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Eigenschaften

  • Arten wachsen buschig, aufrecht und locker
  • Blühsträucher
  • langsamer Wuchs
  • hoher Wasserbedarf
  • bevorzugen vollsonnige Plätze

Deutzien

Gattung Deutzia ab €3.70 kaufen
     
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Deutzien (bot. Deutzia) sind Blütensträucher und gehören als Pflanzengattung zur Familie der Hortensiengewächse (bot. Hydrangeaceae). Auch unter den Namen Maiblumenstrauch oder Sternchenstrauch sind diese Gewächse bekannt. Die volkstümlichen Bezeichnungen rühren von den überreich erscheinenden, sternförmigen, weißen bis leicht rosa gefärbten Blüten. Die Pflanzen blühen je nach Art und Sorte im April und Mai und bis in den Juli hinein.

Die Gattung der Deutzien umfasst rund 60 Arten. Einige dieser Arten sind eng verwandt mit den Pfeifensträuchern. Untergliedert sind die Deutzien-Arten in drei Sektionen. Das sind die Neodeutzia, die Mesodeutzia und die Deutzia. Dazu kommen sechs Untersektionen sowie 16 Serien. Zur Gattung Deutzia zählen viele verschiedene Sorten. So kamen in den vergangenen Jahren zahlreiche Hybriden in die Gärtnereien und den Handel. Erstmals beschrieben wurde die Pflanzengattung von Carl Peter Thunberg im Jahr 1781. Der Gattungsname soll an den holländischen Ratsherren Johann von der Deutz (1743-1788) erinnern. Er war ein Förderer von Carl Peter Thunberg.

Blatt

Die Laubblätter der Deutzia-Arten sind gegenständig an den Stielen der Pflanzen angeordnet. Sie sind kurz gestielt, die Blattspreite ist hell- bis mittelgrün. Die Form der Blätter reicht unter den verschiedenen Arten von lanzettlich über oval-lanzettlich bis hin zu breit eiförmig-lanzettlich. Die Blätter sind zwischen drei bis viereinhalb Zentimeter lang und zwischen einem und anderthalb Zentimeter breit. Die Basis der Blätter ist meist keilförmig. Einige Arten weisen Blätter mit fein gesägtem Rand auf. Es bilden sich drei bis vier Nervenpaare in jedem Blatt. Die Oberseite der Blätter ist mit drei- bis vierstrahligen Sternhaaren besetzt. An den Unterseiten des Laubs befinden sich vier- oder fünfstrahlige, selten sechsstrahlige angedrückte Sternhaare.

Blüte

Die Blüten der Pflanzen aus der Gattung Deutzia erscheinen sowohl einfach als auch gefüllt. Einige Arten von Deutzien bilden leicht duftende Blütenstände, andere duften nicht. Die Blüten sind klein und erreichen Durchmesser zwischen einem und zweieinhalb Zentimeter. Die Blüten ordnen sich als Rispen, Zymen, Trugdolden oder Trauben an. Die großen Blütengebilde befinden sich am Ende von beblätterten, kurzen und seitenständigen Trieben. Viele Deutzien-Arten blühen strahlend- bis reinweiß. Dazu kommen Sorten mit hell rosafarbenen Blüten. Auch sind Sorten mit dunkelrosa bis roten Blüten vertreten.

Die Blütenkelche der Pflanzen dieser Gattung präsentieren sich fünflappig und glockenförmig. Die fünf spatel- bis eiförmig Kronblätter sind klappig oder dachziegelartig angeordnet. Die Blüten zeigen zehn bis fünfzehn Staubblätter, die kürzer als die Kronblätter sind. Die Staubfäden sind linealisch bis ahlenförmig und gabeln sich am äußersten Ende. Die Griffel in den Blüten sind unverwachsen. Der Fruchtknoten ist unterständig und drei- bis fünffächrig, Die Anlagen der Samen sind in der Blüte quer angeordnet.

