Klassifikation

botanische Namen anzeigen
Zurück Weiter
nur bestellbar
Botanik Explorer

Eigenschaften

  • leuchtend blaue Blüten
  • pflegeleicht und genügsam
  • sonniger Standort bevorzugt
  • robuste Pflanzen
  • bedingt winterhart

Bartblumen

Gattung Caryopteris ab €7.50 kaufen
     
  • Beschreibung
  • Arten
  • Fotos
  • Pflanzen in unserem Sortiment
  •  

Die Bartblumen (bot. Caryopteris) stellen eine Pflanzengattung in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales) dar. Caryopteris stammen aus China und standen früher in der Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Bis 1999 umfasste die Gattung 16 Arten, heute sind es noch sieben.

Bartblumen verzaubern heimische Gärten in den Herbstmonaten mit ihren dekorativen blauen oder rosafarbenen Blüten. Da sie als pflegeleicht und anspruchslos gelten, gelingt das Kultivieren jedem Gärtner. Die schönen Pflanzen zieren Terrassen und Kübel. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die Blumen aufgrund der Tatsache, dass sie keine giftigen Pflanzenteile besitzen. Die späte Blüte zieht sich bis in den Oktober hinein und dient Bienen, Hummeln und anderen Insekten als wichtige Nahrungsquelle. Häufig dienen Bartblumen als Unterpflanzung für Rosen, wo sie mit ihren zarten Blüten besonders gut zur Geltung kommen und die Rosenblüten sich strahlend absetzen.

Blatt

Die Laubblätter der Bartblumen wachsen gegenständig an schlanken, rohrartigen Zweigen. Um sich vor dem Austrocknen zu schützen, sind sie mit einem dünnen, silbrigen Flaum überzogen. Die Blätter sind dünn und lanzenförmig. Die Blattspreite (Lamina) ist ganzrandig oder gezähnt. Die Blätter erreichen eine Länge zwischen fünf und acht Zentimetern. In der Farben variieren sie artabhängig zwischen tiefgrün, silbrig-grün, graugrün, oder grüngelb. Häufig sitzen glänzende Drüsen auf den Blättern sowie feine Härchen.

Blüte

In ihren Blattachseln bilden Bartblumen dichte, scheindoldige Blütenstände, die auf Stielen sitzen. Die Blütenstände sind zymös. Caryopteris entwickeln kleine, zwittrige Blüten, die blau bis lavendelfarben sind. Die Blüten weisen ein doppeltes Perianth (Blütenhülle) auf.
Der Kelch ist vier- bis sechszähnig oder -lappig und verwächst. Seine Kronen sind kurz und zweilippig; die Kronblätter besitzen einen gezähnten Rand oder sind ganzrandig. Der untere der fünf Kronlappen zeigt sich deutlich größer als die anderen. In seiner Form ist er leicht konkav, sein Rand ist ausgefranst. Bartblumen enthalten vier Staubblätter, die an dem der Sprossachse zugewandten Teil der Kronröhre sitzen (apikal). Ihr Fruchtknoten besteht aus vier Fächern und die Narbe der Bartblumen ist zweigeteilt.

Frucht

Bartblumen bilden kleine Zerfallfrüchte aus. Diese trocknen nach der Reife und zerfallen anschließend in vier Nüsschen.

Wuchs

Caryopteris sind mehrjährige, sommergrüne Pflanzen mit einem krautigen, aufrechten Wuchs. Meist wachsen sie als kleine Hecken, Sträucher oder Halbsträucher. Bartblumen sind bedingt winterhart. Sie erreichen artabhängig eine Wuchshöhe bis zu 100 Zentimeter. Die Pflanzen sind Tiefwurzler, was beim Umpflanzen von Bartblumen zu berücksichtigen ist.

Standort

Bartblumen bevorzugen einen vollsonnigen, warmen Standort mit einem lockeren, nicht zu feuchten Boden. Bei den dekorativen Spätblühern gilt: Je mehr Sonne, desto besser. In Schattenlagen bilden Bartblumen keine Blüten aus. Auf Staunässe reagieren die Pflanzen empfindlich, weshalb sie einen eher trockenen Boden vorziehen, aus dem das Gieß- und Regenwasser leicht abfließt. Ein alkalischer Boden ist den Vertretern dieser Gattung am liebsten. Auch auf leicht sauren Untergründen gedeihen sie gut.

