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Eigenschaften

  • prächtige Blühpflanzen
  • robust und anspruchlos
  • benötigen feuchte Böden
  • schnelle Ausbreitung
  • Gattung mit 150 Arten

Gilbweiderich

Gattung Lysimachia ab €3.10 kaufen
     
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Die Gattung Gilbweiderich (bot. Lysimachia) gehört zur Unterfamilie der Myrsinengewächse (bot. Myrsinoideae) in der Familie der Primelgewächse (bot. Primulaceae). Die prächtig blühenden Pflanzen sind unter den Namen Felberich oder Gelbweiderich bekannt. Die Gattung umfasst rund 150 Arten von krautigen Pflanzen, Stauden und Halbsträuchern. Oft verfügen die vegetativen Pflanzenteile über Drüsen, die in Form von Punkten oder Strichen auf den Pflanzen erscheinen.

Diese Gattung hält für jeden Gärtner hinreißende Pflanzen bereit, die sich widerstandsfähig und anspruchslos zeigen. Die meisten Arten blühen in sonnigem Gelb und verbreiten den ganzen Sommer über mit ihren schön geformten Blüten Frohsinn im Garten. Alle Arten von Lysimachia wachsen kräftig und bilden schnell ansehnliche Gruppen. Mit den schönen Blüten sind die Stauden dieser Gattung eine Augenweide in Rabatten oder Blumenbeeten. In einen Bauerngarten passen sie perfekt, denn sie bieten vielen Insekten, wie Bienen und Schmetterlingen, Nahrung. Dabei produzieren einige Arten statt Nektar ein fettes Blütenöl. Dieses bevorzugen in erster Linie spezialisierte Wilddbienen für ihre Ernährung.

Blatt

Die einfachen Laubblätter der Pflanzengattung Lysimachia sind ganzrandig, hell- bis dunkelgrün, oft dunkel gepunktet. Einige Arten zeigen eine schöne Laubfärbung im Herbst, andere sind immergrün. Die Blätter sind kurzstielig und wachsen gegenständig oder in Wirteln, selten wechselständig am Stängel. Die Laubblätter des Gilbweiderichs sind eiförmig, lanzettlich oder rundlich, glatt oder leicht behaart.

Blüte

Die Blüten der Gattung Lysimachia strahlen wie Sterne. Die Größe ist dabei unter den Arten unterschiedlich. Einzelblüten erreichen zwischen einen bis fünf Zentimeter, Blütentrauben bis zu dreißig Zentimeter Länge. Der strahlende Blütenreichtum ist am häufigsten gelb, seltener weiß oder rosa. Die Blütezeit ist von Juni bis August, manches Mal länger.
Wenn die Blüten des Gilbweiderichs endständig wachsen, erscheinen sie in Rispen, Trauben oder Zweigtrauben. Wachsen die Blüten aus den Blattachseln, kommen sie einzeln, zu mehreren oder in Trauben vor. Die Blüten sind in der Regel fünfzählig. Nur wenige Arten besitzen sechs- bis neunzählige Blüten. Sie stehen radiärsymmetrisch. Die Blütenkrone ist häufig verwachsen-blättrig und glocken- oder radförmig. Die meist fünf Staubblätter erscheinen frei oder miteinander verwachsen. Ebenso wie die meist fünf Fruchtblätter.

Frucht

Die Blüten des Gilbweiderichs bilden Kapselfrüchte. Sie sind kugelförmig und enthalten eine verschiedene Anzahl von Kammern.

Wuchs

Die Gattung Lysimachia beinhaltet Stauden, Halbsträucher und krautige Pflanzen. Alle Arten des Gilbweiderichs bilden Ausläufer über einen großen Wurzelstock, mit feinen Wurzeln oder Rhizomen. Gilbweiderich wächst niederliegend oder aufrecht. Die niederliegenden Pflanzen bilden Ausläufer, die bis zu 160 Zentimeter Länge entwickeln. Die Stängel dieser Arten sind locker, winden sich und wurzeln manchmal in der Erde. Sie erreichen eine Höhe von bis zu fünf Zentimetern. Die aufrechten Sorten bilden kräftige grüne, blaugrüne oder rotbraune Stängel, an denen die Blätter und herrlichen Blüten sitzen. Sie erreichen Höhen zwischen 40 und 160 Zentimeter.

Standort

Die Sonne lässt unzählige Blüten des Gilbweiderichs sprießen, doch auch im Halbschatten überzeugen die Pflanzen mit imposanter Blütenpracht. Allerdings vertragen sie keine trockene Erde. Ein mäßig feuchter, humoser Boden ist ideal. Deshalb benötigen diese Pflanzen ausreichende Wassergaben bei ausbleibendem Regen. Kräftige, gesunde Pflanzen mit vielen, großen Blüten sind die Belohnung der Mühe.

Obwohl die Pflanzen des Gilbweiderichs humosen Boden lieben, gedeihen sie auf fast allen Bodenarten. Falls der Boden sehr dicht ist, lockert ihn die Zugabe von Sand oder Humos während des Pflanzens ausreichend auf.Die hoch wachsenden Arten des Gilbweiderichs sind aufgrund ihrer Größe anfällig für Wind. Eine schützende Mauer oder Hecke verhindert, dass die bezaubernden Blütenstängel abbrechen.

Verbreitung

Die Gattung Lysimachia ist hauptsächlich im Tiefland der gemäßigten Zonen der Erde heimisch. Einige Arten wachsen auch im Bergland, bis in Höhen von 1800 Metern. Die meisten Arten kommen in Ostasien vor, in Deutschland sind fünf Arten beheimatet. Einige Sorten wachsen in den subtropischen Gebieten Afrikas, Südamerikas und Australiens.

Nutzung

Die langen Stängel des Gilbweiderichs sind wundervolle Schnittblumen. Die äußerst ansprechenden Blüten schaffen als Füllblumen wunderbare Reize in großen Blumensträußen. Seit dem Mittelalter sind die Pflanzen des Gilbweiderich in der Volksheilkunde bekannt. Einige Arten sind alte Färberpflanzen. Auch dienten sie dazu, Leder zu gerben.

Pflege/Schnitt

Der Gilbweiderich ist eine pflegeleichte Gattung, die, bis auf ausreichendes Gießen bei Trockenheit, wenig Pflege benötigt. Die Pflanzen breiten sich schnell aus. Deshalb ist eine Wurzelsperre aus dicker Folie die beste Lösung, den Garten vor einer Invasion zu schützen.

Die Stauden benötigen einen radikalen Rückschnitt nach der Blüte. Ein solcher Schnitt verhindert, dass sich die Pflanzen über Samen ausbreiten. Lässt die Blühkraft nach mehreren Jahren nach oder stehen die Pflanzen im Topf, geben Holzspäne, Mulch oder frischer Kompost der Pflanze neue Nahrung. Ein Frostschutz ist bei den Pflanzen nicht notwendig.

Krankheiten/Schädlinge

Wenn die jungen Triebe nach dem Winter sprießen, freuen sich Schnecken über das saftige Grün. Schneckenkorn oder ein Schneckenzaun halten die Schädlinge von den Pflanzen fern. Auch das regelmäßige Absammeln der Schnecken hilft.
Raupen oder Blattläuse treten gelegentlich auf. Gegen Blattläuse hilft eine Sprühkur aus Schmierseifenlösung oder Brennesseljauche. Ist der Raupenbefall erheblich, stellen Tabakasche, Knoblauchpulver oder Algenkalk eine natürliche Abwehr dar. Krankheiten sind an den robusten Pflanzen sehr selten.

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