Frucht

Die Frucht der Deutzien-Arten ist eine Kapsel. Bei den Kapselfrüchten handelt es sich um Fruchttypen mit einem Fruchtknoten aus zwei bis mehreren ineinander verwachsenen Fruchtblättern. Diese Kapseln sind Streufrüchte, die ihre Samen in dem Moment freisetzen, wenn sie sich öffnen. Die Stellen, an denen sich die Kapseln auffalten sind bereits im Fruchtknoten vorgebildet.

Wuchs

Pflanzen der Gattung Deutzia wachsen als Strauch. Je nach Art und Sorte erreichen die Gewächse Wuchshöhen zwischen einem halben Meter bis zu vier Metern. Die Pflanzen wachsen straff aufrecht. Einige Arten präsentieren sich als schlanker Strauch mit einer sparrigen Verzweigung. Andere Sorten und Arten aus der Gattung Deutzia wachsen langsam, breit und mit überhängenden Zweigen.

Standort

Deutzien-Arten bevorzugen vollsonnige Standorte. Je sonniger der Platz ist, desto reicher blühen die Pflanzen aus dieser Gattung. Im Halbschatten und Schatten gedeihen die Gewächse zurückhaltend und bilden unzureichend Blüten aus. Deutzien sollten nicht im Wurzelbereich von großen Bäumen stehen. Optimal für die Entwicklung der Gehölze sind vor Wind geschützte Lagen, die nicht zugig sind.

Deutzien-Arten benötigen leichte Sandböden. Das ideale Substrat ist frisch, humos und durchlässig, nicht zu feucht, nicht zu trocken und mäßig nährstoffhaltig. Deutzien kommen mit leicht kalkhaltigen Böden zurecht. Im Frühjahr empfiehlt sich das Mulchen rund um die Wurzeln der Pflanzen. Das reguliert den Feuchtigkeitshaushalt des Bodens und versorgt den Wurzelbereich mit ausreichender Feuchtigkeit.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Deutzia reicht von Mexiko bis nach Asien. In Asien sind die Deutzien-Arten in Korea, Japan, China, Taiwan und auf den Philippinen heimisch. Das Verbreitungsgebiet reicht bis in den Himalaya.

Nutzung

Deutzien-Arten bereichern die Gärten in unseren Breiten als Ziersträucher. Die kleineren Sorten dieser Pflanzengattung eignen sich für Hecken und lassen sich gut in Kübeln kulitivieren. Große Deutzien-Arten zieren Gärten als Solitär oder in Rabatten.

Pflege/Schnitt

Die Pflanzen brauchen in ihrer Wachstumsphase im Sommer reichlich Wasser. Mangel an Wasser schadet den Gehölzen. Dünger benötigen Deutzien-Arten auf extrem nährstoffarmen Böden. Ein Volldünger im Frühjahr reicht aus.

Die neuen Sorten aus der Gattung Deutzia sind winterhart. Kalte Perioden überstehen sie ohne Schwierigkeiten. Die älteren Arten und Sorten brauchen in der kalten Jahreszeit Hilfe. Der Gärtner packt sie gut ein.

Deutzien sind schwachwüchsige Sträucher. Selten sind Schnitte vorzunehmen. Ratsam ist ein Verjüngungsschnitt alle drei bis vier Jahre. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Nachwinter. Der Gärtner entfernt alte Äste in der Nähe des Wurzelbereichs. Ein Schnitt nach der Blüte sorgt für mehr Blühkraft.

Krankheiten/Schädlinge

Deutzien sind robust. Am optimalen Standort sind sie völlig unempfindlich gegen Krankheiten und Befall durch Pilze. Ein häufiger auftretender Schädling ist die Fliedermotte. Seltener ist auf den Pflanzen dieser Gattung der Befall von Läusen zu erwarten. Die Raupen des Wicklers, einer Schmetterlingsart, finden sich ab und zu an den Blättern. Hier richten sie im seltensten Falle größere Schäden an.

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