Klassifikation

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  • Ordnung: Lilienartige
  • Familie: Liliengewächse
  • Gattung: 5 Einträge
  • Art: 6 Einträge
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Eigenschaften

  • auffällig gefärbte Blüten
  • Blätter mit parallel angeordneten Nerven
  • Nektarien als Nahrungsquelle für Insekten
  • bilden unterirdische Überdauerungsorgane aus
  • entwickeln Kapselfrüchte

Liliengewächse

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Derzeit zählen zur Familie der Liliengewächse (bot. Liliaceae) 16 Gattungen mit rund 600 bis 700 Arten. Diese Pflanzenfamilie gehört in die Ordnung der Lilienartigen (Liliales). Ursprünglich war die Familie mit rund 3.000 Arten umfangreicher als es heute der Fall ist.

In der Vergangenheit fanden Erbgutuntersuchungen an den Pflanzen statt, was die Eingruppierung vieler Arten in andere Pflanzenfamilien zur Folge hatte. Einige der ehemals zu den Liliengewächsen zählenden Arten stehen heute nicht mehr in der Ordnung der Liliales, sondern in der nahe verwandten Ordnung der Asparagales. Zu den Liliengewächsen gehören verschiedene Narzissen, Tulpen, Hyazinthen, Lauch- und Spargelgewächse.

Blatt

Die Blätter der Liliaceaen stehen in grundständigen Blattrosetten. Sie sind extrem lang und streben nach oben. Selten stehen die Blätter wechselständig am Spross.
Typisch sind die parallel angeordneten Blattnerven. Zahlreiche Hautnerven durchziehen die Blattspreite, die sich nicht weiter verzweigen. Die Blattnerven ziehen sich bis in die Sprossachse hinein. Der Blattrand ist ganzrandig. Die Blattspreite ist einfach und ungeteilt. Die Blattspitze ist schmal oder breit ausgezogen.

Blüte

Alle Arten sind insektenbestäubt. Daher entwickeln Liliaceaen auffällig gefärbte Blüten, um die Bestäuber anzulocken. Die Vertreter dieser Familie entwickeln Einzelblüten oder Blütenstände. Die Blüten sind radiärsymmetrisch aufgebaut. Sie sind nicht in Kelch und Krone eingeteilt, sondern haben eine einfache Blütenhülle. Diese Blütenform nennt sich in der Botanik Perigon. Diese besteht bei den Liliengewächsen aus sechs Perigonblätter, die nicht miteinander verwachsen und frei stehen. Jeweils drei Perigonblätter stehen in einem Wirtel.

Die Blüten sind zwittrig aufgebaut. Im Zentrum der Blüte stehen sechs freie Staubblätter. Auch sie sind zu dritt in zwei Wirteln angeordnet. Der Fruchtknoten ist oberständig und setzt sich aus drei miteinander verwachsenen Fruchtblättern zusammen. Am Grund der Perigonblätter bilden Liliengewächse Nektarien aus. Diese Drüsen bilden einen süßlichen Saft, der als Nahrung für Insekten dient. Einige Arten bilden auf jedem Perigonblatt eine deutliche Nektarrinne aus.

Frucht

Liliengewächse bilden Kapselfrüchte aus, die sich aus drei Klappen zusammensetzen. Bei der Fruchtreife öffnen sich die Klappen und entlassen die Samen. Die Pflanzen entwickeln zahlreiche kleine, fein gestreifte Samen. Bei manchen Arten sind sie abgeflacht. Einige Arten entwickeln Beeren.

Wuchs

Liliengewächse sind einkeimblättrige Pflanzen und zählen zu den mehrjährigen Geophyten. Das bedeutet, dass die krautigen Pflanzen ungünstige Lebensbedingungen mit Hilfe von unterirdischen Knollen oder Zwiebeln überdauern. Bäume und Sträucher sind unter den Liliaceaen die Ausnahme.
Einige Arten wie die Tulpe (Tulipa) bilden dickfleischige Niederblätter aus. Sie bilden die eigentliche Zwiebel. Eingetrocknete Niederblätter umschließen die Zwiebel. Bei anderen Arten fehlt diese Hülle, die Zwiebel besteht aus den fleischigen, sich abspreizenden Niederblättern. Diese Zwiebeln tragen die Bezeichnung Schuppenzwiebeln.

Verbreitung

Liliengewächse wachsen auf der Nordhalbkugel in den gemäßigten Breiten. Einen Verbreitungsschwerpunkt haben sie in Ostasien und Nordamerika. Sie wachsen sowohl auf offenen Standorten mit guter Sonneneinstrahlung als auch in schattigen Waldbereichen. Liliaceaen bevorzugen frische Standorte.

Nutzung

Viele Zierpflanzen mit auffälligen Blühaspekten entstammen den Liliengewächsen. Die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) oder verschiedene Lilien (Lilium) gehören der Familie an und finden Verwendung als Gartenpflanzen.

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Riesenlilien (Cardiocrinum)
Riesenlilien

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Zahnlilien

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