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Eigenschaften

  • häufiger immergrüne Pflanzen
  • leuchtend roter Blattaustrieb
  • Blüten mit angenehmem Weißdornduft
  • dekorative rote Früchte
  • pflegeleicht und winterhart

Glanzmispeln

Gattung Photinia ab €8.00 kaufen
     
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Die Glanzmispeln (bot. Photinia) gehören zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Es gibt rund 66 Arten. Die meisten sind immergrün, manche laubabwerfend. Größtenteils sind die Glanzmispeln im asiatischen Raum heimisch. China beheimatet rund 48 Arten, von denen 34 dort endemisch sind.

Mit ihren glänzenden Blättern, bilden Glanzmispeln wunderschöne Gartenpflanzen. Dieser Eigenschaft verdankt die Pflanzengattung Ihren botanischen und deutschen Namen. Die Bezeichnung Photinia leitet sich vom griechischen Wort ''photeinos'' (glänzend) ab. Im Frühjahr und Sommer begeistern die Pflanzen mit ihrem roten Blattaustrieb, im Herbst und Winter mit ihren Beerenfrüchten. Die beliebteste Sorte in Deutschland ist 'Red Robin', die zu den immergrünen Arten zählt. Populäre Beispiele für laubabwerfende Glanzmispeln sind Photinia beauverdiana, Photinia glomerata und Photinia parvifolia. Vögel nutzen die dornigen Gewächse gerne als Unterschlupf und Nahrungsquelle.

Blatt

Die Blätter der Glanzmispeln präsentieren sich schmal und drei bis 15 Zentimeter lang. Sie sind elliptisch und wechselseitig angeordnet sowie spitz zulaufend. Charakteristisch ist der fein gesägte Blattrand. Die Oberseite des Laubs erscheint dunkler als die Unterseite.

Blüte

Photinia-Arten entwickeln endständige, häufig doldenrispige Blütenstände. Die zwittrigen (doppelgeschlechtig) und fünfzähligen Blüten betören Augen und Nase. Sie duften leicht nach Weißdorn und haben einen Durchmesser von fünf bis zehn Millimetern. Typisch für Glanzmispeln sind die fünf weißen Kronblätter und die fünf kurzen Kelchblätter. Meist finden sich an den edlen Pflanzen bis zu 20 Staubblätter und zwei bis fünf Fruchtblätter. Letztere sind zu einem halbunterständigen Fruchtknoten verwachsen. Selten ist nur ein Fruchtblatt vorhanden. Glanzmispeln blühen von Mai bis Juni.

Frucht

Die Sorten der Photinia überraschen im Herbst mit vielen kleinen apfelförmigen Früchten. Diese erreichen einen Umfang von vier bis zwölf Millimetern und leuchten in einem warmen Rot. Oft bleiben diese bis in den Winter an den Pflanzen hängen und dienen Vögeln als Nahrung. Allerdings sind sie für Menschen leicht giftig.

Wuchs

Glanzmispeln erreichen Wuchshöhen von drei bis 15 Metern. Sie wachsen relativ schnell. Schon zwei bis drei Jahre nach dem Pflanzen der schönen Photinia zeigen sich kompakte, blickdichte Gartenhecken.

Standort

Halbschattige Standorte bieten Glanzmispeln beste Bedingungen, um prachtvoll zu gedeihen. Kühle, windige und stark sonnige Bereiche sind zu vermeiden. Stattdessen empfehlen sich Mauerplätze. Vollschatten vertragen Photinia schlecht. In diesen Bereichen bilden die Pflanzen erheblich weniger Blüten aus und die rote Farbe der Blätter lässt schneller nach. Der Boden darf weder zu nass noch zu trocken sein. Bei Staunässe werfen Glanzmispeln ihre Blätter ab. Die Pflanzen leben in ihrem natürlichen Umfeld auf durchlässigem Untergrund.

Verbreitung

Das Hauptverbreitungsgebiet der Photinia ist Asien. Von den etwa 48 Arten, die in China vorkommen, sind 34 nur dort vorhanden. Zur klassischen Gattung zählen Arten, die im warmen Teil Asiens vorkommen. Dies ist der südliche Teils Indiens und Thailands, im Osten vom Himalaya bis nach Japan. Einige Botaniker rechnen die eng verwandte Art Heteromeles arbutifolia aus Nordamerika ebenfalls zu den Photinia (Photinia arbutifolia). Sechs Arten der Glanzmispeln treten teils als eigene Gattung mit dem Namen Stranvaesia auf.

