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Eigenschaften

  • Blütenform unterscheidet sich von anderen Schmetterlingsblütlern
  • die Fahne ist kleiner als die Kronblätter
  • Gattung auf der Nordhalbkugel heimisch
  • bevorzugen steinige, kalkhaltige Böden
  • brauchen sonnige, trockene Standorte

Judasbäume

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Die Judasbäume (bot. Cercis) existieren als Pflanzengattung innerhalb der Familie der Fabaceae (Hülsenfrüchtler). Die Gewächse zählen zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler. Weit verbreitet kommen sie auf der Nordhalbkugel vor. Weltweit gedeihen zehn bis elf Arten dieser Gattung. Von diesen stammen zwei ursprünglich aus Nordamerika. Die restlichen Vertreter wachsen vorrangig in West- und Ostasien.

Zu den gärtnerisch bedeutsamen Arten der Pflanzengattung zählt der Gewöhnliche Judasbaum. Seine Heimat befindet sich in Südeuropa bis Kleinasien. Ebenfalls wachsen Exemplare in Persien und Afghanistan. Judasbäume bevorzugen kalkreiche Böden. Üppige Pflanzen finden sich in Wäldern sowie an Flussläufen. In trockenen Gegenden siedelt sich Cercis ebenfalls an. Als Standort präferieren die Gewächse steinige Böden mit einem mäßigen Nährstoffgehalt. Ihren Namen verdanken die Judasbäume einer biblischen Legende. Diese besagt, Judas Ischariot erhängte sich nach seinem Verrat an Jesus an einem solchen Baum.

Blatt

Die Laubblätter der Judasbäume wachsen wechselständig. Spiralig an den Zweigen angeordnet, bestehen sie in einfacher oder zweigelappter Form. Die kleinen Nebenblätter weisen eine häutige bis schuppenartige Oberfläche auf. Sie fallen früh ab. Bei einigen Arten der Gattung fehlen sie komplett.

Blüte

An den älteren Ästen der verschiedenen Arten wachsen traubige bis doldige Blütenstände. Diese fallen kurz aus und beinhalten zahlreiche Blüten. Zygomorph (spiegelsymmetrisch) und zwittrig, handelt es sich um fünfzählige Einzelblüten. Deren Farbe variiert bei den Arten zwischen Rosa, Purpur oder Rot. Die fünf rötlichen Kelchblätter verwachsen glockenförmig miteinander.

Die ungleichen, fünf Kelchzähne besitzen eine breite, dreieckige Form. Bei den Kronblättern, die ebenfalls in weißer Farbe auftreten, misst das äußerste weniger als der Rest. Die Blüten der Judasbäume unterscheiden sich von den typischen Schmetterlingsblütlern. Bei ihnen zeigt sich die Fahne kleiner als die restlichen Kronblätter.

Die Gewächse bilden zehn freie Staubblätter. Die Staubfäden weisen im unteren Drittel eine leichte Behaarung auf. Das einzige Fruchtblatt, oberständig und kurzgestielt, beinhaltet zwei bis zehn Samenanlagen. Bei den Judasbäumen endet der dünne Griffel in einer kopfigen Narbe.

Frucht

Judasbäume bilden flache, dünne Hülsenfrüchte aus. Diese enthalten artabhängig zwei oder mehrere Samen. Deren abgeflachte, kreisartige Form gehört zu den Charakteristika der Pflanzengattung. Zudem fehlt ihnen das Endosperm (Hauptbestandteil normaler Samen).

Wuchs

Die verschiedenen Cercis-Arten zeichnen sich durch ihren charakteristischen Wuchs aus. Die laubabwerfenden Bäume und Sträucher wachsen in ausladender, schirmartiger Wuchsform.

Standort

Die Pflanzen aus der Gattung Cercis benötigen einen vollsonnigen, warmen Standort. Ein windgeschützter Platz eignet sich als Stellort für die widerstandsfähigen Arten. Einige erweisen sich als bedingt frosthart. In warmen Gefilden eignet sich der Judasbaum als Gartenpflanze. Die Gewächse gedeihen bevorzugt auf sandigen, durchlässigen Lehmböden.

Zu den idealen Wuchsbedingungen gehört ein mäßig trockenes und kalkreiches Erdreich. Die Judasbäume tolerieren gelegentliche Trockenperioden. Sie wachsen gleichermaßen auf schwach sauren Böden. Zahlreiche Arten stammen aus Asien, längere Hitzeperioden schaden ihrem Wuchs nicht.

Verbreitung

Hauptsächlich verbreiten sich die Pflanzen der Gattung Cercis in den mediterranen Klimazonen auf der nördlichen Erdhalbkugel. Zwei bis vier Vertreter der Pflanzengattung gedeihen vorrangig in Nordamerika, eine in Ost- und Südeuropa. Zusätzlich existiert ein Exemplar, das in Zentralasien gedeiht. Fünf Arten von Cercis wachsen ausschließlich in China.

Nutzung

Vorrangig kommen die Judasbäume als Zierpflanzen zum Einsatz. Das gilt beispielsweise für die Arten Cercis siliquastrum und Cercis canadensis.

Pflege/Schnitt

Vorwiegend die jungen Judasbäume leiden unter einer leichten Frostempfindlichkeit. Um die Arten an geschützten Standorten einzupflanzen, bietet sich das Frühjahr an. Sobald die Bäume oder Sträucher anwachsen, benötigen sie wenig bis keine Pflege. Sie gedeihen ohne die Zugabe von Dünger und Wasser. Naht der Winter, mulchen die Gärtner junge Vertreter der Gattung mit Herbstlaub.

Um Frostrisse zu vermeiden, sind nicht verborkte Hauptäste vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Einen Schnitt brauchen junge Pflanzen, um die Form der Krone zu korrigieren. Die ausgewachsenen Exemplare vergreisen nicht. Sie benötigen keinen Rückschnitt. Dennoch behalten sie ihr charakteristisches Aussehen. Mit zunehmendem Alter tragen die Arten mehr Blüten.

Judasbäume lassen sich durch Aussaat vermehren. Bei mehreren Gartenformen der Pflanzen kommt die Veredlung zum Einsatz. Zahlreiche Nutzer entnehmen den Arten aus der Pflanzengattung Cercis Sämlinge. Im Spätwinter bietet sich die Kopulation an. Hierbei handelt es sich um eine in der Ruhezeit durchgeführte Veredelungsmethode.

Krankheiten/Schädlinge

Die Judasbäume zählen zu den robusten Gewächsen. Sie zeigen sich wenig anfällig gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Feuchtwarme Klimabedingungen vertragen sie schlecht. Unter Umständen kommt es zu einem Befall mit verschiedenen Blattfleckenkrankheiten. Diese wirken sich im Regelfall nicht auf das Wachstum der Pflanzen aus. Treten bei jungen Vertretern der Gattung starke Symptome auf, lohnt sich der Einsatz eines handelsüblichen Fungizids.

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