Klassifikation

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  • Ordnung: Tüpfelfarnartige
  • Familie: Wurmfarngewächse
  • Gattung: 3 Einträge
  • Art: 12 Einträge
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Eigenschaften

  • krautig wachsende Pflanzen
  • immergrün oder sommergrün
  • wächst in Erde, auf Felsen, auf Bäumen
  • vegetative und generative Vermehrung
  • wachsen in gemäßigten Klimata

Wurmfarngewächse

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Die Familie der Wurmfarngewächse (bot. Dryopteridaceae) stehen in der Ordnung Polypodiales innerhalb der Klasse der Echten Farne (Polypodiopsida). Sie umfasst zwischen 40 bis 45 Gattungen mit rund 800 bis 1700 Arten. In allen Systematiken sind drei Gattungen als zugehörig genannt: Wurmfarn (Dryopteris), Eichenfarn (Elaphoglossum) sowie Schildfarn (Polystichum).

Die alte Gattung Ctenitis ist in manchen Ordnungen dem Wurmfarn (Dryopteris) zugeordnet. Strittig sind die Eigenständigkeiten mehrerer Familien, beispielsweise die Familien Aspidiaceae oder Elaphoglossaceae. Innerhalb verschiedener Familien und Gattungen wurden Arten getauscht. Die Internationale Zusammenarbeit Angiosperm Phylogeny Group veröffentlichte 2009 eine neue Systematik der Pflanzen.

Blatt

Die Blätter der Wurmfarngewächse sind in der Umgangssprache als Wedel bezeichnet. Das Blatt besteht aus einem Blattstiel und der Blattspreite. Der Stiel ist zwischen einem und zwei Zentimeter dick und kurz oder lang. In den Blattstielen sind runde Leitbündel in einem Ring angeordnet. Die Anzahl der Leitbündel variiert.
Manche Blattstiele sind kahl, andere mehr oder weniger drüsig behaart. Meistens sind sie grün. Bei einigen Arten haben die Blattstiele eine schwarz gefärbte Basis.

Die Blattadern sind fiederförmig, verzweigen oder gabeln sich. Sie sind frei oder in verschiedene Formen von Querverbindungen (Anastomosen) eingefügt. Einheitlich (monomorph) zeigen sich die Blattspreiten. Die Spreiten sind mit Schuppen, Drüsen und in seltenen Fällen mit Haaren besetzt. Andere Blattspreiten sind dünn, kahl und glänzend.
Sie variieren in der Länge zwischen wenigen Zentimetern und 150 Zentimetern. Ihre Form ist schmal oder breit. Manche wirken dreieckig. Das Blatt ist ganzrandig oder gefiedert. Es besteht aus drei und fünf oder mehr Hauptfiedern. Sie sind einfach, oft zweifach gefiedert. Als Ausnahme treten dreifach gefiederte Wedel auf. Die Größe der Fiederchen kann an einem Wedel unterschiedlich in Erscheinung treten.

Wuchs

In der Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae) sind keine Blütenanlagen vorhanden. Sie pflanzen sich durch Sporen, Rhizome oder beides fort.

Auf der Rückseite der Blätter entwickeln sich die Sporangien. Diese Sporenbehälter sind in einem Sorus zusammengefasst. Bei den meisten Arten ist das Sorus rund. Auch kommen längliche und rechteckige Sori vor. Sie befinden sich in einer Reihe zwischen dem Blattrand und der Blattmittelrippe. Im frühen Stadium sind die Sori von einem membranartigen Häutchen, dem Indusium bedeckt. Das Indusium ist grünlich gefärbt. Seine Form ist meistens rund. Bei einem ausgewachsenen Sorus ist das Häutchen manchmal verdeckt.
Während der Sporenreife fällt es bei vielen Arten ab. Bei einigen Arten löst sich das Häutchen in Fäden oder bandartige Fransen auf und bleibt am Blatt. Die Sporangien sitzen auf einem dreiteiligen Stiel. Manchmal sind sie kahl oder haben ein oder zwei kurze Borstenhaare. Die Größe ist bei den Arten unterschiedlich. Einige Wurmfarne haben ausgeprägte Sporangien.

Die Sporen dienen der Fortpflanzung. Die Form reifer Sporen ist ein wichtiges Kriterium bei der Zuordnung der Farnarten. Die Sporen sind meistens nierenförmig und besitzen eine Narbe. Sie sind von einer äußeren Sporenwand, Perispor genannt, umgeben. Das Perispor ist durchsichtig, stachlig behaart und geflügelt. Einige Sporen besitzen eine zusätzliche glatte äußere Hüllschicht, das Exospor. Die Sporen verbreiten sich häufig mit dem Wind.

Manche Arten der Wurmfarngewächse bilden keine Sporen aus. Sie sind fertil. Diese Arten vermehren sich vegetativ durch Rhizome. Rhizome sind ein Erdspross, der unterirdisch oder dicht über dem Boden wächst. Sie können dünne und lange, bei manchen Arten verdickte und kurze Rhizome haben. Rhizome sind kahl oder behaart, braun, manchmal grünlich oder bei einigen Arten schwarz gefärbt. Die Wedel stehen einzeln oder büschelig am Ende eines Rhizoms. Bei manchen Arten entwickeln sich durch die Rhizome teppichartige Vorkommen.

Verbreitung

Wurmfarngewächse kommen in den gemäßigten Zonen Europas, Asiens und Amerikas vor. Sie wachsen im Gebirge und im voralpinen Bereich. Einige Arten sind gleichzeitig an der Küste und im Flachland Mitteleuropas zu Hause.

Die Pflanzen sind ausdauernd und krautig, manche sind sommergrün. Wurmfarngewächse sind epiphytisch oder hemiepiphytisch. Als Epiphyten sitzen sie auf Bäumen oder Felsen, um günstigere Lichtverhältnisse für ihre Entwicklung zu bekommen. Hemiepiphytische Arten sitzen als Jungpflanzen auf Bäumen oder Felsen und senken mit dem Alter die Wurzeln in die Erde. Andere Arten wachsen, vornehmlich in schattigen Wäldern, auf saurem Boden. Die Wurzelstöcke sind kurz, dick und mit braunen Schuppen dicht besetzt. Manchmal bilden sich Gesellschaften aus unterschiedlichen Arten. Einige Arten der Wurmfarngewächse siedeln sich in den Ritzen von Kalkfelsen an. Sie sitzen auf Mauern und Mauerritzen mit kalkhaltigen Steinen und wachsen in Schutthaldenwäldern.

Nutzung

    Einige Wurmfarngewächse sind in Mitteleuropa weit verbreitet und genutzt:
  • Zierpflanze
    Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae) sind mit ihrer großen Bandbreite beliebte Zierpflanzen. Sie sind pflegeleicht und gestalten in Arten oder vielfältigen Sorten Parks und Gärten. Ausgesuchte Arten gedeihen an schwierigen Standorten in Städten. Manche Arten eignen sich zur Bepflanzung von Kübeln und Kästen.
  • Duftstoff
    Aus wenigen Arten werden Duftstoffe destilliert.
  • Droge
    Wurzelstöcke einiger Arten sind als Medizin, unter anderem gegen Würmer, bekannt.

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Sichelfarne (Cyrtomium)
Sichelfarne

Cyrtomium

Gattung
Wurmfarne (Dryopteris)
Wurmfarne

Dryopteris

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Schildfarne (Polystichum)
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