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Eigenschaften

  • große, mehrfach gefiederte Farnwedel
  • Vermehrung über Sporen auf der Blattunterseite
  • halbschattige oder schattige Standorte
  • hoher Wasserbedarf in den Sommermonaten
  • weltweite Verbreitung in allen Klimazonen

Schildfarne

Gattung Polystichum ab €5.20 kaufen
     
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Die Schildfarne, deren wissenschaftlicher Name Polystichum lautet, sind eine zeitgeschichtlich alte Pflanzengattung, die 200 bis 300 rezente Arten umfasst. Ihren Namen erhielten sie aufgrund ihrer schildförmigen Indusien auf der Blattunterseite, unter denen sich die zahlreichen Sporen für die Fortpflanzung befinden.

Die genauen Abgrenzungen und Zugehörigkeiten einzelner Arten innerhalb der Gattung ist Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten. Viele Arten zeichnen sich durch eine große Ähnlichkeit zueinander aus. Häufig kommt es zu Kreuzungen, was die Bestimmung erschwert. Allen Schildfarnen ist gemein, dass sie auch im Winter saftig grüne Akzente im Garten setzen. Ihr urig anmutender Wuchs lässt einen Hauch von Natur und Wildheit aufkommen, die einzigartige Möglichkeiten in der Gartengestaltung eröffnen. Da sie in sonnenarmen Zonen des Gartens gedeihen, eignen sie sich als Unterbewuchs von Baumstrukturen, wo andere Pflanzen wegen Lichtmangel kümmern. In Deutschland stehen alle heimischen Schildfarne unter Naturschutz.

Blatt

Die Blätter sind als Wedel ausgebildet und erreichen bis zu einen Meter Länge. Sie sind lanzettlich-schmal oder pyramidenförmig und ein- bis dreifach gefiedert. Neue Wedel entspringen dem unterirdischen Rhizom und entrollen sich allmählich zu ihrer ganzen Pracht. Trotz der Größe wirken sie durch ihre Fiederung zierlich und fein strukturiert.

Es gibt fertile und sterile Wedel, die bei den Schildfarnen gleichartig gestaltet sind. Fertile Wedel besitzen sogenannte Sori an der Blattunterseite, die jeweils von einem runden, schildförmigen Indusium bedeckt sind. Die Sori enthalten sogenannte Sporangien, die ihrerseits je 32 bis 64 Sporen produzieren, die der Fortpflanzung der Farne dienen. Mit zunehmender Sporenreife trocknen die Indusien ein, dunkeln nach und fallen ab. Sie setzen so die Sporen frei, die sich mit dem Wind ausbreiten.

Wuchs

Schildfarne sind krautige, mehrjährige Pflanzen. Die Hauptsprossen wachsen aufrecht, und sind mit kleinen Schuppen bedeckt. Die unterirdischen Rhizome sind verzweigt oder unverzweigt und mit Schuppen bedeckt. Schildfarne sind immergrün und bewohnen den Boden.

Standort

Als typische Waldbewohner mögen Schildfarne schattige oder halbschattige Standorte. Das ideale Bodensubstrat ist für die meisten Arten reich an Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit ohne Staunässe zuzulassen.

Verbreitung

Die Schildfarne besiedeln ein weites Verbreitungsgebiet auf der ganzen Welt. Sie sind sowohl in den Tropen als auch in den arktischen Regionen zu Hause. In den Tropen beschränkt sich ihr Vorkommen weitestgehend auf Gebirge. Acht Arten der Schildfarne sind im europäischen Raum beheimatet. Am artenreichsten ist die Gattung in Nordamerika und Asien vertreten.

Nutzung

Die Rhizome afrikanischer Arten haben eine naturmedizinische Bedeutung bei der Bekämpfung parasitischer Würmer. Als Ziergewächse zogen vor allem die tropische Arten in die Zimmer ein. Im Garten entfalten die winterharten Arten aus gemäßigteren Breiten ihre dekorative Wirkung.

Pflege/Schnitt

Da Schildfarne sehr durstig sind, benötigen sie vor allem im Sommer tägliche und großzügige Wässerungen. Einmal im Monat bewährt sich das mäßige Düngen mit Staudendünger. Darüber hinaus präsentiert sich der Schildfarn als anspruchslos und pflegeleicht. Die meisten Arten sind winterhart. Einige tropische Arten überstehen den Winter unter geschützten Bedingungen im Haus und fühlen sich als Topfpflanze am wohlsten. Die Vermehrung des Schildfarns erfolgt unkompliziert durch Teilung der Wurzeln.

Krankheiten/Schädlinge

Unzureichende Wasserzufuhr quittiert der Schildfarn mit braunen Blatträndern und einem kümmerlichen Wuchs. Bei optimaler Pflege sind Schildfarne extrem robust und bieten den meisten Schädlingen die Stirn. Mit einem kräftigen Wasserstrahl lässt sich ein gelegentlicher Blattlausbefall effektiv bekämpfen.

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