Nutzung

Glanzmispeln sind beliebte Ziersträucher. Dies liegt an den Früchten und den glänzenden Blättern, die sich von Natur aus rot färben.
Pflanzenteile der Photinia dienen medizinischen und kreativen Zwecken. Manche eignen sich zum Färben. Die Früchte von Glanzmispeln sind leicht giftig und nicht zum Verzehr vorgesehen. Bastler nutzen die mit Früchten behangenenen Zweige der Photinia als Weihnachtsdekoration. Mehrere Arten haben ein hartes Holz, mit dem sich Möbel fertigen lassen.

Pflege/Schnitt

Geeignete Zeitpunkte zum Pflanzen sind Frühjahr und Herbst. In Regionen mit besonders kalten Wintern empfiehlt es sich, die Glanzmispeln im Frühjahr zu pflanzen. So können die Gewächse vor der kühlen Saison ausreichend Kraft für die frostigen Monate tanken. Beim Anpflanzen einer Hecke ist ein Abstand von 50 Zentimetern zwischen den Gewächsen ideal. Ansonsten sollten die Abstände der halben Wuchsbreite der Glanzmispeln entsprechen.

Die Pflege der Photinia ist wenig anspruchsvoll. Wichtig sind der richtige Standort und die passende Erde. Unter diesen Bedingungen wachsen und gedeihen Glanzmispeln prächtig. Um Staunässe zu vermeiden, gießt der Gärtner immer erst, wenn die Erdoberfläche leicht angetrocknet ist. Einmaliges Düngen im Frühjahr mit einem Langzeit- oder Depotdünger genügt. Ein zu nährstoffreicher Boden hindert die Pflanzen daran, richtig auszureifen.

Je nach Sorte wachsen Photinia 20 bis 40 Zentimeter pro Jahr. Wer eine Glanzmispel als Solitärpflanze kultiviert, braucht sie nicht unbedingt zurückzuschneiden. Es reicht aus, die Pflanze regelmäßig ein wenig auszulichten. Bei einer Hecke ist jedes Jahr ein mäßiger Rückschnitt nach der Blüte im Frühjahr erforderlich. Der Gärtner sollte einige Blütenrispen an seiner Pflanze belassen, damit sie noch Früchte ausbilden kann.

Im Winter verdunsten Glanzmispeln viel Wasser, das sie über den gefrorenen Boden nicht wieder aufnehmen können. Um sie bei langanhaltendem Bodenfrost vor dem Vertrocknen zu bewahren, sind die Pflanzen und der Boden mit einem Winterschutz zu versehen.

Glanzmispeln lassen sich durch Aussaat der Beeren vermehren, die sich aus den Blüten der Pflanzen bilden. Nach der Reife sind diese Beeren sofort in einem Kasten auszusäen und in einen kalten Raum zu bringen. Dort gehen sie auf. Im Frühjahr verpflanzt der Gärtner seine Sämlinge ins Freie. Stecklingsvermehrung ist grundsätzlich möglich, bringt aber selten das gewünschte Ergebnis.

Krankheiten/Schädlinge

Photinia sind wenig anfällig für Krankheiten. Nur ungünstige Bedingungen wie Staunässe oder Wassermangel schaden den Pflanzen. In solchen Fällen werfen sie ihre Blätter ab und sind nur durch einen radikalen Rückschnitt zu retten. Der Gärtner verteilt die Maßnahme auf mehrere Jahre. Das sofortige massive Zurückschneiden bis auf den Stock vertragen Glanzmispeln nicht. Weinrote Flecken auf den Blättern deuten an, dass die Photinia unter Stress stehen.

Befallen Blattläuse die Pflanzen, sind die Schädlinge mit einem scharfen Wasserstrahl und / oder Brennesselbrühe zu beseitigen. Auch ein Knoblauchsud wirkt vorbeugend. Gelegentlich treten an den Blättern von Glanzmispeln Dickmaulrüssler auf. Die winzigen Käfer lassen sich absammeln. Erscheinen die Larven der Insekten im Wurzelbereich, sollte der Gärtner zwischen April und Mai oder August und September Fadenwürmer als natürliche Bekämpfer verwenden.

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