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Eigenschaften

  • artenreiche Gattung mit zierlichen Gräsern
  • unauffällige Blütenstände mit mehreren Ährchen
  • borstenförmige Blätter
  • Wuchshöhe zwischen 20 und 200 Zentimetern
  • Pflanzen der Feuchtgebiete

Moorbinsen

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Die Pflanzengattung der Moorbinsen (bot. Isolepis) gehört zur Familie der Sauergräser (bot. Cyperaceae). Die Gattung umfasst circa 60 bis 70 Arten. Die Flutende Schuppensimse (bot. Isolepis fluitans) und die Borstige Schuppensimse (bot. Isolepis setacea) sind in Deutschland wild wachsende Arten aus dieser Gattung.

Schwerpunktmäßig sind die Moorbinsen in den kühleren tropischen und gemäßigten Klimazonen beheimatet. Der Name Schuppensimse ist ein Synonym für die Pflanzengattung. Ihr botanischer Gattungsname deutet darauf hin, dass das Tragblatt des Blütenstandes dem Halm ähnelt. Die Gattung zeichnet sich durch einen Facettenreichtum aus. Die Arten entwickeln unterschiedliche Erscheinungsformen und Größen. Sie tragen unauffällige Blütenstände, die typisch für alle Binsen sind.

Blatt

Charakteristisch für die Moorbinsen sind borstenartige Blätter. Die Blätter entwickeln sich an den Knotenpunkten, den sogenannten Nodien. Es gibt Arten, bei denen die Blätter an der Basis sitzen. Sie überragen meist nicht den Blütenstand. Andere Moorbinsen weisen Borstenblätter entlang der Sprossachse auf. Je nach Art variiert die Anzahl der Laubblätter zwischen einem und vier Blättern. In seltenen Fällen sind die Blätter reduziert, sodass sie als Lappen erkennbar sind. An der Basis der Blätter geht die Blattspreite in die Blattscheide über. Diese umschließt die Sprossachse wie eine Hülle. Die Blattscheide ist je nach Art grün oder bräunlich bis purpurfarben gefärbt. Die Blattspreite ist grün.

Blüte

Moorbinsen entwickeln die für Binsen typischen Blütenstände, die aus mehreren Ährchen zusammengesetzt sind. Pro Blütenstand sind zwischen einem und zehn Ährchen ausgebildet. Bei der Gattung Isolepis erscheinen die Blütenstände rundlich. Dadurch sind sie von anderen ähnlich erscheinenden Gattungen unterscheidbar. Jedes Ährchen besteht aus mehreren Blüten. An der Basis der Ährchen sitzen die Hüllspelzen.

Bei den Moorbinsen sind diese Hüllspelze spiralförmig angeordnet. Die Pflanzen blühen in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet zwischen Oktober und Januar. Diese Blütezeit verschiebt sich in die Sommermonate, wenn die Pflanzen in Mitteleuropa wachsen. Die Blütenährchen sind federartig und weiß bis cremefarben gefärbt. Sie sind unauffällig und locken keine Bestäuber wie Bienen oder Hummeln an. Der Wind oder kleine Insekten sorgen für ein Bestäuben der Blüten. Jeder Blütenstand besitzt ein Tragblatt, welches sich in seiner Gestalt nicht vom Halm unterscheidet. Dadurch entsteht der Anschein, dass die Blütenstände seitlich an der Sprossachse sitzen.

Frucht

Isolepis-Arten entwickeln nach der Blüte Kapselfrüchte. Die Früchte sind im Inneren durch Rippen in drei Kammern eingeteilt. Jede Kammer enthält bis zu drei Samen. Wenn die Kapseln eintrocknen, reißt die äußere Fruchthaut auf. Die Kapseln setzen die Samen frei. Der Wind oder fließendes Wasser tragen die Samen davon.

