermehrung der Sumpfbinsen spielen die Samen eine eher untergeordnete Rolle. Hauptsächlich vermehren und verbreiten sich die Pflanzen vegetativ mithilfe ihres unterirdisch kriechendem Rhizomsystems.

Wuchs

Sumpfbinsen bilden vor allem unter Wasser dichte, rasenartige Pflanzteppiche. Wuchshöhen von wenigen Zentimetern bis zu einem Meter sind innerhalb der verschiedenen Arten möglich. Ihr jeweiliges Erscheinungsbild ist von den gegebenen Standort- und Umweltbedingungen geprägt. Im Flachwasser an Uferrändern zeigen sich grobe, robuster erscheinende Wuchsformen. Kleiner und zarter fallen solche Pflanzen aus, die in Feucht- und Sumpfwiesen stehen. Grasartig und mit haarfeinen Stängeln bilden Unterwasserarten dichte Matten.
Die geraden, aufrecht wachsenden Stängel haben je nach Art hell-grasgrüne bis blaugrüne Färbungen. Die Halmoberfläche ist glatt und rund oder kantig und gerillt in der Struktur. Das Röhreninnere der Stängel füllt ein schwammiges Mark. Die Halme sind fest und lassen sich schwer zusammendrücken.

Standort

Die anspruchslosen Sauergraspflanzen gedeihen in Sümpfen und Mooren, Uferzonen, regelmäßig gefluteten Flussauen sowie Feuchtwiesen. Einige Arten bevorzugen Standorte in Küstennähe. Diese kommen mit leicht salzhaltigem Wasser zurecht. Sumpfbinsen brauchen viel Sonnenlicht, um sich gut zu entwickeln. Ideal zur Ansiedlung im Gartenteich ist ein vollsonniger bis halbschattiger Standort. Im Uferbereich wachsen Arten der Sumpfbinse im Niedrigwasser und unter Wasser. Auch bei der Haltung im Aquarium ist für eine entsprechende Beleuchtung zu sorgen, um das Wachstum zu fördern.

Verbreitung

Die Gattung Eleocharis hat sich in gemäßigt kalten, sowie in tropisch-warmen Zonen über den gesamten Globus verbreitet. Die Pflanzen wachsen bevorzugt in Verlandungsgesellschaften von Feucht- und Sumpfzonen. Besonders in Asien ist eine Art gezielt zur Lebensmittelgewinnung kultiviert. Deren Wurzelknollen sind eßbar. Auch in der Naturmedizin kommen die Knollen zum Einsatz.

Nutzung

Für Wasservögel sind Jungtriebe, Wurzeln und Samen der Sumpfbinse eine willkommene Futterquelle. Der rasenartige Wuchs bietet vielen Kleintieren Verstecke und Brutplätze. Wasserinsekten und Libellen schätzen die Halme für den Ansitz. Viele Eleocharis-Arten lassen sich gut im eigenen Gartenteich und dessen Uferbereichen kultivieren. Sie bilden die ideale Ufereinfassung und Flachwasserbepflanzung für Naturteiche und gedeihen im Mini- oder Terrassenteich. Aquarienbesitzer schätzen die Unterwasser wachsenden Arten zur Bepflanzung des Beckengrundes.

Pflege/Schnitt

Sumpfbinsen haben ein kräftiges, dichtes Wachstum und bilden zahlreiche Wurzelausläufer. Verlandet das Teichufer zu stark, lässt es sich durch Abstechen der Pflanzenteppiche eindämmen Abgestochene Wurzelstücke lassen sich zur Vermehrung an anderer Stelle neu anpflanzen. In unseren Breiten sind Sumpfbinsen winterhart. Viele Arten bleiben ganzjährig grün. Andere färben sich zu Beginn der Frostphasen gelb-bräunlich und ziehen leicht ein. Ein Schneiden der Stängel ist nicht nötig. Im Frühjahr bilden sich die Polster neu aus. Nennenswerte Krankheiten oder Schädlinge sind nicht bekannt.

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