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Eigenschaften

  • mächtiger Laubbaum
  • wunderschönes Herbstlaub
  • sommergrün
  • meist winterhart
  • dekoratives Gewächs

Amberbäume

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Die Gattung der Amberbäume (bot. Liquidambar) zählen zu den schönsten Laubbäumen. Die sommergrünen Gehölzpflanzen gehören zur Familie der Altingiaceae. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Laubbäume liegt in Ost- und Westasien sowie in Zentral- und Nordamerika.

Typisches Merkmal der Amberbäume sind die fünf- bis siebenlappigen Blätter. Diese werden bis zu 15 Zentimeter groß und ähneln Ahornblättern. Amberbäume sind seit dem 17. Jahrhundert als dekorative Zierbäume in Europas Gärten und Parkanlagen kultiviert. Die im Alter sehr mächtigen Bäume gehören zu den größten und schönsten Laubbäumen. Sie werden bis zu 45 Meter hoch und im Kronenbereich bis zu zehn Meter breit. Bekannt sind sie für ihr fantastisches dunkelrot leuchtendes Herbstlaub während des Indian Summer. Seit dem 18. Jahrhundert schmücken (vorwiegend) Amerikanische Amberbäume auch Parkanlagen und Gärten in unseren Breiten.

Der botanische Name Liquidambar leitet sich von den beiden Begriffen "liquid" (lateinisch für flüssig) sowie "anbar" (arabisch für Bernstein) ab. Übersetzt bedeutet der Name "flüssiger Bernstein". Damit weist der botanische Name darauf hin, dass sich aus einigen Arten flüssiges Harz gewinnen lässt.

Die Gattung der Amberbäume besteht aus vier Arten: dem Amerikanischen Amberbaum (Liquidambar styraciflua), dem Taiwanesischen Amberbaum (Liquidambar formosana), dem Chinesischen Amberbaum (Liquidambar acalycina) sowie dem Orientalischen Amberbaum (Liquidambar orientalis). Lediglich der Amerikanische Amberbaum ist frosthart. Bis vor wenigen Jahren zählte die Gattung Liquidambar zur Unterfamilie der Liquidambaroideae innerhalb der Familie der Zaubernussgewächse (bot. Hamamelidaceae). Die Beschreibung der Amberbäume und der Gattungsname stammen aus dem Jahr 1763 von dem schwedischen Botaniker Carl von Linné.

Blatt

Die Laubblätter der Amberbäume ähneln Ahornblättern. Sie erreichen zwischen zehn und 15 Zentimeter Länge und eine ähnliche Breite. Die grünen Blätter sind gestielt und verfügen über eine glänzende Oberfläche und einen gesägten Blattrand. Sie sind handförmig und drei-, fünf- bis siebenlappig. Anders als die ähnlichen Ahornblätter stehen die Blätter der Amberbäume nicht gegenständig an den Zweigen, sondern versetzt. Bevor der sommergrüne Laubbaum sich im Herbst seines Blattkleides entledigt, färben sich die Blätter des Amerikanischen Amberbaumes intensiv weinrot, pink und orange.

Blüte

Die Blütezeit der Amberbäume liegt im Mai. Die Blüten sind gelbgrün und unscheinbar. Die unterschiedlichen Liquidambar-Arten produzieren männliche und weibliche Blüten an einem Baum. Die männlichen Blüten bilden mehrere zusammenhängende traubige Blütenstände. Diese sind fünf bis sieben Zentimeter lang. Sie stehen ährenartig aufrecht und besitzen zahlreiche Staubblätter. Die weiblichen Blüten sind kugelig und hängen herab. Sie bilden eine dichte Rispe mit einem Hochblatt. Amberbäume blühen erst ab einem Alter von rund 20 Jahren.

Frucht

Im Herbst schmücken sich die Bäume der Gattung Liquidambar mit kugelförmigen, stacheligen Fruchtständen. Diese hängen an einem Stiel und setzen sich aus bis zu 40 verholzten Kapseln zusammen. Zur Reifezeit öffnent sich die beiden Klappen, so dass die Samen zu Boden fallen. Ein Großteil der Samen ist nicht keimfähig. Die fertilen Samen in den Kapselfrüchten sind ellipsoid und geflügelt.

Wuchs

Amberbäume bilden einen mächtigen Stamm und eine große Krone aus. Die Tiefwurzler besitzen eine herzförmige Wurzel. Die laubabwerfenden Bäume erreichen Wuchshöhen von über 40 Metern. Die Borke ist graubraun.

Standort

Amberbäume bevorzugen sonnige und windgeschützte Standorte. Je mehr Sonne die Blätter erhalten, desto intensiver ist ihre Herbstfärbung. Die Gehölze benötigen für eine optimale Entwicklung einen humosen, leicht feuchten und gut durchlässigen Boden. Ein pH-Wert von 6,0 ist ideal. Staunässe vertragen die Bäume nicht.

Verbreitung

Die Gattung der Amberbäume verfügt über ein disjunktives Vorkommen. Dies bedeutet, dass ihr Verbreitungsgebiet räumlich weit auseinanderliegt. Die Bäume sind in Ost- und Südwestasien wie in Zentral- und Nordamerika zu Hause. So kommt der Amerikanische Amberbaum (Liquidambar styraciflua) in Zentral- und Nordamerika vor. Der Taiwanesische Amberbaum (Liquidambar formosana) wächst in Vietnam, Korea, China und in Taiwan. Der Chinesische Amberbaum (Liquidambar acalycina) ist in China und in Japan heimisch, und der Orientalische Amberbaum (Liquidambar orientalis) hat in Griechenland und in der Türkei sein natürliches Verbreitungsgebiet.

Nutzung

Das Harz (Storax) der Amberbäume findet in der Medizin sowie in der Naturheilkunde Verwendung. Das Harz des Orientalischen Amberbaumes spielt als Aroma und Duftbinder bei der Parfüm- und Seifenproduktion und bei Tabak-Mischungen eine große Rolle. Bereits die Indianer verwendeten das Amber-Harz als Kaugummi. Bis heute ist es ein wichtiger Rohstoff zur Kaugummi-Produktion. Daher trägt der Amerikanische Amberbaum in den Vereinigten Staaten den Namen "Sweetgum".

Pflege/Schnitt

Amberbäume sind pflegeleichte Pflanzen. Sie benötigen keinen Rückschnitt. In heißen und niederschlagsarmen Sommern ist eine regelmäßige Wassergabe zu empfehlen.

Krankheiten/Schädlinge

Krankheiten oder Schädlinge sind bei Amberbäumen wenig bekannt.

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