Wuchs

Moorbinsen sind zierliche Gewächse mit dünnen Halmen, die in sumpfigen Gebieten oder im Wasser wachsen. Die Sauergräser erreichen Wuchshöhen zwischen 20 und 200 Zentimetern. Sie bilden zahlreiche feine Wurzeln und Rhizome aus. Die Rhizome breiten sich horizontal aus und dienen dem Vermehren. Ein Rhizom erreicht eine Länge von 20 Zentimetern. Die teppichformenden Arten bilden oberirdische Ausläufer. Das Erscheinungsbild der Moorbinsen ist büschelförmig. Arten, die normalerweise in alpinen Höhenlagen wachsen, bilden ausgedehnte Teppiche über dem Boden aus. Je niedriger sie vorkommen, desto mehr verändert sich ihre teppichartige Form zu einem büscheligen Wuchs. Pro Büschel stehen bis zu 50 Halme dicht beieinander. Die im Wasser lebenden Arten sind flutend. Die Sprossachse liegt auf der Wasseroberfläche. Aus den Nodien entspringen Wurzeln, die sich im Substrat verankern. Moorbinsen sind ein- oder mehrjährig.

Standort

Moorbinsen benötigen einen sonnigen bis halbschattigen Standort und dauerhaft feuchte bis nasse Böden. In ihren natürlichen Verbreitungsgebieten liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur bei 13 °Celsius. Die Sauergräser tolerieren niedrigere Temperaturen. Sie sind frosthart bis zu Temperaturen von minus zwölf °Celsius. Das ideale Substrat besteht aus gleichen Teilen Sand und Lehm. Isolepis-Arten wachsen in kalkfreien und schwach sauren Böden.

Verbreitung

Moorbinsen sind in der gemäßigten Zone der südlichen Hemisphäre verbreitet. Die Gattung Isolepsis hat ihre größte Artenvielfalt im südlichen Afrika, da hier die Winter niederschlagsreich und mild sind. Das Verbreitungsgebiet der Sauergräsererstreckt sich bis in den Osten Afrikas. Moorbinsen kommen in Australien und Südamerika vor. Zwei Arten sind in Europa heimisch. Isolepis-Arten wachsen in Gesellschaften mit einjährigen Pflanzen in Feuchtgebieten. Charakteristisch für diese Lebensgemeinschaften sind mehrjährige Pflanzen, die an den Ufersäumen von Seen dichte Matten entwickeln. Moorbinsen wachsen im Tiefland und in der alpinen Zone der tropischen Gebirgsketten.

Nutzung

Viele Isolepis-Arten gelten als beliebte Zierpflanzen für Moorbeete und Teiche. Sie haben wasserreinigende Eigenschaften und schützen die Uferbereiche vor Erosion. Die Moorbinsen wachsen in Staudenrabatten und gedeihen in Kübeln und Töpfen. Einige Arten, die im Wasser leben, eignen sich zur Dekoration von Aquarien.

Pflege/Schnitt

Moorbinsen benötigen keine aufwändige Pflege. Sie zeigen sich für regelmäßiges Gießen dankbar. Sie reagieren empfindlich auf austrocknendes Substrat. Arten, die im Substrat wurzeln, bekommen während der Wachstumsperiode monatlich Dünger. Bei Moorbinsen, die im Wasser leben, ist keine Düngergabe notwendig. Ein Rückschnitt der Pflanzen ist nicht erforderlich. Ist das Ausbreiten der Pflanzen durch ihre Rhizome unerwünscht, empfiehlt sich das Auslichten des Bestandes. Eine hohe Luftfeuchte ist vorteilhaft, damit sich die Pflanzen gesund entwickeln. In den kühleren Monaten verlangsamt sich das Wachstum der Pflanzen. Arten, die nicht winterfest sind, benötigen einen kühlen Raum zum Überwintern. Die Überwinterungstemperatur liegt bei 12 °Celsius. Die Pflanzen brauchen im Winter ausreichend Licht.

Krankheiten/Schädlinge

Bei einer hohen Luftfeuchte besteht die Gefahr, dass die Isolepis-Arten unter einem Befall durch Blattläuse leiden. Eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen beugt einem unkontrollierten Ausbreiten der Schädlinge vor. Wenn Blattläuse vorhanden sind, empfiehlt sich ein Abspülen der Pflanzen mit einem starken Wasserstrahl. Die Gemeine Spinnmilbe zählt zu den Schädlingen, die während der Wintermonate an Moorbinsen anzutreffen sind. Die Gespinste der Schädlinge zeigen sich deutlich nach dem Einsprühen der Pflanzen mit Wasser. Das Einsprühen beugt einem Befall vor, denn die Spinnmilben mögen trockene Luft. Eine falsche Pflege oder suboptimale Standorte sind der Grund für Mangelbilder. Weisen die Isolepis-Arten braune und vertrocknete Blattspitzen auf, ist die Luftfeuchte zu niedrig oder das Substrat zu trocken.

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