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Eigenschaften

  • große, leuchtende Blüten
  • nur begrenzt winterhart
  • vertragen keine Staunässe
  • ziehen zahlreiche Insekten an
  • als Schnittblumen geeignet

Kokardenblumen

Gattung Gaillardia ab €3.10 kaufen
     
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Die Gattung der Kokardenblumen (bot. Gaillardia) gehört zur formenreichen Familie der Korbblütler (Asteraceae). Über die Anzahl der Arten sind sich die Botaniker uneinig. Die botanische Fachliteratur unterscheidet zwischen mindestens 15 Arten. Manche Forscher gehen von bis zu 29 Arten aus. Sie alle sind in Nord- und Mittelamerika zuhause und kommen beispielsweise in der nordamerikanischen Prärie vor.

Der deutsche Trivialname leitet sich von der Blütenform ab. Diese erinnert entfernt an eine Kokarde, ein kreisförmiges militärisch-politisches Abzeichen, das mit der französischen Revolution in Mode kam. Malerblume und Papageiblume sind andere gebräuchliche Namen. Sie spielen auf die herrliche Farbenpracht der Blüten an.
In unseren Breiten zieren häufiger robuste, mehrjährige Hybriden Gärten. Die beliebten ein- bis mehrjährigen Blühstauden besitzen großen leuchtende Blüten und verleihen jedem Garten prächtige Farbtupfer. Kokardenblumen ziehen Insekten magisch an und bieten ihnen eine willkommene Quelle für Nektar und Pollen. Schmetterlinge, Bienen und Hummeln sind regelmäßige Gäste in jedem Garten, in dem Kokardenblumen blühen. Kolibris nutzen die Kokardenblumen in ihrer amerikanischen Heimat als wichtige Nahrungsquelle.

Blatt

Alle Kokardenblumen besitzen wechselständig angeordnete Laubblätter. Je nach Art sind die Blätter gestielt oder festsitzend. Die Grundblätter bilden unmittelbar über dem Boden eine Blattrosette. Die Blätter kommen ganzrandig, gezähnt oder gelappt vor.

Blüte

Die Blütenstände der Kokardenblumen sind körbchenförmig und einzelständig. Das Blütenkörbchen ist von Hüllblättern umgeben. Der äußere Blütenkranz besteht aus fünf bis 15 Strahlenblüten. Der innere Blütenkranz zeigt zahlreiche Röhrenblüten. Die Blütenfarbe ist meist rot, gelb und orange in vielfältigen Kombinationen. Die Blüten erreichen bis zu zehn Zentimeter Durchmesser. Die Blütezeit der Kokardenblumen reicht von Juni bis Oktober.

Wuchs

Kokardenblumen wachsen in Form üppiger, buschiger Stauden mit aufrechten Trieben. Die Wuchshöhe variiert stark abhängig von Art und Sorte. Sie liegt zwischen 15 und 80 Zentimetern.

Standort

Kokardenblumen mögen es sonnig und warm. Halbschattige Standorte sind nicht zu empfehlen. Bei Pflanzen, die eine große Höhe erreichen, ist ein Windschutz empfehlenswert, damit sie bei stärkerem Wind nicht knicken. Pflanzen, die entlang einer warmen Hauswand stehen, haben ausreichenden Windschutz und stehen gleichzeitig gut zum sicheren Überwintern. Kokardenblumen lieben nährstoffreiche und wasserdurchlässige Böden. Zu viel Nässe schadet ihnen ebenso wie extrem trockene Substrate. Ideal ist ein lockerer, humoser, gut durchfeuchteter Boden ohne Staunässe. Ist der Untergrund zu lehmig hilft das Untermischen von Sand, um den Boden aufzulockern. Aufgrund dieser Ansprüche eignen sich Kokardenblumen vorzüglich für Steingärten und Steppenbeete.

Verbreitung

Die wildlebenden Kokardenblumen sind Bewohner Nord- und Mittelamerikas. Dort sind sie in offenen Graslandschaften und Prärien beheimatet.

Nutzung

Kokardenblumen sind beliebte Zierpflanzen in Gärten und Parkanlagen. Auch als Schnittblumen sind Kokardenblumen gut geeignet. Sie halten sich als Vasenschmuck zehn bis 14 Tage lang. Der Pollenreichtum der Blüten macht die Kokardenblumen zu idealen Bienenpflanzen und zur willkommenen Pflanze einer artenreichen Bienenweide.

Pflege/Schnitt

Die ideale Pflanzzeit für Kokardenblumen ist der Mai. Der Pflanzabstand beträgt 30 bis 40 Zentimeter. Empfehlenswert ist, langstielig wachsenden Sorten an einem stützenden Gerüst anzubinden. Kokardenblumen sind pflegeleicht. Wer verblühte Teile und abgestorbene Blätter regelmäßig entfernt kann sich an beständig neu entwickelten Blüten vom späten Frühling bis weit in den Herbst freuen. So werden die Kokardenblumen zu unermüdlichen Dauerblühern. In trockenen Sommern brauchen Kokardenblumen ausreichend Wasser. Ein Mulchen des Beetes sorgt für gleichmäßig verteilte Feuchte. Die Blumen tolerieren Trockenheit deutlich besser als zu viel Nässe, aber zu trocken darf der Boden nicht werden.

Bei nährstoffarmen Böden ist es angebracht zu düngen. Hierzu empfiehlt sich ein im Frühjahr ausgebrachter Langzeitblütendünger. Dünger mit Guanoanteil wirkt sich günstig auf die Blüte aus. Damit die Pflanzen sicher überwintern, empfiehlt es sich, sie im Spätherbst mit Reisig, vorzugsweise Fichtenreisig, abzudecken. Die Kokardenblumen mit Laub abzudecken ist keine gute Idee, da sich darunter Feuchtigkeit staut und Fäulnis entstehen kann. Im September steht der Herbstschnitt an. Der Gärtner schneidet die Stauden bedenkenlos bis auf die grundständigen Blätter zurück. Als Kübelpflanzen benötigen Kokardenblumen deutlich mehr Wasser und sind regelmäßig zu gießen. Eine leicht abgemagerte Blumenerde, vermengt mit Sand oder feinem Splitt, ist als Substrat zu empfehlen.

Krankheiten/Schädlinge

Die meisten einheimischen Schädlinge sind keine Bedrohung für die Kokardenblumen. Die in Mitteleuropa verbreiteten und im Handel erhältlichen Hybridformen sind robust. Blattläuse spült der Gärtner ab oder bekämpft sie mit Essigwasser. Der Einsatz von Chemikalien ist nicht notwendig. Tritt echter oder falscher Mehltau auf, ist es notwendig, die betroffenen Pflanzenteile abzuschneiden. Nicht auf den Kompost werfen, denn von dort aus kann der Pilz sich weiter ausbreiten! Das Bekämpfen von Rostpilzen erfolgt mit Hilfe von Fungiziden und schwefelhaltigen Mitteln.

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