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Eigenschaften

  • attraktive Herbstfärbung
  • herrliche Blüten im Frühling
  • sehr robust und winterhart
  • Wildfrüchte mit feinem Geschmack
  • ziehen Bienen und Vögel an

Felsenbirnen

Gattung Amelanchier ab €2.80 kaufen
     
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Die Felsenbirnen (bot.Amelanchier) bilden eine Pflanzengattung mit rund 25 Arten. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse. Die vorwiegend aus Nordamerika stammenden Felsenbirnen wachsen als stark verzweigter Strauch oder kleiner Baum.

Viele Gartenbesitzer möchten einen schönen Garten mit der Möglichkeit kombinieren, sich selbst zu versorgen. Felsenbirnen sind ein wahrer Traum für Gärtner, die es vorziehen, das Schöne mit dem Praktischen zu verbinden. Die Pflanzen dieser Gattung stellen wenige Ansprüche an den Boden, sind pflegeleicht und gedeihen auch bei unerfahrenen Hobby-Gärtnern. Ihre sternförmigen Blüten kleiden die Felsenbirne im Frühling in ein bezauberndes, weißes Gewand. Mit Frühlingsblühern als Unterpflanzung fegt Amelanchier die grauen Töne des Winters im Handumdrehen weg und beflügelt das Gemüt. Im Herbst trägt sie einen nicht weniger auffälligen Blattschmuck in den schönsten warmen Farben. Als wäre dies nicht genug, liefern Amelanchier im Sommer ausgesprochen schmackhafte Früchte.
Die Felsenbirne ist als Solitärpflanze ein wunderbarer Anblick. Einige Sorten wachsen wunderbar in Kübeln. Im naturnahen Garten dienen Felsenbirnen gemeinsam mit anderen Pflanzen, beispielsweise in lockeren Wildobsthecken, als Obst- oder Bienennährgehölz. Die süßen Früchte schmecken vielen Vogelarten, die die Felsenbirne häufig im Sommer besuchen. Vögel lieben die Felsenbirne und Bienen besuchen sie im Frühling in Scharen. Die fleißigen Insekten erfreuen sich an dem Nektar. Den Pollen, den sie dabei an den Beinen sammeln, verfüttern sie an ihre Nachkommen. So erfreut die Felsenbirne Mensch und Tier zu gleichen Teilen.

Blatt

Die Blätter von Amelanchier sind bei den verschiedenen Arten eiförmig, länglich oder elliptisch geformt. Die Blattspitze prägt sich rund oder spitz aus. Der Blattrand ist gezähnt oder gesägt. Die einfachen Blätter stehen wechselständig am Trieb und sind von einer matten, dunkelgrünen Farbe. Die Blätter treiben silbrig behaart aus, einige Arten zeigen eine kupferrote Färbung. Die Behaarung verliert sich im weiteren Wachstum, die Blattunterseite bleibt bei vielen Sorten filzig behaart. Felsenbirnen bilden Nebenblätter. Die meisten Arten der Felsenbirne begeistern im Herbst mit einer Blattfärbung in wunderschönen Gelb-, Orange- und Rottönen.

Blüte

Die Blüten erscheinen häufig vor dem Laubaustrieb in Trauben mit unterschiedlicher Anzahl. Sie sind einhäusig und nicht getrenntgeschlechtlich. Der Blütenbecher hat die Form einer Glocke. Daran sitzen fünf glattrandige Kelchblätter. Diese sind grün und oftmals behaart. Die strahlend weißen Kronblätter stehen weit auseinander. Mit ihren fünf länglichen Blättern erscheinen sie wie ein Stern. In der Mitte stehen zehn bis 20 freie Staubblätter. Die gelben Staubbeutel sind bei den meisten Arten deutlich zu erkennen und verleihen der Blüte ein hübsches Aussehen. Die Zahl der Griffel variiert zwischen zwei und fünf. Teilweise verwachsen sie miteinander. Felsenbirnen blühen mit einer überwältigenden Pracht von April bis Juni.

