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Eigenschaften

  • vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung
  • immergrün, nicht winterhart
  • hauptsächlich in Ostasien beheimatet
  • Gattung mit 35 Arten
  • wachsen auf bis zu 80 Zentimeter Höhe

Sichelfarne

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Die Sichelfarne (Cyrtomium) stellen eine Pflanzengattung in der Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae) innerhalb der Ordnung der Tüpfelfarnartigen (Polypodiales) dar. Die Gattung umfasst rund 35 Arten und steht in enger Verwandtschaft zu den Schildfarnen (Polystichum).

Sichelfarne haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in Ostasien. Im europäischen Raum haben sich vier Arten als Zierpflanze etabliert: Der Mond-Sichelfarn (Cyrtomium falcatum), der Kleine Mond-Sichelfarn (Cyrtomium caryotideum) wie Ilexblättriger Mond-Sichelfarn (Cyrtomium fortunei). Die spektakulärste Sichelfarn Art in unseren heimischen Breiten ist der Cyrtomium macrophyllum, dessen einzelne Fiedern mehr als zehn Zentimeter Länge erreichen und einer dekorativ geschwungenen Spitze enden. Die Art findet sich gerne als Solitärpflanze im Kübel und ist ein Blickfang in jedem Garten oder Zimmer.

Blatt

Alle Vertreter dieser Gattung sind immergrün. Sichelfarne bilden sogenannte Wedel aus. Der Stiel der Wedel ist rund halb bis dreiviertel so lang wie der Wedel breit ist. An der Basis zeigen die Wedelstiele sich verdickt. Die drei oder mehr Leitbündel wachsen in einem geschwungenen Bogen. Die Wedelspreite ist ledrig oder papierartig und weist eine längliche-lanzettliche Form auf. Die Wedelspreite ist gefiedert; ihre Fiedern im oberen Bereich zeigen eine geringere Größe als die Fiedern im unteren Bereich. An den Rändern weisen die Fiedern Zähne oder Kerben auf. Die Oberseite der Wedel ist mit fadenförmigen Schuppen besetzt. Die Unterseite der Wedel ist kahl.

Blüte

Sori stellen eine Ansammlung von Sporangien bei Farnen dar. In den Sporangien sind die Sporen enthalten, die zum Fortpflanzen der Farne dienen. Bei allen Arten von Farnen hängen an der Unterseite der Fiedern Sporangien in Gruppen. Die unterschiedliche Anordnung dieser Sori auf den Fiedern und deren Form stellen markante Merkmale zum Bestimmen von Farnarten dar. Junge Sori befinden sich unter Schleiern (Indusien). Der Sichelfarn zeigt runde Sori, die in zwei oder mehr Reihen stehen. Sie befinden sich zwischen der Mittelrippe und dem Rand der Fiedern. Die Indusien sind schildförmig. Je nach Art bleiben sie dauerhaft auf den Sori und fallen ab. Die Sporen sind braun und weisen Flügel oder leicht erhabene Fältchen auf.

Wuchs

Sichelfarne sind ausdauernde Pflanzen mit einem krautigen Wuchs. Sie bilden aufrecht wachsende oder aufsteigende Sprossachsen aus. Sichelfarne entwickeln keine Stolonen. Dies sind Ausläufer von Pflanzen, die nach dem Abtrennen eigenständig existieren und neue Pflanzen bilden. Sichelfarne besitzen einen grundständigen Spross, der eine ausladende Blattrosette aufweist. Sie erreichen eine Wuchshöhe zwischen 20 und 80 Zentimetern. Ihre Blattrosette wächst auf einen Durchmesser von 70 Zentimetern heran.

Standort

Vertreter der Sichelfarne wachsen terrestrisch oder an Felsen. Sie bevorzugen einen hellen bis halbschattigen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung. Die zarten Wedel der Pflanze bedürfen des Schutzes vor direkter Sonne, um nicht zu verbrennen. Cyrtomium gedeihen am besten an einem Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit. Im Winter vertragen die Pflanzen keine Temperaturen über 15°C.

Verbreitung

Sichelfarne stammen aus Ostasien. Sie sind zudem in Südasien, in Süd- und Ostafrika, auf Madagaskar, Hawaii und Polynesien sowie in Nordamerika heimisch. In China wachsen 31 der 35 Arten aus der Gattung. 20 von ihnen zeigen ihr Vorkommen ausschließlich dort.

Nutzung

Sichelfarne dienen als Zierpflanzen in Gärten oder als Zimmerpflanze.

Pflege/Schnitt

Sichelfarne benötigen eine regelmäßige Gabe von Wasser. Der Wurzelballen ist nach dem Wässern im Idealfall gut durchfeuchtet. Die oberste Schicht der Erde darf bis zur nächsten Wassergabe leicht antrocknen. Bei niedrigen Temperaturen, die über einen längeren Zeitraum unter 12° C liegen, brauchen die Pflanzen weniger Wasser. Dienen Sichelfarne als Zimmerpflanze, benötigen sie bei gleichbleibenden Zimmertemperaturen keine Winterruhe. Am wohlsten fühlen sich die Pflanzen bei einer gleichmäßigen Temperatur um die 20° C.

Die Pflanzen lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit. Kurze Phasen mit trockenerer Luft schaden den Pflanzen nicht. Temperaturen unter 8° C vertragen Sichelfarne nicht. Je kühler die Umgebungstemperatur ist, desto trockener ist die Erde der Pflanzen zu halten. Wegen des verminderten Lichteinfalls während der Wintermonate, zeigen Sichelfarne während der dunklen Jahreszeit ein verringertes Wachstum. In den Sommermonaten freuen sich die Pflanzen, an einem geschützten, halbschattigen bis hellen Platz im Freien zu stehen. Sichelfarne bevorzugen torfhaltige Erde oder einen Mix aus Kompost- und Lauberde zu gleichen Teilen, vermengt mit Torf. Die Pflanzen zeigen ein optimales Wachstum bei einem pH-Wert zwischen 4,0 und 6,0 im Boden. Einmal im Monat freuen sich die Pflanzen über schwach konzentrierten Dünger. Die Farnwedel lieben es, mit Wasser besprüht zu werden. Sichelfarne benötigen keine regelmäßigen Schnitt. Jedoch sind vertrocknete Blätter regelmäßig zu entfernen.

Krankheiten/Schädlinge

Gelegentlich befallen Blattälchen die Sichelfarne, weshalb es sich empfiehlt, die Pflanzen regelmäßig auf diese Form der Fadenwürmer zu untersuchen.

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