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Eigenschaften

  • anmutige, mehrjährige Pflanzen
  • feuchtigkeitsliebende Zwiebelpflanzen
  • imposante Blütenglöckchen
  • Blüten im Schachbrettmuster
  • robust, winterhart bis -35 °C

Schachblumen

Gattung Fritillaria ab €4.00 kaufen
     
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Die Pflanzengattung der Schachblumen, bot. Fritillaria, gehört zur Familie der Liliengewächse - Liliaceae. Die krautigen Staudenpflanzen mit zarten, faszinierend gefärbten Blütenglöckchen sind Frühblüher. Mehr als 150 Arten umfasst die Gattung der Fritillaria, die den Zwiebel- und Knollengewächsen zugeordnet wird. Zur Osterzeit stehen die Pflanzen der Schachblumen in voller Blüte und begrüßen die Morgensonne mit glitzernden Tautropfen.

Form und Färbung der anmutigen Blüten geben ihr nach Art und Region vielfältige Trivialnamen - Schachbrettblumen, Kiebitzeier, Perlhuhnblumen und im Englischen 'Snakes Head'. Der botanische Name Fritillaria nimmt Bezug auf die charakteristische Blütenform. Lateinisch Fritillus steht für die deutsche Bezeichnung Würfelbecher. Zwiebeln und Pflanzenteile der Schachblumen enthalten giftige Alkaloide. Die in der Natur inzwischen seltenen Pflanzenschönheiten sind ein zauberhafter Blickfang in Gärten und auf großzügigen Terrassen. Die Schachblumen sind die deutsche Blume des Jahres 1993 und stehen seit 2001 nach dem Bundesnaturschutzgesetz unter Naturschutz.

Blatt

Die Blätter der Schachblumen sind glattrandig, parallelnervig, linealförmig und lanzettlich. An den runden Stängeln der Fritillaria wachsen bis zu acht grau-grüne, parallelnervige Laubblätter in wechselndem Stand. Sie erreichen eine Breite von maximal einem Zentimeter und haben eine kahle, glatte, nicht glänzende Oberfläche. Die Blätter der Schachblumen erreichen eine Länge von bis zu 15 Zentimetern. Nach der Blütezeit ziehen sie sich zurück.

Blüte

Anmutige, nickende Blütenglocken sind von April bis Mai die Zierde der Pflanzengattung der Schachblumen. Sie haben eine Länge bis zu vier Zentimetern, ihr Durchmesser liegt bei zwei Zentimetern. Die am Ende des Stängels hängenden, zwittrigen Fritillaria-Blüten sind rotbraun, violett, purpurrot und - abhängig von der Art - weiß gefärbt. In geometrischem Wechsel weist die Färbung der Schachblumen-Glöckchen dunkelgrüne, bei einigen Arten gelbe Segmente auf. Die feinen Farbwechsel, die noch bei den weißen Arten sichtbar sind, erinnern an das Design eines Schachbrettes. Jeder Stängel wird von einer, in seltenen Fällen von zwei Blütenglöckchen gekrönt.

Pflanzen der Gattung der Schachblumen bilden sechs getrennte Blütenblätter aus und besitzen sechs Staubblätter. Das Gynoeceum, das Fruchtzentrum der Blüte, besteht aus drei Fruchtblättern, die miteinander verwachsen sind, und einem dreifächerigen Fruchtknoten. Die Pflanzen sind Selbstbefruchter und erhalten von emsigen Hummeln tatkräftige Hilfe.

Frucht

Die Gattung der Fritillaria bildet nach der Blüte eine kantige, aufrecht stehende Kapsel aus. Ende Mai öffnet sich die Kapsel, es erscheinen drei flachspaltige Segmente. Jedes von ihnen enthält eine Vielzahl flach zusammengepresster, geflügelter Samenkörner. Sie enthalten Lufteinschlüsse und sind ideal angepasst für eine Verbreitung über Wasser. Die geschuppten, kugelförmigen Zwiebeln der Schachblumen bieten eine zweite Art der Vermehrung.

Wuchs

Schachblumen treiben im zeitigen Frühjahr aus einer ein bis zwei Zentimeter großen, runden Zwiebel. Die sparsam beblätterten Stängel haben eine braune bis rotbraune Färbung. Sie wachsen bogig und locker aufrecht. Die Wuchshöhe der Fritillaria weist erhebliche Differenzen zwischen den verschiedenen Arten der Gattung auf. Sie liegt zwischen 15 und 40 Zentimetern bei einer Wuchsbreite zwischen zehn und zwanzig Zentimetern.

Standort

Pflanzen der Fritillaria-Gattung benötigen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie bevorzugen feuchten Boden und gedeihen prächtig unter dem Schutz von Bäumen auf Feuchtwiesen, auf sumpfigem Terrain, an Teichrändern und Bachläufen. Schachblumen scheuen vollsonnige Plätze. Schattige Standorte werden mit gehemmtem Wachstum bestraft.
Das ideale Substrat ist gut durchlässig, frisch, lehmhaltig, nährstoffreich und leicht sauer bis neutral. Ein pH-Wert zwischen vier und sieben ist zu empfehlen. Die Pflanzen meiden Kalk und überwintern bei Temperaturen von bis zu -35 °C.

Verbreitung

Arten sind im Mittelmeerraum und Südosteuropa bis zum Kaukasus und der Ost-Ukraine beheimatet. Heute erstreckt sich ihre Verbreitung über das gesamte Gebiet von Nord- und Mitteleuropa. In der Natur sind Schachblumen durch die Zerstörung ihrer ursprünglichen Lebensräume wie Feuchtwiesen, Auen und Überschwemmungsgebiete stark reduziert. Deutsche Blumenfreunde können die imposanten Frühlingsblüten an den Ufern der Elbe und ihrer Zuflüsse, an der fränkischen Sinn und im bayerisch-hessischen Grenzgebiet bewundern.

Nutzung

Schachblumen sind imposante Zierpflanzen in Steingärten, an Mauern, Bachläufen und Gartenteichen. Auch unter Bäumen und in Naturparks erfreuen die Glöckchen mit der faszinierenden Färbung das Herz des Gärtners. Als Schnittblumen sind die zierlichen Pflanzen geeignet.

Pflege/Schnitt

Die Zwiebeln von Schachblumen werden im August in die Erde gebracht. Gruppenbepflanzungen ergeben ein eindrucksvolles Bild. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen beträgt im Idealfall zehn bis fünfzehn Zentimeter. Für einen Quadratmeter genügen 24 bis 26 Zwiebeln. Nach dem Einpflanzen reichert der erfahrene Gärtner die Erde mit Kompost an. Von Mitte März bis Mai fügt er dem Boden in vierwöchigem Turnus Kompost bei.

Schachbrettblumen lieben wechselnde Feuchtegrade. Empfehlenswert ist kräftiges Gießen bis in den Oktober. Mit Beginn des Austriebes im Frühjahr verdient die Feuchtigkeit des Pflanzareals erneut Aufmerksamkeit. Wenn die Fritillaria verblüht und die Blätter vergilbt sind, kann der Rückschnitt erfolgen. Der Stängel wird bis zum Boden abgeschnitten. Möchte der Gärtner die Samen verwenden, wartet er mit dem Schnitt bis zum Ausreifen der Kapselfrüchte.

Krankheiten/Schädlinge

Pflanzen der Gattung der Schachblumen sind robust und widerstandsfähig. Schädlinge müssen sie kaum fürchten, da diese erst in ihrer Welk-Phase im späten Frühjahr aktiv werden.

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