Frucht

Der Fruchtknoten besteht aus zwei bis fünf Fruchtblättern. Einige Arten der Amelanchier besitzen einen unterständigen, andere einen halbunterständigen Fruchtknoten. Felsenbirnen bilden Sammelsteinfrüchte aus. Einige Arten umgeben die zwei bis zehn einsamigen Fächer mit dickem Fruchtfleisch. Diese eignen sich besser zum Verzehr.
Die runden Früchte werden zwischen zehn und zwölf Millimeter im Durchmesser groß. Oftmals zieren die verkleinerten Kelchblätter die hübschen Früchte. Zunächst erscheinen die in Trauben hängenden Früchte purpurrot, später blauschwarz oder dunkel-violett.
Die saftigen Früchte der Felsenbirne schmecken süß, mit einer leichten Note nach Kirsche und Marzipan. Sie enthalten viele Mineralstoffe, Vitamine und Gerbstoffe.

Wuchs

Felsenbirnen wachsen aufrecht und stark verzweigt. Die Wuchsformen variieren zwischen Sträuchern und kleinen Bäumen. Die als Strauch wachsenden Arten verzweigen sich am Boden in mehren Stämmen, an denen dünne, überhängende Zweigen sitzen.
Die Bäume bilden schön geformte, schirmartige Kronen aus. Ihr Stamm ist graubraun, glatt oder leicht gefurcht. Einige Felsenbirnen-Arten bleiben mit einer Wuchshöhe und -breite von einem bis drei Metern kompakt. Andere werden bis zu acht Meter hoch. Felsenbirnen sind Flachwurzler.

Standort

Amelanchier bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie gedeihen auf fast allen Böden. Lediglich anhaltende Staunässe und stark saure Böden vertragen sie nicht. Sie sind extrem winterhart, zugige Standorte machen ihnen nichts aus. Ausgewachsene Exemplare vertragen Trockenphasen.
Jungpflanzen benötigen eine Unterstützung durch zusätzliche Wassergaben. Zu anderen großen Gewächsen ist ein Abstand von rund einem Meter angemessen. Felsenbirnen sind mit Wacholder wechselnde Wirtspflanzen verschiedener Rostarten. Ein Standort, der nicht in der Nähe eines Wacholders liegt, verhindert die Ausbreitung von Rost.

Verbreitung

Felsenbirnen sind vorwiegend in Nordamerika heimisch. In Europa gab es ursprünglich eine Art vor, die an Stein- und Felshängen bis in 1800 Meter Höhe wächst. Da Felsenbirnen seit mehr als 100 Jahren in Gärten und Parks kultiviert sind, kommen mittlerweile einige fremde Arten in Europa wild vor. Asien ist die Heimat zweier weiterer Arten.

Nutzung

Amelanchier ist ein wunderschönes Ziergehölz. Dank ihrer schmackhaften Früchten dient sie als Nutzpflanze. Die reifen Früchte schmecken roh oder verarbeitet zu Marmelade, Saft oder Kompott. Ein Likör aus Felsenbirnen hat ein wunderbares Aroma. Einige Sorten dienen gedörrt als Rosinenersatz in Müslis und Kuchen.

Pflege/Schnitt

Eine gut angewachsene Felsenbirne benötigt weder Wassergaben noch zusätzlichen Dünger. Lediglich Kübelpflanzen brauchen einmal im Jahr einen Langzeitdünger wie Hornspäne oder Blaukorn. Bei langanhaltenden Trockenperioden freut sich Amelanchier über regelmäßiges Gießen. Junge Pflanzen verlangen in kurzen trockenen Phasen nach ausreichend Wasser. Über etwas Kompost im Frühjahr freuen sich Felsenbirnen.
Eine dicke Schicht Laub oder Mulch schützt frisch eingepflanzte Felsenbirnen im ersten Winter. Ein weiterer Frostschutz ist nicht erforderlich.

Weil die Felsenbirne langsam wächst, ist ein Rückschnitt nicht nötig. Sie wachsen von allein in einer schönen Form. Falls sie zu groß oder dicht werden, vertragen Felsenbirnen sowohl den Rückschnitt als auch das Entfernen einzelner Äste gut. Nur bei älteren Exemplaren ist Vorsicht geboten. Sie treiben nach einem Schnitt zögerlicher aus, ein radikaler Rückschnitt kann die Pflanze auf Jahre entstellen.

Krankheiten/Schädlinge

Felsenbirnen sind robuste Gehölze. Manchmal kommt der Befall von Echtem Mehltau vor. Dieser überzieht die Blätter mit einem grauweißen Belag. Pflanzenstärkungsmittel und das Entfernen der betroffenen Blätter helfen der Felsenbirne in diesem Fall. Die befallenen Blätter gehören in den Hausmüll, nicht auf den Kompost, um die Ausbreitung zu vermeiden.

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