Verbreitung

Alle sieben Arten von Caryopteris zeigen in China ihr Vorkommen. In der Mongolei ist eine Art heimisch und in Korea und Japan gedeiht eine weitere Varietät der Gattung. Alle Arten wachsen in den subtropischen bis gemäßigten Klimazonen.

Nutzung

Die Arten von Caryopteris und deren Hybridzüchtungen wie Caryopteris x clandonensis dienen in unseren heimischen Gärten als Zierpflanzen. Mit ihrem leicht aromatischen Duft und den teilweise tiefblauen Blüten bieten sie einen hohen Zierwert. In den letzten Monaten vor Wintereinbruch stellen Bartblumen eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln vor deren Winterruhe dar, weil die meisten Nektarlieferanten zu diesem Zeitpunkt nicht mehr blühen. Bartblumen finden weiter Verwendung, um Schnecken zu vertreiben. Diese mögen weder den Duft der Pflanzen noch ihre haarigen Blätter. Stehen Bartblumen als Beet-Einfassung, zeigen die Schnecken am ganzen Beet kein Interesse mehr.

Pflege/Schnitt

Bartblumen gelten als genügsame Gartenbewohner, die ohne viel Pflege wachsen und gedeihen. Stehen die Pflanzen an einem ihrer Gattung entsprechendem Standort mit viel Sonne, bereiten sie lange Zeit Freude durch ihre dekorativen blauen Blüten. Die mehrjährigen Ziersträucher benötigen neben einem günstigen Standort einen regelmäßigen Schnitt und einen leichten Winterschutz.

Bartblumen brauchen mäßige aber regelmäßige Wassergaben. Ein optimaler Standort staut kein Wasser auf, sondern ist durchlässig. Besonders in Kübeln bildet sich schnell aufgestaute Feuchte im Boden. Die kleinen Ziersträucher überstehen kurze Trockenperioden, im Gegensatz zur Staunässe, ohne Schaden zu nehmen. Die anspruchslosen Caryopteris kommen mit wenig Nährstoffen zurecht. Im Frühjahr freuen sich die Pflanzen nach dem Schnitt über eine leichte Gabe von Rosendünger. Erfolgt der Schnitt im Herbst, empfiehlt sich eine Decke aus Laub oder Kompost über dem Wurzelbereich. Kübelpflanzen benötigen rund einmal im Monat etwas Rosendünger in geringer Konzentration.

Die meisten Arten von Caryopteris sind bedingt winterhart. Sie benötigen im Freiland einen leichten Frostschutz aus Reisig oder Rindenmulch im Wurzelbereich. Empfindliche Sorten empfiehlt es sich, frostfrei im Kübel zu überwintern.

Einmal im Jahr, am besten im Frühjahr, benötigen Bartblumen einen großzügigen Rückschnitt, um das Entwickeln vieler neuer Blüten zu fördern. Die Blüten der Caryopteris entwickeln sich in den Blattachseln junger Triebe. An älteren Zweigen bilden Bartblumen keine Blüten aus. Ein kräftiger Rückschnitt fördert zudem das Ausbilden neuer Triebe und eine kompakte Form der Pflanze. Sobald Anfang des Frühjahrs die Temperaturen im Plus-Bereich bleiben, bietet sich das Schneiden der Bartblumen an. Dabei empfiehlt es sich, alle alten Triebe auf rund ein Drittel der Wuchshöhe zurückzuschneiden und abgestorbene Pflanzenteile komplett zu entfernen. Auch ein Schnitt bis auf den Boden schadet den Pflanzen nicht. Dicht gewachsene Exemplare profitieren vom Auslichten schwächerer Triebe.

Krankheiten/Schädlinge

Bartblumen gelten als robust und widerstandfähig gegen Krankheiten und Schädlinge. Ihre aromatisch duftenden Blätter und deren feine Härchen vertreiben Schädlinge wie Schnecken. Lediglich Pflegefehler wie zu starkes Gießen und dadurch entstandene Staunässe schaden den Bartblumen, da sie bei zu viel Feuchte zur Wurzelfäule neigen.

Alle Fotos anzeigen
nach botanischer Bezeichnung sortieren
Produkte vergleichen