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Eigenschaften

  • blütenreiche Ziersträucher
  • sommergrün
  • mehrjährig
  • winterhart
  • pflegeleicht

Weigelien

Gattung Weigela ab €3.10 kaufen
     
  • Beschreibung
  • Arten
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Weigelien sind in zahlreichen Sorten beliebte Ziersträucher in Parkanlagen und Gärten. Die gleichnamige Pflanzengattung (botanisch Weigela) gehört innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) zur Unterfamilie Diervilloideae. Insgesamt gibt es zehn Arten von Weigelien.

Die blütenreichen Grüngehölze blühen im Frühjahr. Sie stammen ursprünglich aus Regionen in Nordost-Asien. Sie kommen wild in China, Korea und Japan vor. Auch im Fernen Osten Russlands gibt es Vorkommen von Weigelien. Die Erstbeschreibung der Gattung stammt aus dem Jahre 1780 von dem Naturforscher Carl Peter Thunberg. Er benannte die Pflanzengattung nach dem deutsch-schwedischen Mediziner und Botaniker Christian Ehrenfried von Weigel.

Blatt

Weigelien-Sträucher besitzen gegenständige Laubblätter. Sie sind gestielt oder fast auf den Zweigen sitzend. Die Blattspreite ist einfach, die Blattränder sind gesägt. Es sind keine Nebenblätter vorhanden. Die Blattform ist bei Weigelien meist elliptisch mit einer langen Spitze. Die Winterknospen verfügen über Knospenschuppen. Bei einigen Arten sind die Blattunterseiten leicht behaart. Die sommergrünen Blätter haften lange an den Zweigen. Eine Herbstfärbung gibt es nicht.

Blüte

Die zwittrigen Blüten stehen oft zu mehreren in endständigen Blütenständen an den Trieben oder sind in den Blattachseln sowie an den kurzen Seitenzweigen zu sehen. Die Blüten sind fünfzählig und weisen eine doppelte Blütenhülle auf. Sie sind kelch-, trichter- oder glockenförmig. Die attraktiven Blüten sind weiß, rosé oder karminrot. Eine Art (Weigela middendorfiana) blüht hellgelb.
Die Blüten werden bis zu drei Zentimeter lang. Bei einigen Arten schauen die fünf Staubblätter aus der Blüte heraus oder enden am Blütensaum. Die Narbe ist rundlich oder zweigeteilt und ragt aus dem Blütenkelch hervor. Weigelien blühen meist an den vorjährigen Trieben. Die Blütezeit ist artabhängig unterschiedlich, meist dauert sie von April bis Mai. Vereinzelt kommt es im Sommer oder Herbst zu Nachblüten.

Frucht

Die Pflanzen der Gattung Weigela bilden holzige oder ledrige Kapselfrüchte. Diese enthalten zahlreiche Samen. Sie sind entweder ungeflügelt oder weisen schmale Flügel auf.

Wuchs

Weigelia-Arten sind sommergrüne, laubabwerfende Sträucher. Sie wachsen breit und aufrecht. Sie Zweige sind sparrig mit überhängenden Blütentrieben. Die jungen Triebe sind leicht kantig. Sie bilden bei einigen Arten eine flaumig-behaarte Rinde. Die Wurzeln verlaufen flach im Erdreich. Weigelien sind winterhart und robust.

Standort

Weigelien-Sträucher sind anpassungsfähig. Sie bevorzugen einen sonnigen Standort. Auch an halbschattigen Plätzen gedeihen sie. Allerdings erreichen sie nicht die Blütenfülle wie an vollsonnigen Standorten. Die Sträucher benötigen einen humus- und nährstoffreichen Boden, gerne sauer oder schwach alkalisch. Staunässe oder verdichtete Untergründe bekommen den Pflanzen nicht. Die Sträucher kommen im städtischen Mikroklima an Straßen oder Plätzen gut zurecht.

Verbreitung

Die Gattung der Weigelien stammt aus Ostasien. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Sträucher reicht von Ost-China, der Mandschurei über Korea nach Japan und teileweise bis in den Fernen Osten Russlands. Seit dem 19. Jahrhundert sind die Geißblattgewächse in vielen Sorten als Ziersträucher in Europa in Kultur.

Nutzung

Weigelien sind beliebte Ziergehölze, die erstmals in England in Kultur kamen. Die einzelnen Sorten werden über zwei Meter hoch. Die Sträucher sind robust und winterhart und fügen sich in jeden Garten ein. Sie blühen nach den Forsythien und Magnolien, zusammen mit Goldregen oder Flieder. Die Sträucher bilden großartige Pflanzpartnerschaften mit vielen anderen Ziergewächsen.

Pflege/Schnitt

Weigelien-Sträucher neigen zum Vergreisen. Ältere Äste blühen wenig und wachsen im geringen Maß. Dieses Verhalten lässt sich durch einen Rückschnitt nach der Blüte verändern. Dadurch verjüngen sich die Sträucher und treiben frisch aus. Der Rückschnitt erfolt regelmäßig, spätestens alle drei Jahre. Der Gärtner kürzt die ältesten Triebe bis in Bodennähe ein und lichtet auf diese Weise den Strauch aus.

Krankheiten/Schädlinge

Die Gattung der Weigelien ist robust und widerstandfähig gegenüber Schädlingen oder Krankheiten. Möglich sind Blattfleckenkrankheiten durch Pilzbefall. Sie sind meist ungefährlich für die Pflanze.

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