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Eigenschaften

  • verholzende Pflanzen
  • Wuchshöhen bis zu 15 Metern
  • duftintensive Blüten von Mai bis Juli
  • essbare beerenähnliche Steinfrüchte
  • einige Arten besitzen Heilwirkungen

Holunder

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Der Holunder (bot. Sambucus) ist der Familie der Mochusgewächse (Adoxaceae) zugehörig. Die 10 bis 15 winterkahlen Arten sind weltweit verbreitet. In Zentraleuropa ist der Trauben- (Sambucus Vacemosa), Zwerg- (Sambucus Vacemosa) und Schwarzer-Holunder (Sambucus Nigra) bekannt.

Die Gattung Sambucus gilt als altes Bauerngehölz. Die schirmtraubigen Rispenblüten zieren den Garten in den Monaten Mai bis Juli und sorgen für einen süßlichen Duft. Der Holunder ist eine von zahlreichen Mythen, Sagen und Bauernregeln umwobene Pflanze. In der Vergangenheit pflanzten die Menschen ihn als Hausbaum, der sie vor bösen Geistern und Blitzeinschlägen schützen sollte. Eine alte Bauernregel besagt, dass der Kompost im Schatten des Holunders besonders gut gedeiht.

Blatt

Der Sambucus ist Teil der Geißblattgewächse. Die Blätter stehen gegenständig und sind unpaarig gefiedert. Sie entwickeln sich meist zu langhaftenden Blättern. Der Aufbau setzt sich aus drei bis neun elliptischen meist gesägten Fiederblättern zusammen. Die Nebenblätter sind teilweise groß und unauffällig oder reduzieren sich zu Drüsen.

Blüte

Die Blüten des Holunders sind endständig und an der Spitze der Sprosse schirmtraubig oder rispig. Die von der Mitte ausgehenden Blüten sind zwittrig, mit doppelter Blütenhülle und bis zu fünfzählig. Drei bis fünf zarte Kelchblätter bilden eine kurze Röhre. Die Kornblätter sind in der Regel weiß und kurz.

In der Basis der Krone wachsen kreisförmig fünf längliche Staubblätter. Die drei bis fünf Fruchtblätter bilden einen mit Kammern besetzten Fruchtknoten. Jedes Fruchtblatt besitzt eine Samenanlage. In der drei- bis fünfköpfigen Narbe endet der winzige Griffel. Die Blütenfarben des Holunders sind weiß, rosa und gelb.

Frucht

Die Früchte des Holunders sind beerenähnliche Steinfrüchte. In der Reife variieren die Farben zwischen rot, blau und schwarz. In der Frucht befinden sich drei bis fünf Samen. Die Samenschale (Testa) ist dünnhäutig. Einige Arten des Sambucus tragen giftige Beeren und sind zum Verzehr nicht geeignet. Wohingegen die Früchte des schwarzen Holunders beliebt sind für Süßspeisen und Säfte.

Wuchs

Der Holunder zählt zu den verholzenden Pflanzen, die starke Strukturen ausbilden. Dies ermöglicht hohe Wuchshöhen und schützt die Pflanze vor harten Wintern. Die sommergrüne Gattung wächst standortabhängig als Halbstrauch, Strauch und zu kleinen Bäumen. Die Wuchshöhen variieren zwischen 1 und 15 Metern. Das Gehölz ist rundkronig, vieltriebig und facettenreich mit teils überhängenden Ästen. In jungen Trieben ist weißes Mark zu finden. Das Mark und die Rinde enthalten Calciumoxalat-Kristalle.

Standort

Die Gattung Sambucus wächst gerne im Sonnenbereich des Gartens. An diesem Standort bildet sie mehr Blüten, als im Halbschatten. Kalk-, stickstoff- und humusreiche Böden mit einem neutralen pH-Wert von 6,5 bis 7,5 eignen sich gut.

Die Pflanze gedeiht prächtig auf nährstoffreichen, mäßig trockenen bis feuchten Böden. Trockene Substrate bieten keine guten Standortvoraussetzungen. Johannisbeere, Brombeere und Flieder sind gute Pflanzpartner des Sambucus.

Wild wächst der Holunder an Waldränder, Lichtungen und Hecken. Vereinzelt entwickelt er sich in Misch- und Auenwäldern. Luft- und Bodenverschmutzungen verträgt der Sambucus ohne Schwierigkeiten, weshalb er oft in Städten und großen Siedlungen zu sehen ist.

Verbreitung

Die Gattung hat ein weltweites Verbreitungsareal. Pflanzen dieser Art wachsen in den milden Temperaturzonen des Nordens und in den tropischen Zonen der Südhemisphäre. Schwarzer-, Trauben- und Zwerg-Holunder Arten sind in Mitteleuropa stark verbreitet.

Nutzung

Der Holunder ist in der vergangenen Zeit vermehrt als Ritus im Einsatz. Einige Passagen der Bibel sollen auf das Gehölz verweisen, wie die Krippe Jesu oder das Holz der Kreuzigung. Manche Arten sind Bestandteil pflanzlicher Arzneimittel für Erkältungskrankheiten. Die Blüten und Beeren des schwarzen Holunders sind eine beliebte Zutat für Marmeladen und Säfte. Der Vitamin C Gehalt der Frucht ist hoch und sorgt für große Beliebtheit.

Pflege/Schnitt

Der Sambucus ist eine pflegeleichte Pflanze. Er reguliert den Wasserhaushalt selbständig. Der Holunder ist ausschließlich in langen Trockenperioden auf externe Wasserzufuhr angewiesen. Die Gattung Sambucus gedeiht prächtig auf nährstoffreichen Boden und ohne Dünger. Bei mangelnder Beschaffenheit, ist die vereinzelte Gabe von stickstoffhaltigen Nährstoffgaben möglich.

Im ersten Jahr ist ein Rückschnitt nicht erforderlich. Sollte Geäst wuchern und ein unschönes Gesamtbild hervorbringen, steht einen mäßigen Schnitt nichts im Wege. Das Entfernen der lichtraubenden und blühfaulen Triebe, sorgt für eine prächtige Blütenausbildung. Der Holunder benötigt nach mehreren Jahren einen Rückschnitt. Das Stutzen bis zu Bodenhöhe ist schadet der Pflanze nicht und ist teils notwendig.

Krankheiten/Schädlinge

Teilweise befallen Viren, Blattmilben und Läuse den Sambucus. Diese Schädlinge und Krankheiten haben keine ernstzunehmenden Auswirkungen auf die Pflanze. Der Holunder ist extrem widerstandsfähig und robust. Gegen Blattläuse bewährt sich eine Jauche aus Brennnesseln.

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