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Eigenschaften

  • grasartiger, mehrjähriger Wuchs
  • brauchen viel Wasser, kümmern bei Trockenheit
  • für flache Teichzonen geeignet
  • nicht winterhart
  • weltweit in tropischen bis gemäßigten Zonen beheimatet

Zypergräser

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Die Gattung der Zypergräser (botanisch Cyperus) ist mit über 600 Arten sehr artenreich. Sie gehören zu den Sauergrasgewächsen (Cyperaceae) und teilen mit diesen die markhaltigen, häufig dreikantigen Stängel. Mit ihren palmenartigen Blattschirmen erfreuen sie sich als Ziergräser großer Beliebtheit.

Der elegante Wuchs der Zyperngräser macht sie zu einem dekorativen Element im Haus und Garten. Sie sind ausdauernd wachsend. Die Freude an der zarten Schönheit bleibt bei guter Pflege mehrere Jahre erhalten. Auch Katzen verfallen dem Zypergras und knabbern gerne daran herum, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Da Zypergras ungiftig ist, ist dieses Verhalten unbedenklich.

Blatt

Die Blätter entspringen direkt am Grund oder bilden als lanzettliche Hochblätter schirmartige Blattkronen rund um die Blütenstände aus.

Blüte

Die weißen, grünlich oder braun gefärbten Blüten sind klein und unauffällig. Sie stehen in prägnanten Blütenständen zusammen. Die Blütenstände sind lang gestielt und von Hochblättern umgeben. Die Blüten erscheinen artenabhängig zwischen April und September.

Frucht

Die Nussfrüchte sind linsenförmig oder dreikantig und stehen wie die Blütenstände schmückend beisammen.

Wuchs

Zypergräser wachsen grasartig und bilden artabhängig dichte oder lockere Horste aus. Dabei erreichen sie Höhen zwischen 40 und 300 Zentimeter. Unterirdisch besitzen sie Rhizome oder Pflanzenknollen oder sie bilden Ausläufer aus.

Standort

Als waschechte Sumpfpflanzen vertragen Zypergräser nasse Füße. Nicht umsonst tragen sie die Bezeichnung der Wasserpalme. Trockene Bedingungen vertragen sie schlechter. Als Bodensubstrat eignet sich faserige Pflanzenerde, die Wasser gut speichert. Ebenso ist eine Haltung in Hydrokultur im gewässerten Kiessubstrat oder Granulat möglich. Der ideale Standort ist hell und luftig und lässt keine direkte Mittagssonne zu.

Viele tropische Arten vertragen keine Fröste. Sie gedeihen am besten in Töpfen, die im Winter ins Haus ziehen. Im Haus bevorzugen Zypergräser nach Westen ausgerichtete Plätze, gerne direkt an einem Heizkörper, sofern der zusätzliche Wasserbedarf Berücksichtigung erfährt. In der warmen Jahreszeit zieren Zypergräser dankbar den Balkon oder die Terrasse oder erfreuen das Auge als Dekoration in der Flachwasserzone des Gartenteichs. Die zarten Pflanzen neigen bei starker Belastung abzuknicken. Die Wahl eines windgeschützten Standortes ist aus diesem Grund sinnvoll.

Verbreitung

Zypergräser sind in den gemäßigten bis tropischen Regionen der ganzen Welt weit verbreitet. In Europa sind 27 Arten vertreten.

Nutzung

Von der breiten Artenzahl sind nur wenige dem Menschen als Nutzpflanze bekannt. Am bedeutsamsten ist der echte Papyrus (Cyperus papyrus), der als Basis für die wichtigste Schreibunterlage des Altertums galt. Des Weiteren finden die Halme von Zyperngras als Flechtmaterial für Körbe und Matten Anwendung.
In der chinesischen Heilmedizin erlangte das Knollige Zypergras (Cyperus rotundus) Bedeutung, wo es gegen Magenbeschwerden und Blähungen seine Wirkung entfaltet. Nur eine Handvoll Arten dient als Nahrungsmittel. Darunter der Erdmandel (Cyperus esculentus), der nahrhafte braune Knollen ausbildet. Einige Arten sind als Zimmerpflanzen oder Gartenverzierung beliebt. Großwüchsige Arten eigenen sich als natürlicher Sichtschutz für Balkone und Terrassen.

Pflege/Schnitt

Als Sumpfpflanzen benötigen Zypergräser viel Wasser. Da sie kalkarmes Wasser bevorzugen, eignet sich gesammeltes Regenwasser für die Bewässerung. Sowohl die Wurzeln als auch die oberirdischen Pflanzenteile bevorzugen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Diese lässt sich im Haus mit dem Besprühen der Blätter simulieren und beugt braunen Blattspitzen vor. Für einen prachtvollen Wuchs empfiehlt es sich, die Pflanze in der Wachstumsperiode einmal monatlich mit einem Flüssigdünger zu versorgen. Wenn das Zypergras im Gartenteich steht, ist diese Zuwendung nicht empfehlenswert.

Ein Schnitt der Ziergräser ist nicht notwendig. Doch da Zypergräser schnell wachsen, entwachsen sie ihren Töpfen schnell. Sie benötigen regelmäßig, am besten im Frühjahr, eine Umtopfung, um ihnen genug Raum für ihr Wachstum zu bieten. Dabei ist darauf zu achten, die Halme nicht tiefer als im vorherigen Gefäß ins Substrat zu pflanzen.

Krankheiten/Schädlinge

Die Gefahr eines Schädlingsbefalls lässt sich, ebenso wie braune Blattspitzen, durch regelmäßiges Besprühen minimieren. Spinnmilben, Thripse und Schildläuse lassen sich so meist vorbeugend in den Griff bekommen. Bei einem leichten Befall hilft eine kräftige Wasserdusche oder entsprechende Mittel aus dem Pflanzengeschäft. Ein weiterer typischer Schädling, die Trauermücke, bevorzugt die feuchten Bedingungen. Um diesen Schädling erfolgreich zu bekämpfen, empfiehlt sich der schonende Einsatz von Nematoden.

Steht die Pflanze zu feucht, kommt es zu Schimmelbildung im Wurzelbereich. Als Sumpfpflanze darf Zypergras nicht vollständig untergetaucht stehen. Maximal zwei Drittel des Bodensubstrates dürfen unter Wasser liegen. Ein wassergefüllter Übertopf, der entsprechend weit gefüllt ist, hilft dabei den Wasserstand zu kontrollieren. Zu kalkhaltiges Wasser hemmt das Wachstum. Zu viel Dünger schwächt die Blattstruktur und die Pflanze knickt leichter ab. Es ist daher wichtig, hier die richtige Balance zu finden, um lange Freude an den schönen Ziergräsern zu haben.

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